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Sonntag, 20.10.2019

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"Kleines Hefterl wurde immer dicker"

Der Auerbacher Heimatforscher Rudolf Weber schrieb eine Chronik über das Kloster Michelfeld, in sieben Kapitel unterteilt. - 31.08.2019 17:11 Uhr

Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß (li.) und der Heimatforscher und Historiker Rudolf Weber (re.) präsentierten die Chronik „900 Jahre Kloster Michelfeld“. © Foto: Klaus Trenz


"Rudolf Weber hat ein herausragendes heimatgeschichtliches Werk geschaffen", meint der Auerbacher Bürgermeister Joachim Neuß. Am Donnerstag wurde das reich bebilderte und durchdacht gestaltete Buch in der Gaststätte Schindler in Michelfeld vorgestellt.

Die Stadt Auerbach hat nun eine 267 Seiten umfassende Chronik über das Kloster Michelfeld herausgegeben. Autor ist Historiker und Heimatforscher Rudolf Weber. © Foto: Klaus Trenz


Neuß erzählte den interessierten Gästen, wie es zu der Chronik gekommen ist: Vor mehr als eineinhalb Jahren habe der Arbeitskreis zu den Jubiläumsfeierlichkeiten bei einer Sitzung beschlossen, eine Chronik herauszugeben.

Man habe Rudolf Weber gefragt, ob er sich vorstellen könne, ein derartiges Werk zu verfassen. "Wir hatten an ein Hefterl gedacht, mit so um die 50 Seiten", so Neuß. Weber habe zwar zugesagt, sich als Autor zu betätigen, aber bereits in der nächsten Sitzung angekündigt: "Das werden aber schon 200 Seiten". Bereits kurze Zeit später habe er Neuß darüber informiert, dass er schon bei 200 Seiten angelangt sei.

Am Ende sind es fast 300 geworden. "Weber vollführt eine Zeitreise aus der Vergangenheit nach heute", so Neuß: "Aus meiner Sicht ist lückenlos dargestellt, wie sich das Kloster Michelfeld entwickelt hat – diese Leistung kann man nicht entlohnen."

Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt und beginnt mit der Schilderung der Verhältnisse und der Besiedelung der Region vor der Klostergründung 1119. Weber geht auch explizit auf die Errichtung von Bistümern in Bayern ein.

Porträt des Klostergründers

Es folgt im nächsten Kapitel ein ausführliches Porträt des Klostergründers Bischof Otto I. von Bamberg und gleich danach die Gründung des Klosters Michelfeld und seine Anfänge im 12. Jahrhundert. Fehlen darf dabei natürlich nicht die Verlegung des Markts von Michelfeld nach Auerbach im Jahre 1144.

Das Kloster durchlebte auch schwere Zeiten, die in den folgenden Kapiteln geschildert werden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte es eine neue Blüte im 17. Jahrhundert. 1803 folgte das Ende des Benediktinerklosters. Knapp über 80 Jahre später beginnt mit Regens Wagner eine neue Ära, die bis heute andauert. So endet das letzte Kapitel des Buchs auch erst im Hier und Jetzt – im Jahr 2019.

"Mittendrin im Thema"

Verleger Eckhard Bodner aus Pressath würdigte ebenso die Leistung des Autors: "Das ist ein Ergebnis lebenslanger Beschäftigung". Weber sei "mittendrin im Thema" und führe den Leser behutsam an die Themen heran.

Weber selbst hielt keine Vorrede, sondern stieg umgehend in seinen Vortrag ein.

InfoDas Buch "900 Jahre Kloster Michelfeld" kostet 29,90 Euro und ist erhältlich im Einwohnermeldeamt Auerbach, bei Lindner-Höhn in Michelfeld, bei Schreibwaren Heindl in Auerbach und im Regens-Wagner-Hofladen.

KLAUS TRENZ

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