10°

Montag, 01.06.2020

|

Kirchahorn: Containerlösung für Kinderkrippe

Der Standort ist auf dem Gelände des Schulsportplatzes und auf zwei Jahre begrenzt. - 27.03.2020 13:55 Uhr

Auf einem Teil des Sportplatzgeländes hinter dem Kindergarten soll bis September — vorerst als Containerlösung — eine Krippe entstehen, so Bürgermeister Florian Questel. © Foto: Ralf Münch


Das Thema ist schon seit Jahren im Gespräch, passiert war bislang noch nichts. Doch jetzt ist gegen Ende vergangenen Jahres der Bedarf an Betreuungsplätzen für die Kleinsten drastisch angestiegen. "Wir mussten was machen, jetzt", sagt Bürgermeister Florian Questel (Grüne). Und so soll bis September eine Krippe entstehen. Erstmal in Containern, aber das auf zwei Jahre begrenzt, bis dahin soll die neue Krippe gebaut sein.

Ursprünglich war angedacht, hinter dem Rathaus, das gegenüber dem jetzigen auch neu gebaut werden soll, ein Krippengebäude zu errichten. Man wollte die beiden Gebäude heizungsmäßig verbinden. Aber nach längeren Planungen wurde jetzt entschieden, die Container auf einem Teil des Schulsportplatzes, hinter dem Kindergarten, aufzustellen. "Da wir wegen der Corona-Krise momentan keine Sitzung halten können, habe ich die Gemeinderäte per Mail informiert, sie haben alle zugestimmt und ein Beschluss wird so bald wie möglich nachgeholt", so der Bürgermeister. Aber wenn man noch länger warte, würde das Ganze bis September nicht mehr klappen.

Träger der Krippe ist der ASB Regionalverband Jura. "Die katholische Kirche, Träger des Kindergartens, könnte das nicht mehr stemmen", sagt Questel. Die Krippe bietet eine Gruppe für zwölf Kinder im Alter von sechs bis 36 Monaten. Sollte der Bedarf höher sein, könne kurzfristig eine zweite Gruppe installiert werden.

"Wir sind mit entsprechenden Firmen für die Container schon im Gespräch", sagt Questel. Die Angebote gingen aber weit auseinander, weshalb er noch nicht sagen könne, welche Kosten letztendlich auf die Gemeinde zukommen. Auch Fördermöglichkeiten müssten erst noch geklärt werden. Von der Auftragsvergabe bis zum Stellen der Container würden nur rund sechs Wochen vergehen, sagt der Bürgermeister.

Die Öffnungszeiten der Krippe würden sich nach dem Bedarf der Eltern orientieren. Dazu gibt es auf der kommunalen Homepage einen Fragebogen, der heruntergeladen werden kann. Questel rechnet damit, dass sich auch Familien aus den umliegenden Kommunen melden. Aber erst einmal sei die Einrichtung natürlich für die Ahorntaler Kinder da. Das Gelände auf dem Schulsportplatz sei ideal, weil hier der Untergrund sehr trocken sei, außerdem wurde vor ein paar Jahren eine Drainage verlegt. Der Container hat einen Gruppen- und einen Schlafraum, einen Wartebereich für die Eltern, einen Umkleideraum, einen Abstellraum für Kinderwagen, ein Büro, einen Technikraum mit Lager, einen Personalraum sowie eine Personal- und eine Kindertoilette.

Während der zweijährigen Containerlösung soll hinter dem Schulgebäude die neue Krippe gebaut werden, sagt Questel. Gleich mit einer Küche, von der aus dann auch die Schulkindbetreuung mit versorgt werden könne. Und auch neue Arbeitsplätze bringt die Krippe mit sich: Eine Leitung sowie zwei bis drei Erzieher und Kinderpflegekräfte pro Gruppe — sollte es mehrere geben. Es hätten sich für die Stellen auch schon Interessierte — vorwiegend aus dem Ort — bei ihm gemeldet.

"Klar, der SV Kirchahorn ist nicht glücklich, dass er einen Teil des Sportplatzes nicht mehr nutzen kann", sagt Questel, "aber das ist ja zeitlich begrenzt." Und schließlich seien die Krippenkinder ja auch die Vereinsmitglieder von morgen.

InfoDer Fragebogen zum Bedarf an Krippenplätzen ist unter https://ahorntal.de einsehbar.

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Kirchahorn