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Samstag, 19.10.2019

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Matthias Schnödt: "Wir haben es ihnen viel zu einfach gemacht"

Handball-Landesliga: Trainer der SG Auerbach/Pegnitz ärgert sich über die 27:30-Niederlage beim TV Erlangen-Bruck II - 24.02.2019 18:30 Uhr

Maxi Hofmann sagt, wo es langgeht. Der Rückraumwerfer läuft seit Kurzem bei der SG Auerbach/Pegnitz wieder als Spieler auf. © Udo Rimmelspacher


Mangelndes Rücklaufverhalten und unsichere Bälle ermöglichten den Gastgebern frühzeitig schnelle und einfache Tore und zwangen die Gäste in einen ständigen Rückstand. Darüber hinaus wäre eine bessere Chancenverwertung nötig gewesen, um Zählbares zu holen.

Während die Mittelfranken ihr Punktekonto ausgleichen konnten (18:18), gab die SG Auerbach/Pegnitz einen Platz ab und belegt mit nun 20:16 Zählern Rang sechs. Am kommenden, närrischen Wochenende pausiert der Handball, bevor es für die Schnödt-Sieben am 9. März mit einem Heimspiel gegen die HSG Lauf/Heroldsberg weiter geht.

Geht man nach den Worten ihres Trainers, dann wäre durchaus mehr drin gewesen für die Handballer der SG Auerbach/Pegnitz. Dazu hätte es aber vor allem zu Beginn der Partie ein besseres Rücklaufverhalten gebraucht. Die Gäste warfen zudem einige Bälle weg, nahmen sich zu viele unvorbereitete Würfe und vergaben selbst Möglichkeiten frei vor dem Tor.

"Ich denke, Bruck hat allein in der ersten Halbzeit drei, vier Tore über die erste Welle erzielt. Wir haben es ihnen da viel zu einfach gemacht", merkte man Matthias Schnödt noch lange nach dem Spiel die Enttäuschung über die vergebene Chance zu punkten an.

So zogen die Gastgeber relativ unbehelligt ihre Kreise und lagen nach etwas mehr als fünf Minuten bereits mit 5:1 in Front. "Wir sind von Anfang an einem Rückstand hinterher gelaufen, waren auch mehrmals nahe dran, haben es aber nie geschafft, den Bock endgültig umzustoßen", fasste Schnödt den weiteren Spielverlauf zusammen.

Alexander Hofmann verkürzte zwar auf zwei Tore (5:3), nur um gleich danach wieder mit ansehen zu müssen, dass die Mittelfranken bis zur elften Minute auf fünf Treffer davonzogen (9:4). Torwart Max-Anton Seiffert, in der Startphase bei Tempogegenstößen der Erlanger häufig alleingelassen, verließ das Tor und übergab an Valentin Kroher, dessen solide Leistung für etwas mehr Sicherheit bei seinen Vorderleuten sorgte.

Daneben konnte man eine allgemeine Stabilisierung im Spiel der Gäste feststellen, auch wenn man noch immer zu viele Bälle leichtfertig abgab. So konnte man zwar hin und wieder etwas verkürzen und damit für etwas Hoffnung bei den mitgereisten Fans sorgen, lag aber in der 25. Minute noch immer klar im Hintertreffen (15:10). Thomas Wilke, Daniel Schalanda und Matthias Schnödt stellten dann den Halbzeitstand von 15:13 her.

Nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff eröffnete der erneut erfolgreichste Torschütze der Gäste, Wilke, die zweite Halbzeit (15:14). In ihm spiegelten sich die Probleme der SG wieder, denn neben einem vergebenen Strafwurf benötigte er für seine insgesamt 13 Treffer weit über 20 Versuche. "Vergebene Großchancen, leichte Gegentore und technische Fehler, wir haben uns heute streckenweise selbst ein Bein gestellt", ärgerte sich Schnödt.

Selbst zwei Zeitstrafen gegen die Gastgeber kurz nach dem Anschluss wurden nicht genutzt, vielmehr lag die SG nach einer beiderseits torarmen Phase und einem vergebenen Strafwurf in der 39. Minute wieder mit drei Treffern zurück (17:14). Zwei schnelle Tore von Wilke brachten den erneuten Anschluss (17:16), kurz bevor Alexander Hofmann, der speziell in der zweiten Hälfte mehrere gute Szenen hatte, für zwei Minuten vom Feld geschickt wurde.

Die Gastgeber nutzten diese Schwächung geschickt und bauten ihren Vorsprung zu Beginn der 44. Minute nach drei unbeantworteten Toren erneut und diesmal vorentscheidend aus (20:16). Auerbach/Pegnitz hatte an diesem Tag nicht die Ruhe, das Glück und die Sicherheit, um noch einmal erfolgversprechend ins Spiel zurück zu kommen. Mehrmals konnte man zwar den Rückstand verkürzen, produzierte dann aber wieder Fehler, die es dem TV erlaubten, das Spiel relativ einfach über die Bühne zu bringen. Selbst die Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe gegen Markus Wolf brachte die Mittelfranken nicht mehr entscheidend aus der Ruhe.

"Da wäre heute mehr drin gewesen", ärgerte sich Schnödt vor allem über die Anfangsphase und die vielen Gegenstoßtore. "Wenn wir rechtzeitig zurück waren, sind wir eigentlich ganz gut in der Abwehr gestanden, aber das war zu Beginn leider zu selten der Fall."

Nun bleiben zwei Wochen Zeit, um sich auf die HSG Lauf/Heroldsberg vorzubereiten. "Leider wird sich bis dahin an unserer Verletztenliste wenig ändern. Paul Neuß ist nach seiner Operation noch nicht wieder fit, Maxim Pankraz fängt gerade erst wieder an, eine Faust zu formen und Jan Wislicenus ist noch immer nicht in der Lage, intensiver zu trainieren. Wir waren in den letzten Jahren gegen Lauf mehrmals nahe dran und es ist ein Heimspiel - irgendwann muss es ja mal klappen."

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher/Seiffert, Tannenberger (2), Schnödt (4/1), Brendel-Suchanek, Weisser, Eckert (1), Hofmann A. (5), Hofmann Ma. (1), Kraus, Schalanda (1), Wilke (13).

HARALD WEIDMANN

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