Montag, 19.04.2021

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Lage ist noch zu unsicher: Lingua Musica wartet mit Planungen

Chorleiter Michael Starke macht mit Lingua Musica für dieses Jahr derzeit noch keine Pläne - 07.04.2021 18:30 Uhr

Wann es die nächste Chorprobe in Präsenz geben wird, weiß Michael Starke (links) noch nicht. Momentan macht er in diese Richtung noch keine Pläne.

07.04.2021 © Foto: privat


"Lingua musica gibt es seit 1994", erzählt Starke (51), der an der Bayreuther Johannes-Kepler-Realschule Musik und Religion unterrichtet. "Unser letztes großes Projekt war das Musical ‚Joseph‘, das wir zum 25-jährigen Bestehen aufgeführt haben." Rund 25 aktive Sänger zählt der Chor und Starke ist nicht bekannt, dass jemand wegen der langen Corona-Pause abgesprungen ist. Aber man müsse jetzt erstmal abwarten, wie es weitergehe.

Als der erste Lockdown aufgehoben wurde, habe man noch mal von Mai bis Ende Juli einmal die Woche geprobt und dann im Herbst noch mal bis Oktober/November. "Eigentlich wollten wir im Herbst bei den Nachholterminen der Konfirmation noch mal singen, aber das hat dann nicht geklappt." Der nächste Lockdown kam und Starke selber musste von der Schule aus in Quarantäne.


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Wenn geprobt werden durfte, dann war der Chor in der Bartholomäuskirche, so Starke weiter. "Hier konnten die geforderten Abstände eingehalten werden, aber das Zusammenwirken der einzelnen Stimmen war natürlich nicht so gut." Es habe zwar einigermaßen geklappt, war aber eben nicht das Gleiche, es gab diverse klangliche Probleme, es konnte nicht so auf den Punkt gebracht werden.

Es gab Überlegungen, online zu proben, aber das hat man doch nicht gemacht. "Da kommt die Wiedergabe der einzelnen Stimmen versetzt." Dafür haben sie dann ein Videoprojekt umgesetzt, Beethovens "Ode an die Freude".

Jedes Mitglied hat einen Teil eingesungen dafür und das wurde dann anschließend zusammengeschnitten. So war es auch zur Adventsfeier, wo jeder einen Beitrag geliefert hat und das Ganze dann als Livestream angeschaut und angehört werden konnte.

Die Chorproben, die regelmäßigen Treffen, werden von allen vermisst, sagt Starke. Pläne, wie es dieses Jahr weitergeht, hat er noch keine gemacht, dafür sei die Lage noch zu unsicher. Wenn es die Lage wieder zulasse, wolle man aber auf jeden Fall etwas Gemeinsames, wieder ein Projekt machen. "Vorher müssen wir aber erstmal stimmlich wieder reinkommen nach der langen Pause", sagt Starke, "die Stimme muss wieder geschmeidig werden."

Das Repertoire müsse durchgeschaut, überlegt werden, was man Neues mit aufnehmen kann. Und dann müssten sich die Sänger erst noch daran gewöhnen, wieder aufzutreten und in größeren Räumen zu singen. Im Hinterkopf hat Michael Starke auch die Idee, vielleicht eine neue CD aufzunehmen, möglicherweise mit Gospelmusik.

Ideen habe er schon, Visionen, wie es weitergehen könnte, aber er plant noch nichts erst mal. "Das soziale Miteinander fehlt uns allen schon sehr", sagt Starke. Der Chor war auf einem gewissen Niveau, das müsse sich jetzt erst wieder neu entwickeln. "Wir sind etwas eingerostet."

FRAUKE ENGELBRECHT

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