KSB-Ausbildung soll als Marke etabliert werden

5.10.2011, 20:29 Uhr
MdB Hartmut Koschyk besuchte KSB. Nach einer Diskussion mit Führungskräften und vier Lehrlingen folgte ein Rundgang in der neuen Lehrwerkstatt.

© Irene Lenk MdB Hartmut Koschyk besuchte KSB. Nach einer Diskussion mit Führungskräften und vier Lehrlingen folgte ein Rundgang in der neuen Lehrwerkstatt.

Ausbildungsleiter Franz Eller nannte zunächst einige Zahlen. KSB beschäftigt deutschlandweit 360 Auszubildende, 149 davon am Standort Pegnitz. „Die Zahl der Lehrlinge ging in den vergangenen Jahren deutlich nach oben“, sagte Eller. Für die Ausbildung investiert das Unternehmen pro Jahr 8,5 Millionen Euro.

Stolz ist Eller vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen. So werden Praktika angeboten, es gibt Projekte an Schulen und seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit, ein duales Studium bei KSB zu absolvieren.

Doch nicht nur der Chef, sondern auch die Lehrlinge selbst kamen bei der Präsentation zu Wort. So erzählte Jessica Hübner-Schrüfer, die im zweiten Jahr Industriemechanikerin lernt, dass sie vor einigen Wochen die neuen Auszubildenden bei der Einarbeitung betreuen durfte. „Ich konnte gleich unter Beweis stellen, was ich bereits gelernt habe.“

„Man wird hier gefördert“

Michael Dörres, Lehrling als technischer Modellbauer, ist vor allem vom guten Betriebsklima und dem freundlichen Umgang begeistert. „Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit.“

Koschyk wollte von den Jugendlichen wissen, wie sich ihre Ausbildung in ihrem privaten Umfeld auswirkt. Die vier ausgewählten Azubis waren sich einig, dass die Werte, die sie im Rahmen ihrer bisherigen Tätigkeit bereits gelernt haben, auch privat hilfreich sind.

„Man lernt hier viel dazu und wird gefördert. Die Werte, die hier vermittelt werden, nimmt man auch mit nach Hause, das spricht für die gute Ausbildung“, sagte Ivonne Gradl (17), die im kaufmännischen Bereich tätig ist. „Ich findet es toll, dass bei KSB auch Frauen in technischen Berufen eine Chance haben“, sagte Jessica Hübner-Schrüfer, die selbst das Unternehmen durch ein Praktikum kennenlernte. Im privaten Umfeld wirbt die junge Frau häufig für eine Ausbildung bei KSB.

Genau diese positive Wirkung nachAußen ist das Ziel von Franz Eller. „Wir wollen die KSB-Ausbildung als Marke etablieren.“

Koschyk zeigte sich von den Angeboten begeistert. Vor allem die vielen Seminare beeindruckten ihn. „Dass die Lehrlinge gleich zu Beginn eine Woche zu einem Seminar zum Kennenlernen fahren, ist etwas Besonderes“, sagte Koschyk. „Ich wollte sehen, wie das Unternehmen mit dem Fachkräftemangel umgeht“, nannte er das Ziel seines Besuches.

Koschyk sprach auch kurz das Thema Griechenland an. „Es darf uns nicht egal sein, was mit Griechenland passiert. Die Masse der deutschen Exporte geht in den europäischen Raum. Wenn andere Länder pleite gehen, kauft keiner mehr unsere Produkte. Dann trifft es auch uns.“ Danach kritisierte Koschyk Amerika. „Dort werden immer nur die Probleme in Europa gesehen.“ In Amerika selbst werde viel zu wenig getan, um die eigene Verschuldung in den Griff zu bekommen.

Weltwirtschaftlich gesehen habe Deutschland einen guten Stand. Und damit dies auch so bleibt, seien Innovationen und vor allem das Know-how der Arbeiter extrem wichtig. Und genau aus diesem Grund, müsse ein großer Wert auf die Ausbildung gelegt werden. KSB sei in diesem Bereich vorbildlich.

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