Mittwoch, 21.04.2021

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Kälbchen tot aufgefunden: War es der Wolf?

Landwirt fand frisch geborenes Tier mit deutlichen Rissspuren im oberen Pegnitztal - 16.02.2021 22:55 Uhr

Wolf

28.02.2019 © Monika Skolimowska/ZB/dpa


Der betroffene Landwirt fand am Sonntagmorgen das erst in der Nacht zuvor auf der Weide geborene Kälbchen tot und mit deutlichen Rissspuren versehen etwa 50 Meter von der Ortschaft entfernt. Er verständigte den Revierleiter und Wolfsbeauftragten Sebastian Bäumler vom Forsthaus Hufeisen in Pegnitz, der DNA-Proben von dem verendeten Kälbchen entnahm.

Der Tierkadaver selbst werde von einem Veterinär seziert und die DNA-Proben bei Verdacht auf einen Wolfsriss im Labor untersucht, beschreibt Bäumler das Prozedere. In etwa einer Woche könnte das Ergebnis dann vorliegen.

Politik in der Pflicht

Sollte es tatsächlich ein Wolf gewesen sein, der das Kälbchen gerissen hat, sieht der Landwirt, der aus Angst vor seiner Ansicht nach militanten Wolfsschützern nicht namentlich genannt werden will, die Politik in der Pflicht. Nein, er sei kein Wolfsgegner, betont der Bauer. Der Wolf habe durchaus seine Berechtigung. Wenn er allerdings seinen natürlichen Lebensraum verlasse und in die Dörfer käme, müsse er bejagt werden dürfen.

Erst im Januar beobachteten Bürger, wie ein Wolf am helllichten Tag durch Höfen streifte. Auch in Mosenberg und in Horlach soll das bereits vorgekommen sein. Die Stimmung in der Bevölkerung sei durch die Tagessichtungen schon angespannter als vorher, meint Bäumler, dessen Revier Teile des Veldensteiner Forsts umfasst. Dort lebt seit längerem ein Wolfsrudel. Das aber sei bislang noch nicht durch einen Nutztierriss aufgefallen.

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