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Kirchahorn: Übergangslösung für Hort

Die bestehende Container-Krippe soll um zwei weitere Container ergänzt werden - 13.03.2021 10:55 Uhr

An die bestehende Übergangs-Container-Krippe kommen noch zwei weitere Container für den Übergangs-Container-Hort dazu. Das neue Konzept wurde vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet.

12.03.2021 © Foto: Julian Seiferth


Bisher fand die Hortbetreuung im katholischen Kindergarten Kirchahorn stand, ließ Zweiter Bürgermeister Johannes Knauer (CWU) noch einmal Revue passieren. "Aus Personal- und Platzkapazitätsgründen ist das ab dem kommenden Schuljahr aber nicht mehr möglich", sagte er.

Rechtsanspruch kommt

Im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung ab 2025 wolle die Gemeinde Ahorntal in Zusammenarbeit mit dem ASB-Jura schon jetzt Entsprechendes anbieten, alternativ zu einer Ganztagsschule.

Das Konzept, welches der Gemeinderat einstimmig absegnete, sieht vor, die bestehende Container-Krippe um zwei weitere Container zu erweitern. Diese war bereits im Hinblick auf die Erweiterung um eine Gruppe errichtet worden, erläuterte Geschäftsstellenleiter René Adelhardt. "Die funktionalen Räume werden dann von Hort- und Krippenkindern gemeinsam genutzt", sagte er.

In den zwei weiteren Containern werden die Sanitärräume für das Personal sowie der Lagerraum untergebracht. Das Mittagessen könnte in dem Container ausgeteilt werden, in dem bereits eine Küche besteht. "Die Hausaufgabenbetreuung wird in zwei Klassenzimmern stattfinden und die Kommune stellt Spinde zur Verfügung", so Adelhardt weiter. Damit könne auch die Ahorntaler Blasmusik ihren Probenraum im Untergeschoss behalten.

Das Konzept sei mit dem Jugendamt so abgesprochen und für gut befunden worden. Um nun von der Regierung eine Förderung bei den anfallenden Mietkosten zu erhalten, sei ein Gemeinderatsbeschluss auf Bedarfsanerkennung erforderlich. So wurde der Bedarf für aktuell 16 Neuanmeldungen in der Krippe und damit zwei Gruppen – je zwölf Kinder – anerkannt. Bei der Schulkindbetreuung wurde ein Bedarf von gegenwärtig 33 Plätzen anerkannt.

Davon gehen zehn Kinder in den Kindergarten – was aus Kapazitätsgründen möglich sei – sowie 23 Kinder in den Hort. Es wurden zwei Gruppen mit jeweils 25 Plätzen beschlossen. "Vor zwei Monaten ging es noch nicht, dass die Hausaufgaben in der Schule gemacht werden und jetzt auf einmal doch?", wunderte sich Daniel Hofmann (FWA). Und auch Sebastian Knauer (CWU) meinte: "Wir sind schon froh, dass das möglich ist, aber müssen schon hinterfragen, warum das auf einmal geht?" Es sei möglich, da die Schulkinder nur maximal eine Stunde mitlaufen würden, erklärte Adelhardt.

Stefanie Stadter, Leiterin der bisherigen Krippe, stellte die Rahmenbedingungen der Hortbetreuung vor. Sie sieht eine Mindestbuchungszeit von zehn Stunden wöchentlich vor, bei der Ferienbetreuung beträgt diese jährlich 15 Tage. Peter Thiem (FBA) fragte nach, ob diese Grenze gewählt wurde, um zu verhindern, dass ein Betriebskostendefizit übrigbleibt? Das bestätigte Jura-Geschäftsführer Andreas Brunner. "Es richtet sich immer nach der Auslastung, ob ein Betrieb defizitär läuft", erklärte er.

Neue Jobs

Auch neue Arbeitsplätze entstehen durch die Schulkindbetreuung, bestätigten Brunner und Jura-Fachbereichsleitung Kerstin Wagner auf Nachfrage. So werde sich die Zahl von gegenwärtig einer Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen in der Krippe auf insgesamt neun bis zehn pädagogische Mitarbeiter erhöhen. Dies richte sich nach dem Bedarf und ob die Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit tätig seien.

Keine Diskussionen gab es abschließend mehr bei dem Beschluss, dass der ASB-Jura die Trägerschaft für die Hortbetreuung – sowie für die Krippe – übernimmt.

Keine Befristung

Brunner bestätigte auf Nachfrage des Poppendorfer Ortssprechers Ulrich Grüner, dass die Trägerschaft nicht befristet sei. Diese werde auch gelten, wenn die Schulkindbetreuung im Hortneubau untergebracht ist.

Zweiter Bürgermeister Johannes Knauer (CWU) verlas zu Beginn der außerordentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend ein Grußwort von Erstem Bürgermeister Florian Questel (Grüne), der sich zur Zeit in häuslicher Quarantäne befindet.

Die Schulkindbetreuung sei ihm eine Herzensangelegenheit, heißt es da. "Nur wenn wir einen gemeinsamen Konsens finden, wird es auch eine gemeinsame Lösung geben", so Questel. Erleichtert sei er, dass auch die Blasmusik Ahorntal ihren Probenraum in der Schule behalten könne.

FRAUKE ENGELBRECHT

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