Sonntag, 08.12.2019

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In Pegnitz viele Spuren hinterlassen

Langjähriger Dekan Johannes Hiller ist tot - Dienst am Menschen wichtiger als Karriere - 22.08.2010 22:00 Uhr

Starb im Alter von 82 Jahren: Der frühere Dekan Johannes Hiller. © Lenk


Geschrieben haben dies Karin und Roland Weiss zum 80. Geburtstag des Geistlichen. Sie haben viele Dekane kommen und gehen sehen. An Hiller loben sie, dass er den Pegnitzern dank seiner Erfahrungen in der Mission den Blick nach außen weitete, dass er einen Ausschuss für Gemeindeaufbau gründete, dass er das Gemeindehaus in Hainbronn, das Sonntagshaus und die Diakonie voranbrachte. "Eines seiner "Lieblingskinder" war der ökumenische Kindergarten in der Siedlung."

Hiller stärkte die Frauenarbeit, bot Landesmissionstage und begleitete die Partnerschaft mit Crowborough. Seit 1991 lebte er mit seiner Frau Dr. Fromut Hiller in Heilsbronn. Der Garten, das Radeln und viel Lesen waren seine Hobbys.

Hiller, der nach einer schönen Kindheit die Schrecken des Krieges erlebte, war als junger Theologe zunächst für ein ökumenisches Wohnheim in München zuständig, mit Studenten aus 20 Nationen. Dann wirkte er sechs Jahre für die Mission in Afrika mit abenteuerlichen Fahrten durch Tansania, Kenia und Liberia. Er wurde sogar der Ehrenhäuptling mancher Stämme. Um Zeit für seine vier Kinder zu bekommen, suchte er 1976 eine Pfarrstelle. Nach einem kurzen Besuch fiel die Wahl auf Pegnitz. Er legte nie Wert auf Karriere, sondern suchte immer den Dienst am Menschen.

Am Mittwoch wird Hiller in Heilsbronn beigesetzt. Aus Pegnitz soll ein Bus eingesetzt werden.

tk/rr E-Mail

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