Hollfelderin verirrte sich im Stadtwald: An B22 gefunden

17.2.2021, 11:31 Uhr
Stundenlang suchten Einsatzkräfte rund um Hollfeld nach der Vermissten.

Stundenlang suchten Einsatzkräfte rund um Hollfeld nach der Vermissten. © Feuerwehr Hollfeld

Die 54-Jährige war bereits am Vormittag von Angehörigen als vermisst gemeldet worden, bestätigte Matthias Bachofner von der Polizeiinspektion Bayreuth-Land auf Anfrage, „gegen Mittag lief das Ganze dann an“. Wenn auch nicht gleich im großen Stil, "zuerst galt es, Hintergründe zu klären“.

Im Lauf des Tages wurde die Suche nach der Frau, die zwischen 4 und 5.30 Uhr ihre Wohnung verlassen hatte, ohne ihr Handy mitzunehmen, deutlich ausgeweitet. Im Einsatz waren Personensuchhunde mit ihren Hundeführern sowie mehrere Streifenbesatzungen, sagt Bachofner.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Scheinwerfern eingesetzt.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Scheinwerfern eingesetzt. © Feuerwehr Hollfeld

Eine von den Hunden wahrgenommene Spur führte vom Anwesen der Frau in Richtung Stadtwald. Dort verloren die Hunde die Fährte. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde ein Polizeihubschrauber hinzugezogen, der über Hollfeld kreiste und mehrere Gebiete per Schweinwerfer absuchte. Als auch diese Bemühungen nicht zum Erfolg führten, wurde gegen 19.15 Uhr die Feuerwehr Hollfeld alarmiert.

Diese konzentrierte ihre Suche auf den Stadtwald, kleinere Trupps waren zudem rund um die Gesamtschule, dem Arbeitsplatz der Frau, sowie im angrenzenden Kainachtal unterwegs. Das Lagezentrum wurde im Feuerwehrhaus Hollfeld eingerichtet. Unterstützt wurden die Hollfelder von den Feuerwehren aus Aufseß und Plankenfels mit Personal und Wärmebildkameras sowie der Feuerwehr Kirchenbirkig mit einer Drohne.

Lagebesprechung im Hollfelder Stadtwald.

Lagebesprechung im Hollfelder Stadtwald. © Feuerwehr Hollfeld

Vor allem die Suche im weitläufigen Stadtwald erwies sich als schwierig, bilanzierten die Verantwortlichen der Wehr am Mittwochmorgen. Nachdem die Absuche des weitverzweigten Wegenetzes zu Fuß nichts gebracht hatte, entschloss man sich gegen 22.30 Uhr, den Wald abschnittsweise mit Menschenketten zu durchkämmen.

Die Suchaktion war generalstabsmäßig geplant.

Die Suchaktion war generalstabsmäßig geplant. © Feuerwehr Hollfeld

Doch dazu kam es nicht mehr: Kurz vor dem Start dieser personalintensiven Aktion wurde gegen 23 Uhr von einer Autofahrerin eine Person gemeldet, "die an der B22 zwischen Hollfeld und Fernreuth entlangläuft". Die sofortige Überprüfung des Hinweises durch die Polizei ergab, dass es sich um die Gesuchte handelte. Sie hatte sich nach eigenen Angaben nach einem Spaziergang im Stadtwald verirrt.

Im Einsatz waren laut Matthias Bachofner insgesamt rund 50 Aktive der Feuerwehren, darunter allein 30 aus Hollfeld.

STEFAN BRAND


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