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Mittwoch, 24.07.2019

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Im Regina-Kino sah die Lichtmaschine rot

Defekt sorgte im für Ausfälle - Ein neues Gerät musste her, weil eine Reparatur keine Alternative wa - 22.06.2019 15:00 Uhr

Inhaber Dietmar Huttarsch sieht beim Austausch der defekten Lichtmaschine im Beamer des Regina Filmtheaters in Pegnitz zu. Eine Test-Vorführung hat das Gerät schon hinter sich. © Foto: Klaus Trenz


"Die günstigste Variante wäre eine Reparatur des Teils gewesen", sagte der Betreiber Dietmar Huttarsch am Freitagvormittag. Das hätte aber mehrere Wochen, schätzungsweise sogar über zwei Monate, gedauert. Deshalb habe er sich entschieden, die Lichtmaschine nicht reparieren, sondern durch eine neue ersetzen zu lassen.

Finanziell lohnt sich das für Huttarsch nicht. "Wenn ich für zwei Monate zugemacht hätte, wäre eine Reparatur finanziell verkraftbarer gewesen", so der Inhaber.

Was noch dazu kommt: Im August schließt das Regina für eine dreiwöchige Sommerpause, in der umgebaut werden soll. Die Pause könne er aber nicht verschieben. "Der ist schon von langer Hand geplant. So kommt eben manchmal alles zusammen."

Eine Schließung des Kinos über mehrere Monate sei für ihn nie in Frage gekommen: "Dann müsste ich ja ganz von vorne anfangen. Ich will nicht, dass mir die Kunden weglaufen." Dafür müsse er nun das Geld eben in die Hand nehmen.

Überraschende Probleme

Dass der Beamer gerade jetzt Probleme macht, war laut Huttarsch nicht zu erwarten: "Ich habe das Gerät jetzt seit knapp fünf Jahren. Für so eine Maschine ist das eigentlich kein Alter. Der hätte ich locker noch zehn Jahre gegeben."

Gerade lief Aladin

Auch für die Kunden sei der Ausfall sehr ärgerlich gewesen, sagt Dietmar Huttarsch: "Als der Ausfall kam, lief bei uns gerade der neue ,Aladdin‘, und der lief sehr gut an." Gerade bei so einem erfolgreichen Film sei der Ausfall natürlich ärgerlich. Zu Beginn der Woche hat Huttarsch an einem Abend rund 40 Besucher wieder nach Hause schicken müssen.

Ein Mitarbeiter des Notdienstes, den Huttarsch am vergangenen Samstag nach Pegnitz gerufen hatte, konnte das Problem nicht lösen. Er hatte den Fehler bei den Verbindungskabeln gesehen und war davon ausgegangen, dass sich ein Stecker gelockert hatte.

Entwarnung konnte aber ein Mechaniker geben, der am frühen Freitagnachmittag das defekte Gerät austauschte. Nach einer Test-Vorführung zeigte sich Huttarsch erleichtert: "Es sieht so aus, dass alle Probleme wohl gelöst wurden."

Am Freitagabend lief dann bereits "Rocketman", die Verfilmung des Lebens von Elton John.

Für alle, die den Film aufgrund des Defektes verpasst haben: Dietmar Huttarsch will "Aladdin" noch mal zeigen. 

JULIAN SEIFERTH

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