Mittwoch, 26.02.2020

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In Michelfeld hilft nur eine Sonderlösung

Brücke am ehemaligen Bahnhof hat zu geringe Durchfahrtshöhe — Gleise anheben statt Straße senken - 21.10.2011 17:16 Uhr

Rund 120 Jahre haben die Bahnbrücken im Pegnitztal auf dem Buckel. Betonbauwerke sollen sie in Kürze ersetzen. Nur Michelfeld braucht im Bereich des früheren Bahnhofs wegen der geringen Durchfahrtshöhe eine Sonderlösung. © B. Grüner


Insgesamt sei jeder Brückeneinhub eine technische Herausforderung, doch besonders die Bahnbrücke am früheren Michelfelder Bahnhof brauche eine Sonderlösung. Die Durchfahrtshöhe liegt nämlich aktuell nur bei 3,2 Metern. Um wenigstens etwas höher zu kommen, werden beim Neubau die Gleise „unterfüttert“. Ein Absenken der Straße wäre eher ungünstig, da die Fahrbahn jetzt schon häufig überflutet sei, so Neuß. Während alle anderen Standorte im Pegnitztal eine Brücke in Betonbauweise bekommen, wird am Michelfelder Bahnhof ein ganz anderer Brückentyp mit Fachwerküberbau Verwendung finden.

Bauherr ist die DB Netze, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Die Brücken zwischen Hersbruck und Pegnitz seien allesamt rund 120 Jahre alt, ein Ersatz sei daher zwingend notwendig. Die Gesamtmaßnahme wird in drei Bauabschnitte unterteilt: Momentan ist geplant, die drei Brücken zwischen Hersbruck und Vorra im nächsten Jahr zu erneuern. 2013 investiere die Bahn dann in vier neue Brücken zwischen Neuhaus und Pegnitz, davon zwei bei Michelfeld. Im Jahr 2014 werden dann elf Brückenbauwerke zwischen Vorra und Neuhaus erneuert. Die Maßnahme sei insgesamt eine technisch hohe Herausforderung. Die Betonelemente werden mit Tiefladern angeliefert und in unmittelbarer Brückennähe abgelegt.

Elf Wochen werde die Bahnstrecke dann gesperrt und ein so genannter Schienenersatzverkehr eingerichtet. In diesen elf Wochen müssen die neuen Brücken dann alle an Ort und Stelle sein.

bg

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