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Montag, 26.08.2019

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Imker erklärt: Darum fühlen sich Bienen in der Stadt wohler

Imkern in der Stadt liegt auch in der Region im Trend - 13.08.2019 16:33 Uhr

Auch wenn es paradox klingt: Bienen fühlen sich auch in der Stadt zu Hause. © Michael Matejka


Herr Peter, die Sparkasse und das Polizeipräsidium haben jetzt rund 60 000 Mitarbeiter mehr. Wie kam es dazu?

Jürgen Peter: Die Vorreiter der Stadtimkerei kommen aus Berlin und anderen Großstädten. Ich möchte testen, wie gut die Bienen in der Stadt zurechtkommen. Hier entwickeln sich hoffentlich gesunde Völker mit gutem Honigertrag.

Stadt und Bienen klingt erst einmal paradox.

Jürgen Peter © Foto: Kunigunda Haas/Sparkasse


Peter: Tatsächlich gibt es in der Stadt genügend Blühflächen – und oft sogar mehr Pflanzenvielfalt als auf dem Land. Durch die konvetionelle Landwirtschaft gibt es dort oft Monokulturen und die Versorgung der Bienen ist nicht immer gewährleistet. Die Bienen an der Sparkasse sind bis jetzt sehr gut durchgekommen und haben sich prächtig entwickelt.

Kann denn jeder Stadtimker werden?

Peter: Im Prinzip ja. Eine offizielle Imkerausbildung ist nicht vorgeschrieben, Ortsvereine und Imkerverbände bieten jedoch Anfängerlehrgänge an. Ich empfehle, diese zu besuchen und sich einem Imkerverein vor Ort anzuschließen. Die Bienen müssen aber beim Veterinäramt angemeldet werden. Außerdem sollte man sich mit seinen Nachbarn absprechen.


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Auf was sollten Anfänger noch achten?

Peter: Auch wenn es Stadtimkern heißt, ein Balkon ist dann doch zu begrenzt. Aber in einem Garten funktioniert das problemlos, Bienen sind sanftmütige Tiere. Sie fliegen täglich in einem Radius von drei bis vier Kilometern. In dieser Entfernung muss unbedingt Wasser erreichbar sein. Ein Brunnen reicht schon aus, optimal wäre ein Bach.

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Interview: Kilian Trabert

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