Samstag, 23.01.2021

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Kitas in der Region bieten Notbetreuung an

Bei den meisten ist das Personal voll im Einsatz - 11.01.2021 16:58 Uhr

Der evangelisch-lutherische Kindergarten Zum guten Hirten in Pegnitz ist einer von vielen Kitas in der Region, die eine Notbetreuung anbieten.

11.01.2021 © Foto: Archiv/Ralf Münch


"Wir haben seit gestern Notbetreuung", sagt Irene Biersack, stellvertretende Leiterin des evangelisch-lutherischen Kindergartens Zum guten Hirten in Pegnitz. Bei Bedarf könnten Eltern ihre Kinder zu den regulären Öffnungszeiten in die Einrichtung bringen. Hierfür müssten sich diese natürlich vorher anmelden. Am Montag seien schon einige Kinder da gewesen: "Manche Eltern haben sich schon gleich letzte Woche Donnerstag oder Freitag bei uns gemeldet und für diese Woche nachgefragt."

Biersack geht aber davon aus, dass die Kinderzahl in nächster Zeit steigen wird. "Täglich kommen neue Anfragen." Die Betreuung finde dann unter den vorgeschrieben Hygienemaßnahmen statt. Daher seien die Kinder auch in festen Gruppen untergebracht. Ausnahmen würden lediglich die Randzeiten darstellen. Hier würden die Kinder für ein kurzes Zeitfenster Gruppenübergreifend betreut. "Das wird dann auch dokumentiert", erklärt Biersack. Um die Kinder ideal betreuen zu können, befinde sich aktuell auch das gesamte Personal im Haus.

Auch der katholische Kinderhort Don Bosco in Pegnitz bietet eine Notbetreuung an. Diese würde aber unter den Vorgaben des Verbands der katholischen Kindertagesstätten stattfinden: "Kinder sollen nur kommen, wo die häusliche Betreuung nicht gesichert sei. Kinder von Alleinerziehenden oder von systemrelevant Arbeitenden", erklärt Leiterin Elisabeth Lux. Zudem sei ihre Einrichtung ausschließlich für Schulkinder, betont Lux. Diese könnten dann nach der Schule zu ihnen kommen. Die Mitarbeiter würden sich momentan alle ganz normal in der Einrichtung befinden und sich die Arbeit gut einteilen. Für die Eltern findet Lux lobende Worte: "Die sind immer verständnisvoll. Auch weil sie aktuell die Einrichtung nicht betreten dürfen."

Noch sehr wenig werde diese Woche die Notbetreuung des katholischen Kindergartens und der Kinderkrippe St. Martin in Troschenreuth genutzt, sagt Leiterin Alexandra Pracht. "Von den Krippenkindern haben wir heute die Hälfte hier. Im Kindergarten sind von 26 Kindern fünf anwesend." Ob es nächste Woche mehr sein werden, könne sie nicht sagen. "Ich glaube aber, dass die Anzahl der Kinder stabil bleibt." Auch in Troschenreuth werde, wenn es möglich ist, viel mit den Kindern an die frische Luft gegangen. Das Personal sei bei ihnen situationsbedingt immer nur zur Hälfte anwesend. "Wir planen da von Woche zu Woche und schauen, wer kann und wer von zu Hause aus arbeitet," erklärt Pracht.

Vermehrter Bedarf

Die Notbetreuung der städtischen Kindertagesstätte Pfiffikus in Auerbach findet schon seit letzter Woche statt. Diese finde unter den entsprechenden Maßnahmen des Bayerischen Staatsministeriums statt, erklärt Leiterin Anke Griesbeck. "Bereits nach Weihnachten haben wir bei uns einen vermehrten Bedarf der Notbetreuung festgestellt. Vor Weihnachten war dieser noch nicht so hoch." Die Gruppen im Kindergarten seien alle ganz normal geöffnet, weswegen auch das Personal vollständig anwesend sei. "Die Kinder werden hier in den jeweiligen Gruppen beschäftigt. Wir versuchen ihnen einen möglichst normalen Tagesablauf zu bieten", erklärt Giesbeck.

Seit Montag bietet auch die ASB-Kita Rasselbande in Pottenstein eine Notbetreuung an. "Wir haben abgefragt, welche Eltern die Notbetreuung brauchen. Es sind auch einige Kinder da. Vor allem von jenen Eltern, bei denen es nicht anders geht", erklärt die stellvertretende Leiterin Luisa Schlöger die Situation. Schlöger könne sich aber vorstellen, dass im Januar noch das ein oder andere Kind dazustoßen könnte. Die Betreuung finde auch hier unter strenger Einhaltung des Hygieneschutzkonzeptes statt.

Da sich der Kindergarten in der Schule befindet, müssten Kinder über sechs Jahren zumindest auf dem Gelände einen Mund-Nasenschutz tragen. Im Bereich des Kindergartens sei dies aber nicht der Fall. Die Mitarbeiter tragen hingegen auch hier eine Maske. Diese seien aktuell auch fast alle anwesend. Damit die Abstände aber eingehalten werden können, werde versucht, alle gut zu verteilen: "Wir wollen nicht, dass die Mitarbeiter auf einen Haufen mit den Kindern in einem Zimmer sitzen."

Komplett anwesend

In Betzenstein wird seit vergangener Woche eine Notbetreuung angeboten. Die hätten aber da noch keine Kinder in Anspruch genommen. "Erst am Montag hatten wir vier Kinder hier. Es werden aber im Laufe der Woche fünf," sagt die Leiterin des Kindergartens Riegelstein, Gabi Neupert. Sie rechnet aber damit, das mit zunehmender Dauer des Lockdowns auch die Anzahl der Kinder zunimmt: "Beim letzten Mal ist die Zahl auch leicht gestiegen." Das Personal sei auch hier komplett anwesend. "Vergangene Woche, als kein Kind da war, waren wir auch hier", sagt Neupert. Hier hätten sie eine Aktion für die Kinder vorbereitet.

"Um Kontakt zu den Kindern zu halten, packen wir kleine Päckchen. Die sind gefüllt mit Bastelanleitungen und Spielen", erklärt sie die Aktion. Das würde dann zu den Eltern gefahren und in den Briefkasten geworfen. So sollen die Kinder jede Woche etwas vom Kindergarten hören.

FLORIAN ZEILMANN

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