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Mittwoch, 26.06.2019

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Jede Menge Rückbau auf der Burg Veldenstein

Jetzt sollen die eigentlichen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten starten — Ende frühestens im Jahr 2021 - 04.03.2019 21:30 Uhr

Das gesamte Burggelände ist inzwischen eine einzige Baustelle. Im Zentrum der Sanierungsmaßnahmen steht das Herrenhaus, das eine wichtige Rolle im neuen Nutzungskonzept für die Burg spielt. © Klaus Möller


Rege Betriebsamkeit vor wenigen Tagen auf der Burg: Die Arbeiter einer Spezialfirma für Rückbau und Entkernung verluden nach ihrem gut dreimonatigen Einsatz ihre Arbeitsgeräte- und Maschinen für den Abtransport. Seit November 2018 hätten sie statische Abbrucharbeiten im Herrenhaus, im Verwaltergebäude und im Bergfried durchgeführt, erklärte Vorarbeiter Frank Müller aus dem sächsischen Guben.

Diese hätten vor allem in der Freilegung von Balken in Decke und Boden bestanden, um deren Lage im Mauerwerk und deren statische Beschaffenheit zu überprüfen.

Im Zuge der künftigen Arbeiten könne nun eine "statische Sanierung" der alten Balken gezielt vorgenommen werden.

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Sibylle Heinisch vom Bauamt betreut die Generalsanierung. Sie erläutert die Maßnahmen, die jetzt im Frühjahr anlaufen: Das Herrenhaus, das Verwaltergebäude sowie der Nord-Ostturm werden nach einem Rückbau statisch gesichert und saniert. Der Rückbau umfasst vor allem spätere Einbauten, die nicht unter den Denkmalschutz fallen. Dazu zählen auch die Gauben auf dem Dach des Herrenhauses. Die wird es nach Sanierung des Daches nicht mehr geben.

Im Bergfried haben Zimmerer bereits Stockwerk für Stockwerk mit den Renovierungen begonnen, wobei sie die zum Teil instabilen Deckenbalken mit "Schlaudern" sichern. Eine weitere große Maßnahme ist die Sanierung aller Außenmauern. Vorwiegend werden hier schadhafte Fugen ausgebessert. Sollten Mauerteile Ausbeulungen aufweisen, werden zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen getroffen.

Keinen Rückbau wird es in den Stallungen geben. Hier sieht das Bauamt keine Notwendigkeit. Das Nebengebäude fällt damit in Zukunft unter die normale bauliche Betreuung.

Das Wasserproblem der Anlage wird durch den Bau eines Rückhaltebeckens gelöst, in dem das Regenwasser der Dachrinnen und das Wasser aus der Drainage gesammelt werden. Das Becken unter dem äußeren Burghof ist bereits fest für den Brandschutz eingeplant. Überschüssiges Wasser wird über den Burgberg in die Pegnitz eingeleitet. Die dafür notwendigen Rodungen sind bereits erfolgt. Bei optimaler Planung und Ausschreibung aller erforderlichen Baumaßnahmen rechnet Sibylle Heinisch frühestens Ende 2021 mit der Beendigung der Generalsanierung.

Aber da dürfe auch nichts mehr dazwischenkommen. Erst dann könne mit der baulichen Verwirklichung des endgültigen Nutzungskonzepts begonnen werden, in das künftige Mieter oder Pächter ihre Vorstellungen einbringen können.

Begehungen mit Interessenten habe es in letzter Zeit schon gegeben, wusste Bürgermeister Josef Springer. Allerdings gebe es hier im Augenblick noch keine endgültige Entscheidung. Ob die geplante Nutzung der Burg als Familienhotel immer noch favorisiert werde, konnte Springer auch nicht sagen. Da er immer wieder wegen der Burg angesprochen werde, sei er froh, dass die Generalsanierung jetzt angelaufen sei. Die in diesem Jahr anstehende 750-Jahr-Feier des Ortes, die man erst nach Wiedereröffnung der Burg feiern will, werde man auf jeden Fall verschieben müssen.

Bei den Finanzen liege man laut Johannes Kick derzeit voll im Budget. Wenn keine neuen Probleme auftauchen sei die Finanzierung für 2019 auf jeden Fall gesichert. 2017 hat der Freistaat Bayern 6,8 Millionen Euro für die Sanierung des ortsprägenden Gebäudes bereitgestellt. Da rechnete man jedoch im Jahr 2020 mit einem Ende der Arbeiten. 

KLAUS MÖLLER

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