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Samstag, 15.05.2021

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Kita-Plätze nur im Kinderhaus: Keine Erweiterung des Troschenreuther Kindergartens

Der Pegnitzer Stadtrat lehnt eine Erweiterung aus Geldmangel ab - 16.04.2021 08:55 Uhr

Gehörig ins Geld geht das künftig das Eislaufvergnügen in Pegnitz. Für das Eisstadion stehen in den nächsten drei bis fünf Jahren Sanierungskosten von rund 600 000 Euro an. Dafür fehlt das Geld, weshalb ein Investor gesucht wird.

15.04.2021 © Foto: Ralf Münch


Verschiedene Prüffelder hat sich der Ältestenausschuss dazu auf die Agenda gesetzt. Ein paar Änderungen kamen, die jetzt dem Stadtrat in seiner jetzigen Sitzung vorgelegt wurden. "Wir haben dabei darauf geachtet, dass nur unumgängliche Pflichtaufgaben umgesetzt werden", so Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (PEG). Freiwillige Aufgaben wurden auf das notwendige Maß reduziert.

Stabilisierungshilfe: Im August diesen Jahres können mit Hilfe der Stabilisierungshilfe zwei Darlehen für insgesamt rund 1,94 Millionen Euro abgelöst werden.

Infozentrum Rathaus: Hier sollte die Rechnungsabwicklung wirtschaftlicher gestaltet werden. Was aber auf heuer verschoben werden musste, da im Rahmen des Corona-Schutzes Homeoffice-Arbeitsplätze eingerichtet wurden.

Neue Satzung nötig

Feuerwehren: Zur beschlossenen Anschaffung eines Abrollbehälters für technische Hilfsleistungen soll es auch einen Abrollbehälter "Wasser" geben. Dadurch könne die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs vermieden werden, heißt es in dem vorgelegten Entwurf. Auch die Feuerwehrsatzung soll überarbeitet werden, so dass eine Standardisierung der Beschaffungen von Ausrüstungsgegenständen geschaffen wird, was zu Einsparungen führt.

Kinderbetreuung: Um rund eine halbe Million Euro zu sparen, gibt es unter anderem beim Kindergarten Troschenreuth keinen Erweiterungsbau. Die nötigen Plätze werden in das in Pegnitz geplante Haus für Kinder integriert (wir berichteten). Etwa 30 000 Euro können jährlich gespart werden, indem im Alten Schloss die Pflichtaufgabe der Kinderbetreuung vorübergehend untergebracht wird. Im Bereich Spielplätze werden nur dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, um eine Schließung zu vermeiden.

Geh- und Radweg nach Hainbronn: Es kommen neuartige Solarleuchten zum Einsatz, um die Verlegung von Leerrohren zu vermeiden. Vergangenes Jahr konnten damit 30 000 Euro eingespart werden.

Wiesweiherpark: Bei der Regierung von Oberfranken wurde ein Zuwendungsantrag für die Maßnahme "Attraktivitätssteigerung" gestellt. Eine Förderung von 80 Prozent ist möglich. Dadurch kann der Eigenanteil der Stadt gesenkt werden.

Bahnhof: Auf die Sanierung des Gebäudes wurde verzichtet, was zu Einsparungen von rund 70 000 Euro führt. Das Gebäude wurde verkauft und bringt 20 000 Euro ein.

Grundverkauf: Im Rahmen der Ansiedlung von Gewerbebetrieben wurde unter anderem in Pegnitz-West eine größere Fläche für 1,7 Millionen Euro verkauft. Im Baugebiet Horlach/Rainäcker wird durch den Verkauf von Bauparzellen mit 1,66 Millionen Euro gerechnet.

Eisstadion: Es stehen in den nächsten drei bis fünf Jahren Sanierungskosten in Höhe von 600 000 Euro an. Deshalb hatte der Stadtrat vergangenes Jahr Planungen für einen Neubau beschlossen. Einen Neubau kann die Stadt als freiwillige Leistung aber nicht tragen, deshalb soll das Projekt privat realisiert werden. Es soll geprüft werden, ob sich die Stadt möglicherweise in eine privat betriebene Eishalle einmieten darf.

Cabriosol: Corona-bedingt musste das Freizeitbad nach einer kurzen Öffnung Ende vergangenen Jahres wieder schließen. Um noch ausstehende Sanierungsarbeiten während der Schließzeit auszuführen, ist eine Öffnung vor Juni nicht geplant – sofern möglich. Die Sauna soll erst zum Herbst geöffnet werden, da der Betrieb dann wirtschaftlicher ist.

Sport- und Vereinsförderung: Es wird zurzeit ein Vorschlag zur Abrechnung der Sporthallen erarbeitet. Dieser wird dem Stadtrat zeitnah vorgelegt.

Auch die Pflichtaufgaben werden bei den Einsparmöglichkeiten berücksichtigt. So ist der Verwaltungsablauf neu strukturiert worden. "Dadurch konnte das Defizit in der Abrechnung von Feuerwehreinsätzen beseitigt werden", so Nierhoff. Seit 2019 wurden so Einnahmen von 221 000 Euro erzielt. Künftig wird mit Einnahmen von jährlich bis zu 50 000 Euro gerechnet.

Neu kalkuliert werden momentan auch die Gebühren für die Übernahme des Standesamtes Creußen, um die Personalkosten besser decken zu können. Eine Anhebung von ursprünglich zwei auf dann 3,50 Euro ist geplant. "Das bringt Einnahmen von etwa 11 500 Euro im Jahr", sagte Nierhoff.

FRAUKE ENGELBRECHT

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