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Kletterfestival findet in zweijährigem Turnus statt

Acht FrankenPfalzgemeinden verständigen sich bei Klausurtagung auf Austragungsort — Grundstock von 15 000 Euro - 17.03.2015 23:43 Uhr

Ein Sportler hangelt sich beim Kletterfestival — hier im Betzensteiner Freibad — übers Wasser. Die Outdoorveranstaltung fand zuletzt im Jahr 2012 statt.

© Foto: NN-Archiv


Jede Gemeinde werde einen Sockelbetrag von 500 Euro entrichten. Dazu kommen 50 Cent pro Einwohner. „Insgesamt werden wir dann einen Grundstock von circa 15 000 Euro zur Verfügung haben“, berichtete Escher den Gemeinderäten und den anwesenden Zuhörern weiter. Bei größeren Investitionen oder Vorhaben werden die jeweiligen Stadt- oder Gemeindegremien über weitere Gelder für die Kooperation in der FrankenPfalz (FP) beraten müssen, erklärte der Neuhauser Bürgermeister Josef Springer am Dienstagmittag auf Nachfrage der Nordbayerischen Nachrichten.

Outdoortag ungewiss

Das Kletterfestival soll im Mai 2016 in Königstein veranstaltet werden. Zeitgleich soll in Auerbach der Bouldercup steigen. „Dieser wird immer in Auerbach stattfinden. Das Kletterfestival an sich wird aber alle zwei Jahre an einem anderen Ort ausgetragen werden“, so Springer weiter. Ob es 2016 auch wieder einen Outdoortag geben wird, ist noch nicht sicher. Momentan sei das Landratsamt Nürnberger Land dabei, zu prüfen, ob dies überhaupt geleistet werden könne.

Die nächste Messe der acht Kommunen — dazu gehören Neuhaus, Hartenstein und Velden (Mittelfranken), Auerbach, Königstein und Hirschbach (Oberpfalz) sowie die oberfränkischen Gemeinden Plech und Betzenstein — könnte 2018 wieder in Plech über die Bühne gehen. Deshalb forderte Escher seine Ratsmitglieder auf, sich bereits jetzt Gedanken zur Umsetzung zu machen, wofür er die Zustimmung seiner Kollegen bekam.

„Die Messe wird auf alle Fälle in bewährter Form beibehalten“, bestätigte Josef Springer, der sich — im Gegensatz zu seinem Kollegen und FP-Sprecher Hans Koch — Zeit für ein kurzes Telefonat mit der Redaktion nahm.

Zukunft der Kooperation

Bei der Klausurtagung seien nicht nur vergangene Projekte besprochen und analysiert worden, sondern es ging vor allem auch um die Zukunft der Kooperation: So soll ein gemeinsames Leerstandskataster entstehen, mit dem schon vorab Problemen mit leer werdenden Häusern entgegengewirkt werden soll. „Wir werden uns beispielsweise die Frage stellen, welche Gebäude — vor allem in unseren Innenstädten — aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren unbewohnt sein werden“, führte Springer weiter an.

Ferner könne durch ein EDV-Programm die Altersstruktur in gewissen Ortsbereichen errechnet werden. Doch vor allem sollen der Tourismus und die Kletteroffensive gestärkt werden: Beispielsweise wollen die FrankenPfälzer die Infrastruktur für die Kletterer weiter ausbauen. Außerdem sollen rund 20 Toilettenhäuschen an einzelnen Felsen aufgestellt werden. Von der ursprünglichen Idee, selbst welche aus Holz zu bauen, seien die Bürgermeister und ihre Verbündeten bei der Klausurtagung wieder abgekommen. Stattdessen sollen abhol- und entleerbare Häuschen aufgestellt werden, die farblich und gestalterisch gut in die Landschaft passen.

Zusätzlich wollen die Mitglieder der FP-Gemeinschaft die bereits vorhandenen Zeltplätze im gesamten Gebiet vergrößern.

Insgesamt zeigte sich Josef Springer zufrieden mit dem Verlauf der Klausurtagung in Bernheck. Er fand es konstruktiv, dass erstmals neben allen Bürgermeistern auch die Fraktionssprecher aller Kommunen anwesend waren, um sich auszutauschen und zu beraten. „Es gibt Themen, die sich nur in kommunaler Zusammenarbeit lösen lassen“, sagte er abschließend.

KERSTIN GOETZKE

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