Samstag, 28.11.2020

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Kirchenbirkig: Jugendliche kümmern sich seit zwei Jahren um Vorzeigeprojekt

"Demokratie leben": Jugendliche pflegen ihre Aktion auch zwei Jahre später - 28.10.2020 17:33 Uhr

Sie greifen gemeinsam zum Werkzeug: Florian Distler (von links), Lukas Heim und Sophia Grembler brachten das Blumenbeet wieder auf Vordermann, das in einer gemeinsamen Aktion vor einiger Zeit in Kirchenbirkig angelegt worden ist.

28.10.2020 © Foto: Rosi Thiem


"Wer hat Zeit?", so heißt es immer im Frühjahr und im Herbst in der Whatsapp-Gruppe "Blumenbeet." Auch in diesen Tagen versammelten sich einige Jugendliche, um "ihr" Beet zu pflegen. "Manchmal kommen wir auch öfter, je nachdem was wächst", verriet Lukas Heim aus Trägweis, einer der Aktiven.

Er und seine Freunde nahmen vor zwei Jahren an dem von der Jugendbeauftragten Maria Dreßel angeleierten Projekt "Demokratie Leben" teil. Emsig übernahmen sie 2018 in Kirchenbirkig die Planung und Gestaltung eines Blumenbeetes im Bereich der ehemaligen Raiffeisenkasse.

Hier wurde damals aus einem verwilderten Grundstück ein Vorzeigeprojekt geschaffen. Auf Findlingen verewigten sich die ansässigen Vereine und die Zwischenräume wurden von den Jugendlichen mit Pflanzen und Sträuchern bestückt. Dafür bekamen sie zwischenzeitlich viel Lob. "Mir war es auch ganz wichtig", so Maria Dreßel, "dass die Patenschaft von den Jugendlichen übernommen wurde, da eine Patenschaft auch Fürsorgepflicht bedeutet." Flink harkten die jungen Leute Unkräuter und Astern wurden vom abfallenden Laub befreit.

Florian Distler, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert, meinte: "Wenn die Oma vorbeigeht, langt sie auch mal rein, um Unkraut zu zupfen. Sie ist unsere Beraterin", schmunzelte er. Oft werden sie auch von vorbeigehenden Wanderern und Urlaubern gelobt. Lukas Heim, der gerade ein Duales Studium in Maschinenbau bei KSB macht, ist gerne dabei. "Wenn es heiß wird, gießen wir auch mal."

Den Jugendlichen "Wurzeln in der Heimat geben"

Und wenn sie vorbeikommen, so Lukas, dann wird immer mal geschaut, was ist gerade los in diesem Beet? "Es war auch schön, dass Maria mit diesem Projekt auf uns zugekommen ist", empfand Sophia Grembler aus Regenthal. Die 17-Jährige durchläuft eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der IHK. "Die Aktion ist ein schönes Ergebnis geworden. Unsere Eltern haben uns auch schon gelobt. Diese arbeiten ja selbst gerne im Garten. Eine ganze Clique hat in diesem Projekt mitgemacht und jeder der Zeit hat, macht immer wieder mal etwas."

Für Stadträtin Maria Dreßel war die Aktion eine Runde Sache. "Wir müssen den Jugendlichen Wurzeln in der Heimat geben und ihnen auch in den Dörfern etwas machen lassen. Aus der Idee von 2018 wurde ein Erfolg. Diese Aktionen gehen nur auf dem Land in den Dörfern. In der Stadt könnte ich mir diese Sache nicht vorstellen."

ROSI THIEM

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