Mittlerweile folgen ihr 13 000 Menschen

Influencerin aus Pegnitz zeigt auf Instagram ihren Familien-Alltag

15.1.2022, 15:00 Uhr
Influencerin Katrin Mc Clish. Sie zeigt auf ihrem Instagram-Profil den Familienalltag, wie schön dieser sein kann und das es nicht schlimm ist, wenn einem auch mal alles zu viel wird.

Influencerin Katrin Mc Clish. Sie zeigt auf ihrem Instagram-Profil den Familienalltag, wie schön dieser sein kann und das es nicht schlimm ist, wenn einem auch mal alles zu viel wird. © privat

Die 31-Jährige Influencerin aus Pegnitz und dreifache Mutter kennt den chaotischen Familienalltag. Sie weiß, wie es ist, ständig den Druck zu haben, funktionieren zu müssen. Auf ihrer Instagram Seite teilt die Pegnitzerin ihren Alltag und möchte anderen Müttern zeigen, dass es in Ordnung ist, wenn man als Mutter mal nicht funktionieren kann.

Ob Bilder auf der Toilette mit Kind auf dem Schoss, vom Stillen der Tochter oder vom Schwangerschaftsbauch kurze Zeit nach der Geburt. Was für manche vielleicht zu private Einblicke sein könnten, ist für Mc Clish etwas ganz Normales. Ihr ist es wichtig, den unverblümten Alltag zu zeigen.

Offen und doch privat

In Ihren Beiträgen geht es daher oft darum, dass es dazu gehört, wenn man mal eine "kurze Zündschnur" hat oder dass einem die Tränen kommen, wenn man sich überfordert fühlt, weil die Kinder ständig was von einem wollen. "Das gehört zum Mutter sein dazu," sagt Mc Clish. Doch trotz aller Offenheit ist ihr die Privatsphäre ihrer Kinder enorm wichtig. "Meine Kinder zeige ich nicht. Sie sollen nicht der Mittelpunkt meines Profils sein, sondern mein Leben als Mama."

Die 31-Jährige ist Mutter mit Leib und Seele und weiß, wie wichtig es ist, sich auszutauschen und auf Erfahrungen anderer zurückgreifen zu können. Daher ist ihr auch wichtig, über Tabu-Themen zu reden. So hatte sie vor der Geburt ihres dritten Kindes eine Fehlgeburt, ein Sternenkind. "Mit dem Thema bin ich dann offensiv umgegangen. Viele sprechen nicht darüber, aber mir hat der Austausch sehr gut getan." Nicht der erste Rückschlag für die Pegnitzerin.

Angefangen hat alles mit der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2015. "Da kam es zu einem ungeplanten Kaiserschnitt. Danach hat das Stillen dann auch nicht so gut funktioniert." Was folgte, war eine Wochenbettdepression. Damit es beim zweiten Kind anders abläuft, fing sie in der Schwangerschaft an, sich zu informieren – unter anderem auf Instagram. "Da war ich selber noch als Followerin unterwegs. Ich wollte schauen, wie es besser geht und wie es anders werden kann." Zwar musste ihr zweites Kind wieder per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, doch das Stillen habe, aufgrund der vielen Informationen, die sie durch andere Mütter über Instagram erhalten hat, wesentlich besser funktioniert. Das war der Moment, wo sie entschieden hat, selbst ihre Erfahrungen zu teilen und anderen zu helfen.

"Hat mir Mut gemacht"

"Das hat mir Mut gemacht. Ich wollte den anderen Müttern zeigen, dass es auch anders geht." Das war 2018. Sie fing an, Beiträge aus ihrem Alltag zu posten und ihre Gemütszustände zu beschreiben, wenn etwas mal nicht so funktioniert hat. Schnell wuchs ihre Follower-Schaft an. Irgendwann habe sie dann die Größe auf Instagram erreicht, wo Firmen auf sie aufmerksam wurden und gefragt haben, ob sie nicht Lust auf Werbung hätte. "Ich hatte eigentlich nie vor, damit Geld zu verdienen. Ich wollte eigentlich nur meine Erfahrungen teilen." Trotzdem sei das natürlich ein netter Nebeneffekt ihrer Tätigkeit gewesen, weswegen sie im Oktober 2020 ein Gewerbe angemeldet hat. Mittlerweile folgen ihr 13 000 Menschen. Eine Größe, bei der sie monatlich mehr Geld über Instagram verdient, als wenn sie irgendwo Teilzeit arbeiten würde. Trotzdem mache sie aber nur Werbung für Produkte, die sie vorher getestet hat und sie dahintersteht.


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Denn vor allem soll es auf ihrem Profil um den Austausch mit anderen Müttern gehen. "Ich habe ein interaktives Profil. Mir ist es wichtig, dass die Leute, die da sind, mit mir in Kontakt treten. Ich beantworte daher auch jede Nachricht." Ihre Community hat sie daher auch mit ins Krankenhaus zur Geburt ihres dritten Kindes genommen: "Ich habe die Leute mit Updates auf dem Laufenden gehalten. Die haben richtig mitgefiebert. Das war echt toll."

Dass dies, neben ihren drei Kindern und dem Haushalt, viel Zeit in Anspruch nimmt, versteht sich von selbst. Fünf bis sechs Stunden verbringt sie täglich am Handy – bereitet Beiträge vor oder beantwortet E-Mails.

Um das nicht überhandnehmen zu lassen, legt sie aber auch instagramfreie Tage ein. "Hier steht dann nur die Familie im Mittelpunkt und das Handy wird beiseite gelegt." Ihr Mann, mit dem sie seit fünf Jahren verheiratet ist, steht dabei immer voll hinter ihr. Und manchmal auch mit ihr vor der Kamera. "Aber eigentlich mag er das nicht so", ergänzt Mc Clish und lacht.

Instagram: muddi_herrlich_ehrlich

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