Mehr Aufgaben und Probleme für das THW Pegnitz

2.3.2017, 19:55 Uhr
Das THW in Pegnitz erweitert seine Aufgabenfelder und braucht aus diesem Grund sehr bald deutlich mehr Platz als bisher. Noch sucht das Team allerdings nach einem passenden Grundstück.

Das THW in Pegnitz erweitert seine Aufgabenfelder und braucht aus diesem Grund sehr bald deutlich mehr Platz als bisher. Noch sucht das Team allerdings nach einem passenden Grundstück. © Klaus Trenz

Dass die Pegnitzer einen zusätzlichen Fachbereich bekommen, zeichnete sich schon im vergangenen Jahr ab. Das Stichwort hieß ursprünglich "Räumen". Nun wurde dem Ortsverband aber der Bereich "Infrastruktur" zugeschlagen, erklärt dessen Chef Christian Bickel. Das hat mit der vorhandenen Ausstattung zu tun. Und mit dem Ausbildungsstand der THW-Helfer hier.

"Beim Thema Infrastruktur geht es um Gas, Wasser, Strom", so Bickel. Im Katastrophenfall wäre das THW damit befasst, die Versorgung aufrecht zu erhalten. Und da bringe der Ortsverband die besten Voraussetzungen mit. Denn zum einen verfügt der Ortsverband über diverse Notstromaggregate und ein umfangreiches Beleuchtungsarsenal. Zum anderen sind die lokalen Kräfte fit, wenn es um Fragen der Elektrik geht.

Außerhalb der Region

Welche Fähigkeiten die Pegnitzer mitbringen, haben sie bereits 2015 bewiesen, als sie bei der Errichtung mehrerer Flüchtlingsunterkünfte im Freistaat aktiv waren. Vor diesem Hintergrund lag es laut Bickel nahe, den Ortsverband mit dieser neuen Aufgabe zu betrauen. Einer Aufgabe, die natürlich auch Einsätze weit außerhalb der Region erforderlich machen kann. Bickel: "Das THW ist immer dort, wo es gebraucht wird, das legt im Falle eines Falles der Landesverband fest."

Ein neues Fahrzeug für den neuen Fachbereich haben die Pegnitzer schon Ende Oktober in Hannover abgeholt. Es handelt sich um einen 14-Tonner mit Planen-Aufbau und Ladebordwand. Sieben THW-Helfer finden in ihm Platz, dazu die nötige Ausrüstung. Die fehlt allerdings noch. Die Pegnitzer erarbeiten zurzeit einen Bedarfsplan. "Wir erstellen eine Prioritätenliste – was ist als erstes erforderlich, was hat noch Zeit". Bis die gesamte – vom Bund finanzierte – Ausstattung da ist, dürfte es noch geraume Zeit dauern.

Bleibt noch die Platzfrage. "Wir suchen nach einem Grundstück", sagt Christian Bickel. Ursprünglich war wie berichtet das Nachbarareal im Gespräch, was ja auch nahe liegend ist. Doch auf dem Gelände war früher eine Deponie angesiedelt. Welche Altlasten da noch im Boden schlummern, ist unbekannt.

Eigentümer der Fläche ist die Stadt Pegnitz. Konkretes kann Bürgermeister Uwe Raab noch nicht sagen. Nur so viel: Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes "Rettungszentrum Am Dianafelsen" "wurden in Abstimmung mit dem THW die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Erweiterungsgebäude geschaffen". Die Gespräche mit dem Bund mit Blick auf einen Verkauf seien noch nicht abgeschlossen – "hierbei ist auch das Thema Altlasten zu regeln".

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