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Dienstag, 15.10.2019

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Luftfahrtträume im Kleinen am Buchauer Berg

Wenn der Modellflugclub Pegnitz zu seinen Flugtagen bittet, macht auch widriges Wetter wenig aus - 11.06.2019 09:02 Uhr

In 1:1 ist die „Pitts Special“ eines der beliebtesten Flugzeuge für den Kunstflug. Und auch als Modell taugt die Pitts zu manchen spektakulären Loopings und Immelmanns – wenn man das Fliegen beherrscht. © Foto: Klaus Trenz


Man bekommt neben der Bewirtung durch den Pegnitzer Verein fast ständig eine Flugshow mit den verschiedensten Modellen nicht nur zu sehen, sondern auch kommentiert. Florian Weiß, Schriftführer beim MFC Pegnitz, erklärt den Zuschauern unermüdlich, was dort am Himmel herumfliegt und was die Piloten mit ihren Fernsteuerungen am Boden machen, worauf es beispielsweise bei einem Synchronflug ankommt und was die Schwierigkeit dabei ist.

Manchmal wird so ein Schauflug auch zum kleinen Kunstwerk, nämlich dann, wenn ein Pilot nach ausgewählter Musik fliegt. "Aeromusical" nennen das die Piloten.

Etwa zwei Dutzend Anmeldungen von Gastpiloten aus der Region gab es für den Modellflugsamstag. Einige sind am Ende doch nicht aufgetaucht, wofür es einen spürbaren Grund gab: Es war nicht nur stark windig, sondern es fegten auch immer wieder starke Böen über den Buchauer Berg. Das machte das Fliegen schwierig, zumal der Sturm seitlich in die Start- und Landebahn pfiff. "Ein Anfänger fliegt da nicht", sagt MFC-Vorsitzender Reimund Weiß. Am Sonntag gingen dann mehr Piloten an den Start.

Den erfahrenen Piloten schien der Wind nicht viel auszumachen. Routiniert ließen sie ihre Modelle mit maximal 25 Kilogramm Gewicht starten, drehten Loopings und Pirouetten und brachten sie wieder heil herunter. Selbst wenn es ein paar weniger Piloten waren, als die Jahre zuvor, fühlte sich das Publikum bestens unterhalten. "Wir haben die Anzahl der Gastpiloten etwas abgespeckt", erklärte Weiß. Damit man bei den Modellfugtagen des MFC, die sich mittlerweile zu einer der größten Veranstaltungen dieser Art gemausert haben, den Überblick nicht verliert. "Sonst wird das zu viel", erklärt Weiß. Weniger ist offenbar mehr.

Mit anderem beschäftigt

Die meisten einheimischen Piloten des MFC Pegnitz flogen an diesen Flugtagen oder überließen das den Gastpiloten. Bis zu 25 Vereinsmitglieder waren aber mit anderem beschäftigt: mit der Organisation, der Sicherheit oder mit der Verpflegung von Piloten und Zuschauern. Unterstützt wurden sie dabei von der Feuerwehr Buchau, die den Einbahnstraßenverkehr regelte.

Man muss Modellflieger aus der Region nicht bitten, nach Pegnitz zu kommen. "Die Clubs kennen sich untereinander und man besucht sich gegenseitig bei Flugtagen, sagte Daniel Steiner vom MFC Neustadt-Sonneberg: "Damit man den Besuschern auch was zeigen kann."

Es gebe nicht so viele Flugplätze, auf denen man eine Veranstaltung vom Kaliber der Pegnitzer Modellflugtage durchführen könne. Diese seien übrigens "schön gemacht" und kosteten zudem keinen Eintritt. Und darüber hinaus bekäme man eine tolle Aussicht vom Buchauer Berg noch dazu. Die Besucher haben beides am Wochenende reichlich genossen: eine weite Aussicht bis tief in die Oberpfalz und eine rasante Flugschau. (Weiterer Text auf Seite 30)

KLAUS TRENZ

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