Mittwoch, 26.02.2020

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Landesgartenschau soll nach Auerbach

Bürgermeister Joachim Neuß stellt Idee in Bürgerversammlung Idee vor. Stadt soll den Zuschlag für die Jahre 2030 oder 2032 bekommen. - 03.12.2019 05:55 Uhr

Eine Landesgartenschau würde die Chance bieten, den Bereich von Stadtweiher (Bild) und Stadtpark mit Zuschüssen neu zu gestalten. Bürgermeister Joachim Neuß möchte diese Idee dem Stadtrat vorschlagen. Ziel sei es, den Zuschlag für die Landesgartenschau 2030 oder 2032 zu bekommen. © Foto: Brigitte Grüner


Mit einer Landesgartenschau (LGS) könnte eine Aufwertung des Naherholungsraumes Stadtpark und der benachbarten Weiher kostengünstig realisiert werden. In der Bürgerversammlung stellte Bürgermeister Joachim Neuß (Aufschwung Auerbach) diese Idee vor. Ziel sei es, den Zuschlag für die Landesgartenschau 2030 oder 2032 zu bekommen.

Es gebe viele Vorteile. Vor allem würden die ohnehin in gewissem Rahmen geplanten Investitionen in den Stadtpark und die angrenzenden Weiher gefördert. "Es gibt Zuschüsse bis zu 80 Prozent der Kosten." Eine Landesgartenschau wäre ein einmaliges Jahr für die Stadt. In Wassertrüdingen seien in diesem Jahr rund 150 000 Besucher gekommen, so Neuß.

Den möglichen Einwand, dass Auerbach zu klein für eine solche Veranstaltung wäre, entkräftete der Rathauschef. 2013 war die LGS in Tirschenreuth mit aktuell rund 8700 Einwohnern, in diesem Jahr im nur 7700 Einwohner zählenden Wassertrüdingen. Für 2022 wurde die LGS nach Freyung-Grafenau vergeben mit gerade einmal 6600 Einwohnern. Auerbach hatte mit den Ortsteilen zum 30. September 2019 immerhin 8837 Bürger.

Bewerbung als Zielprojekt

Die Bewerbung für eine Landesgartenschau werde er bald als Zielprojekt im Stadtrat vorstellen, so Joachim Neuß. "Ich bin dann zwar nicht mehr Bürgermeister, aber das macht nichts. Es wäre eine tolle Veranstaltung für Auerbach", sagte Neuß gegenüber den Nordbayerischen Nachrichten.

Ohnehin mache die Stadt schon seit Jahren viel für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, erläuterte er den gut 50 anwesenden Bürgern. Er nannte als Beispiele die Windkraft-Vorrangplanung, die Fernwärme-Versorgung für das Rathaus, die Umrüstung von rund 1400 Straßenleuchten auf stromsparende LEDs, Photovoltaik auf dem Dach des Bauhofes und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge am Place de Laneuveville.

Auf vielen städtischen Grundstücken würden Blühwiesen gesät. Jüngstes Projekt sei ein Energiemonitor, der in Kürze auf der Internetseite der Stadt und auf der neuen Auerbach-App zu sehen sein werde. Darauf ist ersichtlich, wie viel Energie in der Stadt erzeugt wird, wie viel zugekauft werden muss und welche Kundengruppen wie viele Kilowattstunden verbrauchen.

Schon jetzt lasse sich die Energiebilanz für Auerbach sehen. Aus Biomasse, Photovoltaik, Windkraft, Wasser und Kraft-Wärme-Kopplung werden jährlich 26,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt. Die Privathaushalte und die Landwirtschaft verbrauchen pro Jahr 13,7 Millionen Kilowattstunden.

Industrie als Großabnehmer

Großabnehmer sind Industrie und Gewerbe mit 28,3 Millionen Kilowattstunden. Unter dem Strich werden 63 Prozent der benötigten Energie im Stadtgebiet erzeugt.

BRIGITTE GRÜNER

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