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Dienstag, 18.06.2019

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Maximilian Lux: Von der Bundesliga zurück in die dritte Liga

Ohne eigenes Verschulden geht es für den Auerbacher Handball-Profi um zwei Klassen nach unten - 31.05.2019 10:00 Uhr

Beim HC Erlangen erlebte Maximilian Lux (rechts) seinen bisherigen Karrierehöhepunkt: Er durfte in der ersten Bundesliga spielen — und wie hier einen Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen bejubeln. © Foto: Sportfoto Zink / DaMa


Beim HC Erlangen, wo er zunächst ein Versprechen an die Zukunft war und dann als 1,81 Meter kleiner, schmächtiger Rechtsaußen als "nicht bundesligatauglich" eingestuft wurde. Bei der HSG Wetzlar, wo er erst als Ersatz für die Linkshänder Kristian Björnsen und Lars Weissgerber gebraucht wurde und seit der Rückkehr der beiden Leistungsträger überzählig ist. "Das wusste ich aber schon, als ich nach Wetzlar gegangen bin", sagt Lux, "ich hatte hier aber eine super Zeit. Es gibt in Wetzlar hervorragende Trainer, von denen ich viel lernen konnte."

Was Lux dagegen nicht wusste, als er sich in diesem Frühjahr für einen Wechsel von Wetzlar zu VfL Eintracht Hagen entschied: Er wird kommende Saison gleich um zwei Ligen absteigen, weil sein neuer Verein den Klassenverbleib verpasst hat — mit einem schlimmen Verdacht.

Bombendrohung bei Facebook

Am Freitag vergangener Woche verlor Hagen gegen die HC Rhein Vikings in eigener Halle mit 23:30. Durch die Niederlage gegen den Tabellenletzten der zweiten Bundesliga rutschte die Eintracht auf einen Abstiegsplatz, der Gang in die dritte Liga steht zwei Spieltage vor Schluss fest.

Außerdem tauchte bei Facebook eine Bombendrohung in "schlechtem Englisch" auf, wie die Westfalenpost berichtet. Seitdem ermittelt die Polizei wegen einer möglichen Spielmanipulation. "Bei so einem Verdacht haut es dir schon den Vogel raus", sagt Maximilian Lux und fügt hinzu: "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da etwas dran ist."

Dass der Wechsel von der Bundesliga in die dritte Liga ein Rückschritt in seiner Karriere ist, weiß Lux. Er hadert damit aber nicht. "Als ich mich für Hagen entschieden hatte, war die Mannschaft sechs Punkte von der Abstiegszone entfernt. Aber so kann es eben gehen, so ist der Sport."

Stattdessen ist der 23-Jährige heiß auf die neue Aufgabe: "Ich freue mich, dass ich wieder Stammspieler sein kann. Ich will Führungsspieler sein und mit Hagen gleich wieder aufsteigen." Von der neuen Umgebung hat Lux bislang wenig mitbekommen. Er hat eine Wohnung gefunden, nur zehn Minuten von der Sporthalle entfernt.

Sonst hat er sich in Hagen noch nicht umgesehen, die geografische Lage und der damit verbundene Vorteil ist ihm aber bekannt: "Düsseldorf ist nicht weit weg. Von dort kann ich nach Nürnberg fliegen." Auch in Zukunft möchte Lux alle paar Monate seine Heimatstadt besuchen. Mit einigen seiner ehemaligen Teamkollegen aus Auerbach und Pegnitz ist er immer noch befreundet.

Lux schaffte es in der vergangenen Saison immerhin eine Partie der SG Auerbach/Pegnitz zu sehen. Es war der knappe Sieg im Relegationshinspiel gegen Dietmannsried /Altusried. Bekanntlich verlor die SG das Rückspiel deutlich und muss nun von der Landesliga in die Bezirksoberliga absteigen. Lux drückt natürlich weiter die Daumen: "Für die junge Mannschaft ist der Abstieg sehr bitter. Ich hoffe, dass bei der SG die richtigen Schlüsse gezogen werden, um wieder aufzusteigen." 

MARCEL STAUDT

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