Montag, 26.10.2020

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Ice Dogs: "Besser geht's fast nicht"

Dem EV Pegnitz gelingt mit einem 5:2-Sieg in Haßfurt ein Traumstart in die Eishockey-Landesliga - 17.10.2020 12:09 Uhr

Gelungenes Trainer-Debüt: Markus Hausner war stolz, dass die jungen EVP-Spieler alle seine Vorgaben so gut umgesetzt haben.

© Andreas Beil


Und Haßfurt ist ein bekannt heißes Eishockey-Pflaster, auch wenn diesmal nur 200 Zuschauer die Sharks anfeuern durften. Diese kochten immer wieder, weil ihre Mannschaft immer wieder Strafzeiten kassierte, während der EV Pegnitz weitgehend ungeschoren davon kam. "Das war aber auch in Ordnung so: Wir waren sehr diszipliniert und Haßfurt oft den einen Schritt zu langsam. Dann landet man halt auf der Strafbank", findet Hausner.

Für den 36-Jährigen war es sein erstes Pflichtspiel als Trainer bei den Erwachsenen, "und es hätte keinen besseren Einstand geben können. Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was ich ihr vorgegeben habe – und das über die gesamten 60 Minuten."

Weil er selbst vergangene Saison noch als Verteidiger des ERSC Amberg gegen Haßfurt gespielt hatte, kannte er den Schlüssel zum Erfolg. Man müsse nur die erste Reihe ausschalten – und da besonders den tschechischen Verteidiger Daniel Hora. Diese Aufgabe übernahm Paul Wolf so effektiv, dass Haßfurts eigentlich größter Trumpf kaum Stiche machte. Ganz anders als ihre Kontrahenten des ersten Pegnitzer Blocks, aus dem Patrick Dzemla (drei Tore) und Roman Navarra (ein Tor, drei Vorlagen) offensiv herausragten.

Aus der Uni direkt aufs Eis

Ein Sonderlob vom Trainer bekam Verteidiger Jonas Voigt. Der saß bis 17.30 Uhr in einer Prüfung in der Universität von Erlangen, flitzte dann die A73 hoch, war rechtzeitig zum Aufwärmen auf dem Eis und wie das gesamte Team voll konzentriert bei der Sache.

Von Beginn gab der EVP den Ton an, hatte im ersten Drittel 21:6 Torschüsse und eigentlich höher als nur 1:0 führen müssen. Nach dem frühen 3:0 im zweiten Durchgang nahm ESC-Coach Zdenek Vanc eine Auszeit, doch nur ganz kurz schien der Erfolg der Ice Dogs in Gefahr zu geraten, als kurz nach dem 1:4 auch noch das 2:4 nach einem laut Hausner "krassen Fehler" des Schiedsrichters fiel. Aber dann nahm er sein Time-Out – und sein Team war wieder in der Spur. Auch ein paar Handvoll Pegnitzer Fans feierte mit – allerdings durften die nicht ins Stadion, sondern mussten das Spiel im Haßfurter Klubheim per Facebook-Livestream verfolgen.

Zahlen und Fakten

EVP, Tor: M. Schmidt. - Verteidigung: Hagen/Schuster, Holomek/Trautmann, Lang, Voigt. - Sturm: Dzemla/Navarra/Wolf, Breyer/Sonnenberg/Adler, Florian (Rakonic)/Skarupa/Lindmeier, Scholz, Stachowski.

Tore: 0:1 Dzemla/Navarra/Holomek (13:33), Dzemla/Wolf (22:26), 0:3 Dzemla/Navarra/Lindmeier (24:38), 0:4 Breyer/Navarra (45:32), 1:4 Tobola (45:46), 2:4 Trübenekr (47:41), 2:5 Navarra/Holomek (55:02)

Ferner spielten: Moosburg - Vilshofen Selb 1b - Freising 5:0, Dingolfing Bayreuth Tigers 13:4. 

HOLGER PETER

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