Dienstag, 20.10.2020

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Matschküche und Walderlebnisse beim Auerbacher Waldkindergarten

Bei nahezu jeder Witterung sind die 23 Kinder des Waldkindergartens im Freien unterwegs - 15.10.2020 14:55 Uhr

Es gibt kein schlechtes Wetter, allenfalls schlechte Kleidung. Das gilt gerade jetzt, beim November-Regen mitten im Oktober für die Mädchen und Buben im Auerbacher Waldkindergarten ganz besonders. Hier ein Foto von der Matschküche im Freien.

© Foto: Sandra Raß


Die zwei Erzieherinnen Kerstin Looshorn und Theresa Malina haben alle Hände voll zu tun, dieses Jahr werden die beiden Naturliebhaberinnen noch von Christine Schulz, einer Erzieherin im Anerkennungsjahr, und Kinderpflegerin Hedwig Endres unterstützt.

Den Kindern aus Auerbach, Neuhaus und Pegnitz gefällt es sichtlich, in der selbst gebauten Matschküche zu kochen, in der Werkstatt mit Kindersägen zu basteln, mit Kartoffelschälern zu schnitzen und mit viel Phantasie neue Plätze und Orte zu erschließen. So kann ein Stock einmal ein Flugzeug, ein anderes Mal ein Zauberstab oder eben auch mal ein Stock sein. Das erzählt Sabrina Schwabl, die Verantwortliche des Waldkindergartens.

Jeden Morgen schaut Kerstin Looshorn auf ihr Handy, um den Tagesablauf im Waldkindergarten zu planen. Sie schildert, dass die Vorhersage auf 15 Minuten genau passt, ob es regnet oder nicht.

Viel Bewegung

Die Kinder sind alle gut ausgerüstet, jeder hat genügend Wechselkleidung dabei und ist in mehreren Schichten angezogen. Die Erzieherinnen achten bei kälteren Temperaturen besonders darauf, dass sich die Kinder viel bewegen und das Frühstück zum Beispiel auf der Sonnenterrasse, einer schönen Lichtung im Wald, eingenommen wird. Bei starkem Regen beschäftigen sich die Kinder schon Mal vor dem Bauwagen unter der Bedachung.

Da ist der Wurm drin: Im Kreis rund um den Kochtopf versammelt weckt ein Regenwurm die Aufmerksamkeit der Kinder.

© Foto: Sandra Raß


Malen, Bücher anschauen, weben, ab und zu mit Kerstin Looshorns ausgebildetem Therapiehund spielen: Das können die Kinder an der frischen Luft erleben. Wer mindestens zweieinhalb Jahre alt ist, darf in den Waldkindergarten. So ist die Gruppe bunt gemischt, die Kleineren lernen von den Größeren, die Vorschulkinder werden mit Gedächtnistraining mit Naturmaterialien besonders gefördert. Einmal in der Woche gehen die Kinder mit Erzieherinnen bei Elfriede Schertl im Gasthof "Zur Hohen Tanne" essen. Was die Kindern jedes Mal begeistert. Auch die älteren Bewohner des Jakobushofes und im Caritasheim St. Hedwig werden von den Kindern besucht, natürlich unter Einhaltung der Corona-Hygienevorschriften. An solchen Tagen treffen sich die Kinder dann am Siechenspielplatz und laufen zu den Bewohnern.

Noch viele Pläne

Auch Gerda Hörmann in der Stadtbücherei wurde schon besucht, leider ist das momentan wegen der Pandemie nicht möglich. Bei Windstärke acht, bei zweistelligen Minusgraden, Schneebruch oder dem Ermessen der zwei Erzieherinnen wird das Domizil auf der Hohen Tanne allerdings verlassen. Dann findet der Betrieb im Gemeindezentrum in Welluck statt. Über eine Gruppe in den sozialen Medien werden dann alle Eltern informiert, was bisher immer sehr gut geklappt hat. Pläne hat das Team um "Learning Campus" noch viele. Bald sind Elternbeiratswahlen im Kindergarten und es werden die geplanten Projekte vorgestellt.

 

 

SANDRA RAẞ

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