Kulmbacher mit 184 "Sachen" Rekordhalter bei Blitzmarathon

22.4.2021, 17:47 Uhr

Am Mittwochmorgen hatte um 6 Uhr hatte der bayernweite "24-Stunden-Blitzmarathon" begonnen. An den Geschwindigkeitsüberwachungen beteiligten sich 158 Beamte der Polizeidienststellen. Dabei führten sie an rund 80 Stellen Tempokontrollen durch.

Bei 384 Fahrern stellten die Beamten eine zu hohe Geschwindigkeit fest. Während auf etwa die Hälfte der Raser eine kostenpflichtige Verwarnung zukommt, war die andere Hälfte so schnell unterwegs, dass sie Bußgeldbescheide, Punkte in Flensburg oder gar Fahrverbote erhalten.

Satte Strafe

Den traurigen Höchstwert stellte ein Kulmbacher BMW-Fahrer auf der B 289 auf. Er raste mit 184 Stundenkilometern vorbei, obwohl die erlaubte Höchstgeschwindigkeit dort auf 100 Stundenkilometern begrenzt ist. Auf ihn warten nun ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandeten die Kontrollbeamten auch 37 Fahrer oder deren Fahrzeuge wegen weiterer Verstöße.

Acht Haftbefehle gegen Beifahrer

So stellten die Polizisten an einer Kontrollstelle der Polizei Naila, auf der Staatsstraße 2692 bei Berg, einen 46-jährigen Mann aus Saalfeld als Beifahrer eines Kleintransporters fest. Nachdem sie bei ihm zunächst eine geringe Menge Marihuana auffanden, ergab eine anschließende Überprüfung, dass gegen ihn ganze acht Haftbefehle bestanden.

Sein 33 Jahre alter Fahrer war zuvor mit 28 Stundenkilometern zu viel durch die Kontrollstelle gerauscht. Der 46-Jährige konnte die Haftbefehle durch Zahlung eines mittleren dreistelligen Geldbetrages abwenden. Zusätzlich erhielt er eine Anzeige wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz. Gegen den 33 Jahre alten Fahrer leiteten die Beamten ein Bußgeldverfahren ein.

186 Temposünder

Für die oberfränkischen Mittelzentren stellt sich die Bilanz des Blitzmarathons wie folgt dar: Im Raum Bayreuth waren 186 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Der Blitzmarathon 2021 zeigte erneut, dass die Aktion, insbesondere durch die öffentlichkeitswirksame Berichterstattung, geeignet ist, die Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf die Einhaltung von Tempolimits wachzurütteln.

Deutlich weniger Verkehrsteilnehmer als in den Vorjahren waren zu schnell unterwegs. Beim letzten Blitzmarathon 2019 überschritten noch knapp 2 Prozent der damals gemessenen rund 21 000 Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Auch außerhalb des Blitzmarathons wird die oberfränkische Polizei im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 "Bayern mobil – sicher ans Ziel" Raser im Auge behalten.

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