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Freitag, 25.09.2020

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KSB spürt Folgen der Corona-Pandemie

Auftragseingang, Umsatz und EBIT beim Pumpenbauer KSB rückläufig. Produktionsverbund sichert Lieferfähigkeit. - 13.08.2020 17:56 Uhr

Die Gießerei am KSB-Standort Pegnitz. Auch hier wirkte sich die Corona-Pandemie aus. Der international tätige Hersteller von Pumpen und Armaturen spürte in den vergangenen Monaten die Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen. Auch Service-Aufträge wurden verschoben.

© Foto: Klaus Trenz


Der Auftragseingang betrug 1,11 Milliarden Euro und lag damit um 194 Millionen Euro (- 14,8 Prozent) unter dem Vorjahr. Im Segment Pumpen reduzierte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 124 Millionen Euro (- 14,3 Prozent) auf 743 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang im Segment Armaturen ging ebenfalls zurück und betrug 171 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 33 Millionen Euro (- 16,0 Prozent).

Im Segment Service buchte KSB einen Auftragseingang von 198 Millionen Euro. Das sind 37 Millionen Euro (- 15,8 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um 93 Millionen Euro (- 8,1 Prozent) auf 1,04 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 1,14 Milliarden Euro). In der Folge reduzierte sich auch das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 45 Millionen auf 15 Millionen Euro (- 66,6 Prozent). Darin enthalten sind negative Einflüsse aus dem Verkauf von vier französischen Servicegesellschaften.

Fehlbetrag von 28 Millionen Euro

Trotz des positiven EBIT hat KSB aufgrund der verhaltenen Geschäftsentwicklung eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern durchgeführt. Diese trug maßgeblich dazu bei, dass ein Halbjahresfehlbetrag von 28 Millionen Euro ausgewiesen wird.

Durch ein striktes Working-Capital-Management konnte die Nettofinanzposition im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 55 Millionen Euro auf 219 Millionen Euro verbessert werden.

Die Standorte in Deutschland waren bedingt durch das längerfristig laufende Projektgeschäft gut ausgelastet. Kurzarbeit konnte – von wenigen Ausnahmen im Servicebereich abgesehen – bislang vermieden werden.

"Es ist uns gelungen, das Unternehmen operativ gut durch die von der Corona-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise zu führen. Zwar haben die staatlich verordneten Lockdowns in wichtigen Ländern sowie das Verschieben von großen Service- und Wartungsarbeiten zu spürbaren Rückgängen in Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis geführt. Durch unseren hohen Auftragsbestand, unseren internationalen Produktionsverbund und durch frühzeitig initiierte Kostensenkungsmaßnahmen waren wir in der Lage, unsere Lieferfähigkeit zu sichern und den Rückgang des operativen Ergebnisses abzufedern. Dieses Maßnahmenpaket werden wir entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung nachschärfen. Wir führen das Unternehmen auf Sicht, mit Augenmaß, aber hoher Wachsamkeit und Konsequenz", sagt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung.

Positive Impulse erwartet KSB durch die seit 1. Juni implementierte marktorientierte Organisation. Mit ihr will KSB Wachstum in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern generieren.

InfoKSB ist ein international führender Hersteller von Pumpen und Armaturen. Der Konzern mit seiner Zentrale in Frankenthal ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf fünf Kontinenten vertreten. Rund 15 600 Mitarbeiter erzielen einen Umsatz von knapp 2,4 Milliarden Euro.

nn

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