Donnerstag, 26.11.2020

|

zum Thema

Junge Kandidaten wollen Königsteins Zukunft gestalten

Markus Rippl und Michael Pirner treten bei der Kommunalwahl am 15. März an - 14.02.2020 14:54 Uhr

Das Königsteiner Rathaus übt auch auf Jungpolitiker eine starke Anziehungskraft aus.

13.02.2020 © Claus Volz


Auf der Liste des CSU-Ortsverbands tritt Markus Rippl auf dem vierten Platz an. Der 23-Jährige ist als Industriemeister in einem lokalen Spezialchemiebetrieb tätig. Rippl möchte die Zukunft der Gemeinde mitgestalten und die Wünsche und Bedürfnisse der Jugend in die Kommunalpolitik einbringen.

Markus Rippl (23) tritt für die CSU Königstein an.

13.02.2020 © Foto: privat


Von dieser erwartet sich der CSU-Bewerber vor allem viele neue Einblicke in die Abläufe innerhalb der Kommune. Er freue sich bereits darauf, seine Ideen in aktuellen und zukünftigen Themen einzubringen.

Für die Freien Wähler tritt der 26-jährige Konstrukteur Michael Pirner an. "Mir liegen mein Heimartort und meine Heimatgemeinde sehr am Herzen", sagt Pirner zu seinen Beweggründen für die Kandidatur.

Michael Pirner will für die Freien Wähler in den Rat.

13.02.2020 © Foto: privat


Pirner möchte, dass die Gemeinde Königstein für die Zukunft gewappnet ist und für alle Mitbürger noch attraktiver gestaltet wird. Pirner war Mitglied des Jugendmarktrates und zwei Jahre als Jugendbürgermeister engagiert. Viele Projekte konnten in dieser Zeit umgesetzt und vorangetrieben werden. "Dies will ich nun im Gemeinderat auf kommunaler Ebene fortsetzen." Er erwarte sich eine transparente und ehrliche Kommunalpolitik, die alle Gemeindeteile und alle Altersschichten einbezieht.

Als Beispiele dafür nennt Pirner die Offenlegung aller Daten der Marktwerke sowie Wohnungen für Jugendliche und junge Erwachsene einerseits und betreutes Wohnen für Senioren auf der anderen Seite. Michael Pirner ist seit längerem – spätestens seit der Zeit im Jugendmarktrat – politisch interessiert. Sein politisches Vorbild sei Mahatma Gandhi, der durch einen gewaltlosen Kampf ein scheinbar aussichtsloses Ziel erreicht habe.

CSU-Bewerber Markus Rippl hat kein politisches Vorbild. Auch er schnupperte über den Jugendmarktrat in die Kommunalpolitik hinein und hat seit gut fünf Jahren großes Interesse an der Politik. Den Anfang habe der Eintritt in den Jugendmarktrat vor knapp sieben Jahren gemacht. Nach und nach übernahm Rippl dort auch erste Ämter. "Damit stieg langsam das Interesse an der Mitgestaltung innerhalb der Gemeinde."

Der Wunsch, sich auch in der "großen" Politik einzubringen, kam vor gut zwei Jahren nach der Wahl zum Jugendbürgermeister der Gemeinde Königstein.

"Stets ein offenes Ohr"

Der aus Lunkenreuth stammende Markus Rippl pflegt Kontakte zu allen Altersgruppen und sagt als jüngster Bewerber zu, stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche der Jugend zu haben. Mit 23 Jahren liegen ihm die Themen der jungen Leute besonders am Herzen. Wenn er gewählt wird, möchte er sich für eine baldige Erschließung des Baugebiets am Weihergarten einsetzen, um jungen Menschen und Familien ein Zuhause in Königstein bieten zu können. Das Freizeitangebot für die Jugend müsse weiter ausgebaut und verbessert werden.

Eine zukunftsweisende Umgestaltung des Jugendmarktrats, der einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen hat, ist Rippl ein wichtiges Anliegen. "Aber auch ganz andere Aspekte wie die Ausstattung und Infrastruktur der örtlichen Feuerwehr oder die Krisensicherheit kommunaler Einrichtungen sind Themen, die vorangetrieben werden müssen", betont der 23-Jährige.

Michael Pirner (26) sieht sich nicht speziell als Kandidat der Jugendlichen. Da er aufgrund seines Alters und seines sozialen Engagements einen guten Bezug zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen habe, werde er jedoch seine Schwerpunkte in der Arbeit im Gemeinderat auf die Jugend und jungen Erwachsenen legen.

Jugendtreff in der Stadelreihe?

Auch Pirner hat sich bereits Gedanken gemacht, welche Projekte er kommunalpolitisch angehen möchte: Die Sanierung der Stadelreihe ist bereits beschlossen. Der FW-Bewerber würde dort gerne eine Art Jugendtreff integrieren, "da es in der Gemeinde wenig bis gar keine öffentlichen Treffpunkte für Jugendliche gibt". Des Weiteren würde er den Ausbau eines sanften Tourismus auch auf interkommunaler Ebene weiterentwickeln, um dabei gleichzeitig auch die Freizeitmöglichkeiten für die Gemeindemitglieder zu erhöhen.

Die beiden jüngsten Kandidaten von CSU und FW sind "heiß auf Kommunalpolitik" und würden sich freuen, den Einzug in den Marktrat zu schaffen.

BRIGITTE GRÜNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Königstein