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Kompletter EVP-Vorstand steht nicht mehr zur Verfügung

Vize Klaus Polster wird durch Christoph Wonde ersetzt - Auch Sven Albers kandidiert nicht mehr - 13.01.2020 12:14 Uhr

EVP-Vize Klaus Polster (r.) ist schon zurückgetreten, der Vorsitzende Sven Albers (l.) kandidiert bei den Neuwahlen im Sommer ebenfalls nicht mehr. © Reinl


Nicht etwa per Pressemeldung, sondern über Facebook hat der EVP die Veränderungen in der Vereinsführung mitgeteilt: "Am vergangenen Donnerstag kam der Vereinsausschuss zusammen, um einen Nachfolger für die Position des 2. Vorsitzenden zu wählen. Die Nachwahl wurde erforderlich, nachdem Klaus Polster kurz vor Weihnachten den Verantwortlichen aus privaten Gründen seinen Rücktritt mitgeteilt hat. Die Satzung gibt in diesem Fall vor, dass innerhalb von 21 Tagen durch den Vereinsausschuss ein Nachfolger für die Restdauer der Amtsperiode nachzuwählen ist.

Mit Christoph Wonde konnte ein Kandidat aus den eigenen Reihen gefunden werden, der den Verein als stellvertretender Spartenleiter der Eisstockschützen bereits bestens kennt. Wonde betont jedoch, dass es sich bei seinem Engagement um eine Übergangslösung bis zu den turnusmäßigen Vorstandswahlen in diesem Jahr handelt.

Hauptaufgabe der Vorstandschaft ist es nun, neben der Führung der laufenden Geschäfte, Kandidaten für eine neue Vorstandschaft zu gewinnen, nachdem die Amtsperiode der aktuellen Vorstandschaft im laufenden Jahr endet und alle Amtsträger nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen."

Sven Albers begründet dies mit einer bevorstehenden Versetzung bei der Bundeswehr, Klaus Polster führt private Gründe an.

Gegenüber den Nordbayerischen Nachrichten stellte er klar, dass es keinen Streit oder Differenzen im Verein gegeben habe. Sein Rücktritt habe weder mit der sportlichen Lage zu tun, noch habe er sich mit jemand gestritten. "Der zeitliche Aufwand ist einfach zu groß geworden", nennt der 52-Jährige den Grund für seinen Amtsverzicht.

Etwa zwei bis drei Stunden pro Tag habe er für den EVP aufgewandt. Eine Belastung, die für ihn nicht mehr tragbar sei, zumal er beruflich bei KSB als Schichtarbeiter tätig sei und nun auch noch als Stadtratskandidat antrete, was ebenfalls Zeit erfordere.

Als er im Mai 2017 den Posten als Zweiter Vorsitzender übernahm, habe er dies eigentlich nur als Übergangslösung gesehen – zuvor war er bei den Ice Dogs als Sportlicher Leiter aktiv. Doch die Belastung sei immer mehr geworden, auch weil er weitere Aufgaben übernehmen musste. Dem EVP bleibe er jedoch weiter verbunden. "Mein Herz hängt an dem Verein."

Für Polster ist es nicht selbstverständlich, dass in der Region Pegnitz noch Eishockey angeboten wird. Aufgrund der Nähe zu Bayreuth sei es schwer, Spieler zu bekommen und diese zu halten. "Der Markt gibt nicht mehr her." Er zieht deshalb den Hut vor dem Sportlichen Leiter Jens Braun, der sich von früh bis spät für den EV Pegnitz engagiere.

 

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