Historisches aus der Schatztruhe des NN-Bildarchivs

15.5.2020, 12:42 Uhr
Thomas Gottschalk, einer der bekanntesten Franken, feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Nicht nur seiner Heimatstadt Kulmbach stattete der Entertainer immer wieder Besuche ab, auch im Pflaums Posthotel in Pegnitz war er regelmäßig zu Gast, nicht nur zu den Bayreuther Festspielen. Dabei stand er bereitwillig Rede und Antwort, nicht nur dem NN-Redakteur Thomas Knauber gegenüber, sondern auch Jugendlichen und Fans aus der Stadt.
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Thomas Gottschalk war Stammgast im PPP

© Irene Lenk

Thomas Gottschalk, einer der bekanntesten Franken, feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Nicht nur seiner Heimatstadt Kulmbach stattete der Entertainer immer wieder Besuche ab, auch im Pflaums Posthotel in Pegnitz war er regelmäßig zu Gast, nicht nur zu den Bayreuther Festspielen. Dabei stand er bereitwillig Rede und Antwort, nicht nur dem NN-Redakteur Thomas Knauber gegenüber, sondern auch Jugendlichen und Fans aus der Stadt.
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Thomas Gottschalk war Stammgast im PPP

© Irene Lenk

Für drei Millionen Mark wollte der Architekt Heiner Pflaum vor 40 Jahren in Pegnitz ein Freizeitzentrum errichten. Nach den Plänen eines der Posthalter-Brüder sollten auf dem Gelände des Glückauf-Sportplatzes im Gebiet Brunnenäcker vier Tennis- und vier Squashplätze entstehen. Ferner sollten die beiden Sporthallen mit einem Restaurant samt Sauna verbunden werden. Auf dem Dach waren damals schon Kollektoren zur Nutzung der Sonnenenergie geplant. Realisiert wurde das ehrgeizige Vorhaben allerdings nicht.
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Pläne vom Tennis-Center blieben ein Traum

© Reinhard Bruckner

Heftige Diskussionen, die das Dorf zu spalten drohten, gab es vor 50 Jahren um das Schicksal der altehrwürdigen Kapelle im Zentrum von Körbeldorf. Dabei ging es nicht nur um die Frage, ob der alte Kirchenbau saniert oder abgerissen und an neuer Stelle wieder aufgebaut werden sollte. Vielmehr gab es höchst unterschiedliche Meinungen, als in der Jagdversammlung der Vorschlag unterbreitet wurde, den Jagdpachtschilling nicht mehr auszuzahlen, sondern für einen Kapellenneubau zu verwenden. Schließlich musste das Gotteshaus dem Straßenausbau weichen. Heute ist jeder stolz auf den schmucken Neubau am Ortsrand.
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Hitzige Debatten um die Körbeldorfer Kapelle

© NN-Bildarchiv

Eine Einbruchsserie beschäftigte vor genau 50 Jahren die Pegnitzer Polizei. Zielobjekte waren dabei vor allem Wochenendhäuser, aber auch das Alte Rathaus in Pegnitz. Hier drangen die Unbekannten durch ein Fenster im Erdgeschoss in die Geschäftsräume des THW ein. Weil sie dort nichts an Beute vorfanden,  suchten sie auch das Gewerkschaftsbüro auf.  Den größten Schaden indes richteten sie in den Räumen der Sudetendeutschen Landsmannschaft an. Sie brachen die Tür mit brachialer Gewalt auf, warfen sämtliche Möbel um und verwüsteten auch die Regale. Mit einer Beute von lediglich 30 Mark aus der Portokasse machten sich die Übeltäter schließlich aus dem Staub.
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Einbrecher wüteten im Alten Rathaus von Pegnitz

© NN-Bildarchiv

Mit dem Bau einer neuen Verbandsschule, der heutigen Christian-Sammet-Mittelschule, musste in der Pegnitzer Lohesiedlung auch die Verkehrserschließung neu geordnet werden. Weil die Zufahrt für die zahlreiche Schulbusse über die Roseggerstraße als zu eng erschien, musste vor 40 Jahren eine ganze Häuserzeile weichen. So fielen die Werkswohnungen, einst vorwiegend für die Kumpel im Bergwerk errichtet, kurzerhand der Spitzhacke zum Opfer. Heute stehen dort, etwas zurückgesetzt, neue Wohngebäude.
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Werkswohnungen mussten Schulbussen weichen

© NN-Bildarchiv

Mit dem Bau einer neuen Verbandsschule, der heutigen Christian-Sammet-Mittelschule, musste in der Pegnitzer Lohesiedlung auch die Verkehrserschließung neu geordnet werden. Weil die Zufahrt für die zahlreiche Schulbusse über die Roseggerstraße als zu eng erschien, musste vor 40 Jahren eine ganze Häuserzeile weichen. So fielen die Werkswohnungen, einst vorwiegend für die Kumpel im Bergwerk errichtet, kurzerhand der Spitzhacke zum Opfer. Heute stehen dort, etwas zurückgesetzt, neue Wohngebäude.
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Werkswohnungen mussten Schulbussen weichen

© NN-Bildarchiv

Kaum war vor 50 Jahren die Discothek Bounty im ehemaligen Cafe Press eröffnet, wurde auch das benachbarte frühere Cafe König einer Auffrischungskur unterzogen. So präsentierte sich nunmehr das Black Horse im Western-Stil, wobei die Sitzgruppen in kleinen Holzhäuschen angeordnet waren. Auch eine Tanzfläche, ein langer Bartresen und ein Spielzimmer mit Kicker und Flipper durfte beim
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Black Horse präsentierte sich im Western-Stil

Bis heute genießt sie Kultstatus: Vor 50 Jahren eröffnete Otto Leschinsky im ehemaligen Cafe Press an der Nürnberger Straße mit der Bounty die erste Pegnitzer Diskothek. Das Lokal, das viele noch heute als eines der schönsten in der Geschichte der Pegnitzer Gastronomie erachten, entstand damals nach den Plänen des Gößweinsteiner Architekten Werner Essel, der das Ambiente einer gediegenen alten Schiffseinrichtung nachempfand. Die Bounty erfreute sich größter Beliebtheit, nicht nur, weil sie bis 3 Uhr morgens geöffnet hatte.  Heute ist dort die Zahnarztpraxis von Dr. Helmut Heidenreich beheimatet.
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Vor 50 Jahren eröffnete Otto Leschinsky die Bounty

Früher hat es zum Jahreswechsel in Pegnitz noch Festsitzungen des Stadtrates gegeben, so etwa an der Schwelle zum Jahr 1970, als Bürgermeister Christian Sammet in den Kolb-Saal geladen hat, um Bilanz zu ziehen. Eingeladen waren dazu neben den Stadträten auch Landrat Dr. Dittrich oder der Sparkassendirektor Georg Mendel sowie sämtliche Stadtbediensteten. Sammet nannte als herausragende Projekte den Bau des Hallenbads und der Verbandsschule. Stolz zeigte er sich, das die Einwohnerzahl erstmals über 9000 lag, was aber vor allem am Zuzug zahlreicher Gastarbeiter lag, für die sogar Behelfsheime als Unterkunft gebaut wurden.
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Vor 50 Jahren erstmals über 9000 Pegnitzer

© NN-Bildarchiv/Claus Volz

Die Patenboote der Stadt Pegnitz befassen sich seit jeher mit der Bekämpfung von Seeminen. Vor 50 Jahren jedoch musste die
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Patenboot "Perseus" rettete sechs Schiffsbrüchige

© NN-Bildarchiv

Heute ist die Autobahn-Rastanlage Pegnitz-Fränkische Schweiz längst akzeptiert. Vor 25 Jahren war das ganz anders. Als damals die Planungen und die Dimensionen bekannt wurden, regte sich heftiger Widerstand. Befürchtet wurde nicht nur die Lärmbelästigung, sondern auch ein Anstieg der Kriminalität im Umfeld. Es wurde nicht nur eine Bürgerinitiative gegründet, auch die Kirchen meldeten sich zu Wort. Sogar eine ökumenische Besinnungs-Andacht fand auf dem markierten Gelände statt, mit Pfarrer Franz Reus von der katholischen sowie Pfarrer Harald Sauer und Dekan Christian Schmidt von der evangelischen Seite. Vor 130 Gläubigen appellierten sie an die Planer, die Schöpfung zu bewahren und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen. Ihre Aufforderung zur Umkehr allerdings verhallte. Die Rastanlage wurde gebaut.
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Vor 25 Jahren Protest gegen geplante Rastanlage

© NN-Bildarchiv/Rainer Kosiol

Die Menschen schauen schon seit jeher gern in die Sterne. In Pegnitz ist das seit über einem halben Jahrhundert in der Sternwarte des Gymnasiums möglich. Vor 50 Jahren ergriff Studiendirektor Willi Hörl die Initiative und bot unter Regie der Volkshochschule in der Anlage auf dem Schuldach erste Astronomiekurse an. Inzwischen hat es sich ein Astronomieverein zum Ziel gesetzt, das Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierzu werden in unregelmäßigen Abständen Kurse und Vorträge über die Himmelskunde sowie Teleskopbeobachtungen angeboten.
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Vor 50 Jahren guckte Willi Hörl in die Sterne

Die Erneuerung der Brücke über die Pegnitz an der alten Volksschule sorgte vor 50 Jahren für erhebliche Verkehrsbehinderungen im Verlauf der Pegnitzer Hauptstraße. Da damals auch mächtige neue Kanalrohre eingebaut werden mussten, war schweres Gerät nötig.
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Verkehrsbehinderungen durch Neubau der Brücke

© NN-Bildarchiv

Die Erneuerung der Brücke über die Pegnitz an der alten Volksschule sorgte vor 50 Jahren für erhebliche Verkehrsbehinderungen im Verlauf der Pegnitzer Hauptstraße. Da damals auch mächtige neue Kanalrohre eingebaut werden mussten, war schweres Gerät nötig.
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Verkehrsbehinderungen durch Neubau der Brücke

© NN-Bildarchiv

Vor 50 Jahren säumte noch eine mächtige Kastanien-Allee die Pegnitzer Bahnhofstraße. Die Bäume waren zwar schön anzusehen, doch war damit auch eine gewisse Parkplatznot vor dem dortigen Postamt verbunden, ein Thema, das damals sogar den Stadtrat beschäftigte. Inzwischen sind die Bäume längst verschwunden. Auf dem dadurch frei gewordenen Randstreifen wurden Parkbuchten angelegt.
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Als noch eine Kastanien-Allee die Bahnhofstraße zierte

© NN-Bildarchiv

Vor 50 Jahren war noch viel Platz am Neuen Friedhof auf der Winterleite in Pegnitz (Bild). Danach mussten die Gräberfelder jahrzehntelang immer wieder erweitert werden, galt doch die Ruhestätte als eine der schönsten in der Region, was sich auch in Auszeichnungen bei Ortsverschönerungswettbewerben niederschlug. Mit der Zunahme der Feuerbestattungen allerdings wendete sich das Blatt. Eine vorgehaltene Erweiterungsfläche wurde längst zu einem Baugebiet umgewandelt und viele aufgelassene Gräber haben empfindliche Lücken in die früher mustergültige Anlage geschlagen. Deshalb wurde im Stadtrat schon über eine Neugestaltung gesprochen, die allerdings einen Millionenaufwand erfordern dürfte.
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Vor 50 Jahren war noch viel Platz am Neuen Friedhof

© NN-Bildarchiv