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Ice Dogs holen jungen Trainer für ein junges Team

Der EV Pegnitz holt mit Markus Hausner einen alten Bekannten nach Pegnitz zurück und will längerfristig planen. - 28.06.2020 19:22 Uhr

Zwischenstopp in der Trainingslounge von Katharina Libor: Im Sommer halten sich die EVP-Spieler jetzt auch beim Trampolinspringen fit. © Foto: Jürgen Masching


"Eigentlich wollte ich ihn als routinierten Verteidiger für die junge Truppe holen", erklärte Herbst. Aber nach einem Gespräch mit ihm habe es schnell eine Einigung gegeben. "Er hat mir ein Konzept vorgelegt, was genau zu dieser Mannschaft passt", so der Sportliche Leiter weiter. Herbst betonte auch, dass es ihm wichtig war, dass der zukünftige Trainer seinen Lebensmittelpunkt in Pegnitz hat. Denn: "Was nützt uns ein Trainer, der nach der Arbeit abgehetzt zu uns kommt?"

Markus Hausner wurde in Amberg geboren und lernte dort auch das Eishockeyspielen. Nach mehreren Stationen in Amberg, Pegnitz und Bayreuth spielte er in der letzten Saison wieder in Amberg. Nun soll er die junge Truppe, zurzeit mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren, aufbauen. "Als Trainer hat er noch wenig Erfahrungen im Seniorenbereich", sagte Herbst. Hausner trainierte in der letzten Saison die U17 und die U20 des ERSC Amberg. Aber dies will Herbst mit einem Betreuerstab kompensieren. Neben Hausner wird auch EVP-Urgestein Markus Schwindl als Betreuer an der Bande stehen. Er wird den neuen Trainer mit weiteren Betreuern unterstützen.

Sprung in die Erste

"Ich möchte, dass wieder mehr Pegnitzer und junge Spieler aus der Region den Sprung in die erste Mannschaft schaffen", lautet der Vorsatz von Alexander Herbst. Unter anderem sieht man dieses Vorhaben an den drei Torhütern des EVP. "Ich will hier ein System fahren, dass nachwuchsgerecht ist." Maximilian Schmidt, Kilian Schauer und Max Konrad haben die Ice Dogs drei junge Torhüter. "Maximilian Schmidt wird die Nummer 1 bleiben, gibt aber nach Rücksprache mit ihm, einige Spiele ab, sodass die beiden Spielpraxis bekommen", skizziert Herbst.

Neuzugang Paul Wolf von den Blue Devils Weiden. © Foto: Jürgen Masching


 Unterstützt wird Schmidt bei der Ausbildung der beiden Nachwuchstorhüter von Jürgen Arzberger, einem ehemaligen Torhüter des ERSC Amberg. "Wir wollen hier bei den Torhütern etwas aufbauen und nicht jedes Jahr wieder einen suchen müssen." "Wichtig ist, dass die beiden Spielzeit bekommen", so Maximilian Schmidt. "Max wird sie in der U20 bekommen und ich werde auch Spiele abgeben, damit unser Konzept aufgeht." Beide wollen gut trainieren und so viel Spielzeit wie möglich sammeln. Sie sehen sich auch nicht als Konkurrenten, sondern wollen sich weiterentwickeln.

Frühzeitiges Agieren

Mit einer ersten Ansprache an die junge Mannschaft gab der Sportliche Leiter seine Ziele für die kommende Saison aus. Er stellte den neuen Trainer vor, der aber zum Trainingsauftakt noch nicht in Pegnitz sein konnte. Zudem stellte Herbst klar, dass er bereits im Dezember für die darauffolgende Saison planen will: "Wir wollen hier in Pegnitz wieder etwas aufbauen und nicht jedes Jahr eine neue Mannschaft suchen müssen."

Die Kaderplanungen für diese Saison sind unterdessen fast abgeschlossen. In sehr guten Gesprächen ist Herbst noch mit einem routinierten Verteidiger aus dem Nachbarland. "Da werden wir eventuell bald grünes Licht geben können." Zudem hofft er noch auf die Rückkehr eines ehemaligen EVP-Spielers.

Danach ging es für die Mannschaft in die Trainingslounge von Katharina Libor. Dort wird die junge Truppe auf die kommende Saison vorbereitet. "Ein Eishockeyspieler muss sich im Sommer für die Saison bilden", sagte Herbst. Der Sommertrainingsplan sieht vor, immer Dienstag und Donnerstag zu trainieren. Und zwischendurch geht es dann in die Trainingslounge. Dazu soll es im September in ein Trainingslager nach Tschechien gehen und natürlich sollen Vorbereitungsspiele stattfinden.

"Wir wollen in dieser Saison viele junge Spieler spielen lassen", betonte Herbst am Ende. "Und wir haben natürlich das feste Ziel, in diesem Jahr so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben."

JÜRGEN MASCHING

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