Donnerstag, 12.12.2019

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Kreisjugendring geht mit Rekordetat ins neue Jahr

Mit 300 000 Euro will der KJR nicht nur die Außenanlage der Jugendstätte Haidenaab anpacken - 11.11.2019 22:30 Uhr

Die Führung des Bayreuther Kreisjugendrings kann stolz sein auf die neue Jugendstätte in Haidenaab. © privat


Wie sehr die Bedeutung des Kreisjugendrings im Lauf der Jahre gewachsen ist, verdeutlichte Günther Dörfler bei der Vollversammlung im Sportheim Weidenberg im Rückblick auf seine Amtszeit als KJR-Vorsitzender. Mit einem Jahres-Budget von 80 000 Mark habe man 1980 begonnen, die heute als selbstverständlich erachteten Angebote wie Ferienpass, Spielmobil, Zeltplatz Hollfeld oder Jugendstätte Haidenaab zu etablieren. War der Standort für das Freizeitheim am östlichen Rand des Landkreises anfangs nicht unumstritten, so ernte man heute doch von allen Seiten höchstes Lob für den 3,2 Millionen Euro teuren Neubau.

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Barrierefreie Jugendstätte Haidenaab setzt neue Maßstäbe

Nach 16-monatiger Bauzeit wurde im Speichersdorfer Ortsteil Haidenaab der 3,2 Millionen Euro teure Neubau einer Jugendstätte des Landkreises Bayreuth feierlich seiner Bestimmung übergeben. Das Selbstversorgerhaus mit 34 Betten setzt modernste Maßstäbe in Sachen Barrierefreiheit und Medientechnik. Mit einem interessanten Mix aus Stein, Holz und Farben hat Innenarchitektin Martina Schwarz für eine heimelige Atmosphäre gesorgt. Betrieben wird die Einrichtung vom Kreisjugendring Bayreuth.


Am eindrucksvollsten herauszuhören war dies im Grußwort des bekannten Weidenberger Volksmusikanten Hans Schöffel, der einst in Erinnerung an das alte Schulhaus als Kritiker eines Neubaus in Haidenaab galt. Heute ist er Botschafter der neuen Jugendstätte, bei der er im vorgerückten Alter vor allem die Barrierefreiheit schätzt.

Landrat Hermann Hübner freute sich über so viel Anerkennung, genießt die Jugendarbeit bei ihm doch seit jeher einen hohen Stellenwert. Dank zollte er der aktuellen Führung um Christian Porsch, die viel Herzblut in das Projekt investiert habe. In einer Zeit, in der sich die Jugend immer mehr in die Politik einmische, baue der KJR mit seinen Gemeindebesuchen und Zukunftswerkstätten Brücken zur Kommunalpolitik. So gesehen sei auch die Fortsetzung der Initiative "Demokratie leben!" mit einer hohen Förderung aus Berlin nicht hoch genug einzuschätzen.

Ausbau der Partnerschaft

Ein besonderes Anliegen ist Hübner neben dem weiterhin kostendeckenden Betrieb der Jugendstätte der Ausbau der Partnerschaft mit Asissi über eine erste Italien-Freizeit in den Pfingstferien. Darüber hinaus stellten Thomas Bursian und Max Röder in der Vorschau auf 2020 ein neues Konzept für das Spielmobil-Ferienprogramm und die Betreuungsangebote in den einzelnen Gemeinden vor.

Wegen der großen Nachfrage mit Beteiligungsquoten von bis zu 50 Prozent der Jugendlichen soll die Serie der Zukunftswerkstätten fortgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es wieder einen bunten Mix aus Fahrten, Schulungen und geselligen Veranstaltungen. Hierfür sollen die Fördermittel im Landkreis deutlich aufgestockt werden, wie KJR-Geschäftsführer Rainer Nürnberger erläuterte.

Über das seit 2015 laufende Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“ flossen bisher insgesamt 280.000 Euro in zivilgesellschaftliche Projekte des Landkreises, bei einem Eigenanteil von lediglich 30.000 Euro. Nutznießer der rund 140 Projekte Maßnahmen waren Kultur- und Sportvereine, Kirchengemeinden, Volkshochschulen, Schulfördervereine und Kindergärten. Kein Wunder, dass sich der Kreis erneut beworben hat. Für den Zeitraum bis Ende 2024 wird das Bundesministerium die Mittel weiter aufstocken und insgesamt 625.000 Euro Fördermittel zur Verfügung stellen, wobei beim Landkreis ein Eigenanteil von zehn Prozent bleibt. 

Zudem hofft der KJR, dass der Kreistag die Mittel für die noch ausstehende Gestaltung der Außenanlagen in Haidenaab bereitstellt. Zweifel daran hege man nicht, wurde doch das Projekt bisher vom Landrat und seinen Gremien stets hervorragend bedient. Schließlich, so Porsch und Nürnberger unisono, sollen die erwarteten rund 3000 Gäste nicht nur in, sondern auch um die Jugendstätte ein angenehmes Ambiente genießen können.

RICHARD REINL

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