Dienstag, 25.02.2020

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Jens Braun enttäuscht: "Spiele dauern 60 Minuten"

Gegen Vilshofen gewinnt der EVP knapp - Gegen Dingolfing Niederlage nach katastrophalem Start - 03.11.2019 21:34 Uhr

Am Freitag konnten die Ice Dogs und Siegtorschütze Patrick Dzemla (jubelnd auf der Bande) noch lachen, doch das verging ihnen am Sonntag in Dingolfing. © Foto: Andreas Beil


Eishockey-Landesliga

EV Pegnitz - ESC Vilshofen 6:5 (3:2/2:1/1:2) - Die Niederbayern zeigten von Beginn an, dass sie die 238 Kilometer nicht als Kaffeefahrt auf sich genommen haben. Bereits nach 35 Sekunden konnte Vladimir Gomow freistehend vor dem Tor zum 0:1 einnetzen.

Sichtlich geschockt kam der EVP am Freitagabend bei leichtem Regen nicht ins Spiel. So durften die 40 mitgereisten ESC-Anhänger erneut jubeln, als der Schiedsrichter den Spielaufbau der Ice Dogs unglücklich unterbrach und den Puck mit dem Schlittschuh an Gomow weiterleitete, der im Zusammenspiel mit Joachim Neupert das 0:2 in der 9. Spielminute markierte.

Als der EVP, nach einer Strafzeit gegen den erneut stark haltenden EVP-Goalie Maximilian Schmidt zwei Minuten in Unterzahl spielte, konterten Michal Plichta und Roman Navarra die Wölfe eiskalt aus und Navarra verkürzte auf 1:2 (13.). Ein Doppelschlag innerhalb von 39 Sekunden durch Sven Adler und erneut Navarra machten die schwachen Anfangsminuten vergessen.

Mit dem Schwung der beiden Treffer zum Ende des ersten Drittels kamen die Ice Dogs auch besser aus der Kabine. Roman Navarra (22.) erzielte nach Vorarbeit von Kapitän Stefan Hagen und Michal Plichta seinen dritten Treffer des Abend. Die Wölfe wiederum gaben zu keiner Sekunde des Spiels nach und verkürzten in der 34. Minute durch Roman Nemecek in Überzahl auf 4:3. Kurz vor Ende des Drittels stellte Patrik Dzemla den alten Abstand mit seinem Tor zum 5:3 wieder her.

Das Schlussdrittel begann mit einer Keilerei. Der Vilshofener Pierre Schmidt provozierte nach einem Angriff der Wölfe vor dem Pegnitzer Tor. Eric Neumann schritt ein und bekam für diese Aktion eine Matchstrafe und wird den Ice Dogs voraussichtlich mehrere Spiele fehlen. Als Marvin Walz kurz danach ebenfalls auf die Strafbank musste, schaffte der ESC bei doppelter Überzahl in der 47. Minute den Anschluss durch Matthias Zillinger. In der Folge blieb der EVP durch weitere Strafzeiten in Unterzahl.

Vier Minuten vor dem Ende tauchte erneut Neupert alleine vor EVP-Goalie Schmidt auf und erzielte den Ausgleich für die Wölfe. Aber Pegnitz zeigte Moral und Patrik Dzemla nutzte einen Abpraller bei Überzahl zum letztendlich doch verdienten 6:5-Endstand.

Ernüchternde, aber passende Worte fand der Sportliche Leiter Jens Braun für das Spiel: "Auch solch Spiele müssen gewonnen werden. Wir waren heute nicht gut und haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Vilshofen hat nie aufgegeben und bis zum Ende dagegen gehalten."

Torfolge: 0:1 (1.) Gomow, 0:2 (9.) Neupert, 1:2 (13.) Navarra/Plichta (4 gegen 5), 2:2 (18.) Adler/Chris Neumann/Frank, 3:2 (19.) Navarra/Dzemla/Plichta), 4:2 (22.) Navarra/Plichta/Hagen, 4:3 (34.) Nemecek (4 gegen 5), 5:3 (40.) Dzemla/Plichta/Navarra, 5:4 (47.) Zillinger (3 gegen 5), 5:5 (56.) Neupert, 6:5 (58.) Dzemla/Navarra (5 gegen 4).

Strafen: Pegnitz 19 Minuten + Matchstrafe gegen Eric Neumann, Vilshofen 14 Minuten.

EV Dingolfing – EV Pegnitz 7:4 (4:0, 2:3, 1:1) - Der EVP hatte sich viel vorgenommen für die Partie am Sonntag gegen einen Mitstreiter um die ersten vier Plätze. Was aber im ersten Drittel dabei herauskam, war nicht nur die schwächste Leistung seit Jahren, Dingolfing zerlegte die Ice Dogs vielmehr regelrecht. Mit einem Doppelschlag in der 5. Spielminute durch Maximilian Ohr in Überzahl sowie Daniel Schikaneder gingen die Isar Rats vor 450 Zuschauern direkt in Führung.

Völlig von der Rolle präsentierte sich die Mannschaft von EVP-Trainer Josef Hefner in der Folgezeit. Beim 3:0 für die Niederbayern bekamen die Ice Dogs die Scheibe mehrmals nicht aus dem Drittel, dem 4:0 ging ein Fehlpass vonSven Adler im eigenen Drittel voraus.

Bei der ersten Überzahl des Spiels konnte Kapitän Stefan Hagen zwar auf 4:1 verkürzen, doch brachte Simbeck nach abseitsverdächtigem Pass von Bilek den EVD mit 5:1 in Front. Pegnitz antwortete nur zwei Minuten später durch Michael Kuhn mit dem 5:2. In der 36. Minute erhöhten die Isar Rats durch Ruhstorfer auf 6:2. Nach schönem Doppelpass mit Kuhn vollendete der ansonsten wieder einmal blass agierende Aleksandrs Kercs zum 6:3.

Mit Beginn des letzten Abschnitts zeigten die Ice Dogs endlich ihr wahres Gesicht. Nach schöner Einzelaktion brachte erneut Kercs den EVP in der 43. Minute zwar noch auf 6:4 ran, aber weitere Tore wollten für Pegnitz nicht fallen, auch wenn Navarra (53.), Frank (55.) und Dzemla (56.) nur knapp oder an EVD-Torhüter Hamberger scheiterten. Das "Empty Net Goal" von David Michel war der Schlusspunkt zum 7:4 für Dingolfing.

"Spiele dauern 60 Minuten. 20 oder 30 Minuten Einsatz reichen in der Landesliga nicht, vor allem gegen einen so starken Gegner wie Dingolfing", zeigte sich Jens Braun nach dem Schlusspfiff bedient.

Torfolge: 1:0 (5.) Ohr, 2:0 Schinakeder (6.), 3:0 (16.) Schander, 4:0 (19.) Barz, 4:1 (25.) Hagen/Plichta/Navarra, 5:1 (30.) Simbeck, 5:2 (32.) Kuhn/Dzemla, 6:2 (36.) Ruhstorfer, 6:3 (37.) Kercs/Kuhn, 6:4 (53.) Kercs, 7:4 (60.) Michel (EN).

jb

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