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"Kultur im Wirtshaus" der "Pegnitzschäfer"

Zum Nachdenken, Schmunzeln und Genießen: 14. Auflage mit dem "Trio Paginza", Walter Tausendpfund und Fotografien kam sehr gut an - 12.12.2017 23:53 Uhr

Gefiel mit Chansons, Tangos und Evergreens: Das „Trio Paginza“ mit Waldemar Geigert (von links), Catherine Winter und Christine Ott. © Foto: Frithjof Schaebs


Pegnitzschäfer-Chef Frithjof Schaebs hieß viele Kulturinteressierte im Saal der Gaststätte "Zum Löwen" im Neuhauser Ortsteil Krottensee willkommen. Das "Trio Paginza" zeigte gleich zu Beginn, was es drauf hat und verkürzte die Zeit bis zum Mittagsmahl. Danach lauschten die Besucher den Worten von Walter Tausendpfund. Der Autor unzähliger Mundartbücher und historischer Studien brachte Reisegedanken aus "Band 13 der mundartlichen Beiträge" mit dem Titel "naus" zu Gehör.

Ihm gelang es meisterhaft, scheinbar Nebensächliches in den Mittelpunkt seiner Reiseimpressionen zu stellen und den Blick auf die Menschen abseits der großen Touristenströme zu lenken. Er schilderte die Gefühle und Gedanken der Einheimischen, hinterfragte so selbst sein eigenes Verhalten und brachte manch’ Fernreisenden im Publikum zum Nachdenken. Aber auch zum Schmunzeln gab’s was, wenn sich der Mundartdichter zum Beispiel das "Dadsch Mahal" vornahm und die Verbindung zum fränkischen Dialekt aufzeigte.

Zwischen den einzelnen Beiträgen entzückten die Musiker mit Chansons und Tangos, mit Evergreens und Musettewalzern. Neben dem versierten Akkordeonspieler Waldemar Geigert und Klarinettistin Catherine Winter beeindruckte Christine Ott durch ihre ausdrucksstarke Stimme. Man glaubte fast, Edith Piaf "Je ne regrette rien" oder Eartha Kitt "Bei mir bist du schön" zu hören.

Den Bereich Kunst deckte John G. Wendler ab, Mitglied der Sulzbacher Künstlervereinigung "Gruppe 81". Für die Anwesenden war er kein Unbekannter: Vor Jahresfrist hat er an gleichem Ort Aquarelle von Lanzarote ausgestellt. Nun zeigte er farbenprächtige Fotografien unter dem Thema "auf Reisen" aus Kanada, Indien und Namibia. Motivauswahl und Bildaufbau verraten auch beim Fotografen Wendler den Maler und verdeutlichen die Aussage, Fotografie sei "Malen mit Licht".

Die Ausstellung läuft in der Reihe "Kunst auf’m Land" noch bis zum 28. Januar 2018 und ist täglich — außer donnerstags — geöffnet.

FRITHJOF SCHAEBS

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