-2°

Donnerstag, 23.01.2020

|

Mehr Frauen als Männer bei den Ahorntaler Grünen

Die Grünen-Liste Ahorntal ist ein Novum im Landkreis Bayreuth. - 08.12.2019 08:55 Uhr

Die Grünen treten im Ahorntal mit zehn Frauen und sieben Männern auf der Liste an, gemischt aus Grünen und dem Bündnis Zukunft Ahorntal.


1. Monika Friebe, 62, Industriekauffrau; 2. Marcel Adelhardt, 33, polit. Gewerkschaftssekretär; 3. Heike Noack; 54, Verkäuferin; 4. Albin Engelhardt-Friebe, 61, Schreinermeister, 5. Sonja Wohlfahrt, 49, SAP-Beraterin; 6. Erwin Neuner, 59, Abwassermeister; 7. Eva Thiele, 60, Kunstlehrerin; 8. Martin Körzdörfer, 37, Braumeister; 9. Inge Täuber, 55, Sekretärin; 10. Christian Görl, 42, Chemiker; 11. Eva Oppelt,51, Diplom-Sportlehrerin; 12. Harald Seiler, 52, Maschinen- u. Anlagenbediener; 13. Elisabeth Zapf, 49, Erzieherin; 14. Brigitte Eckert, 55, Gärtnerin; 15. Simone Füßmann, 38, Zahnarzt-Assistentin; 16. Adalbert Pfeufer, 66, Elektromeister; 17. Susanne Questel, 35, Pflegedienstleitung.

Florian Questel, seit Februar erster grüner Bürgermeister im Landkreis Bayreuth, "im tiefschwarzen Ahorntal", wie er sagt, ist begeistert, dass ein Jahr nach seiner Nominierung und Gründung des Ortsverbandes jetzt auch eine grüne Liste für die Gemeinderatswahl aufgestellt werden kann. Nicht alle sind Grünen-Mitglieder, die meisten gehören dem Anfang der Woche extra gegründeten Verein Bündnis Zukunft Ahorntal an. "Viele Ortsverbände in der Gemeinde tun sich schwer, genügend Kandidaten zu finden", sagt er. Umso begeisterter sei er, dass auf der Grünen-Liste schließlich 17 Kandidaten stehen. Die ersten Plätze mehrfach belegen will man am Ende nicht. "Es soll eine ehrliche, sympathische Liste sein", so Questel. Deshalb habe er sich auch nicht aufstellen lassen, um Stimmen zu fangen.

Als legendären Ort bezeichnete Bundestagsabgeordnete Lisa Badum das Ahorntal angesichts seines grünen Bürgermeisters. "Aber er ist nur so stark wie das Team, das hinter ihm steht", sagte sie. Deshalb sei es gut, wenn es diesmal eine Grünen-Liste gibt.

Ähnlich sah es auch der frisch gekürte Landratskandidat Andreas von Heßberg, der als Wahlleiter fungierte. "Es ist toll, wenn es eine Liste gibt, auf der der Wähler grün wählen kann", sagte er.

Im Ahorntal sei es an der Zeit, dass die Grünen stärker Verantwortung übernehmen. "Es darf nicht weiter gemacht werden wie bisher mit Flächenversiegelung, Insektensterben, Siedlungs- und Verkehrspolitik sowie dem Klimawandel", appellierte von Heßberg. Der Lebensstandard der Menschen liege jenseits der Nachhaltigkeitsgrenze, das Niveau müsse zurückgenommen werden. "Wir machen vieles unbedacht, müssen mit unserer Landschaft sorgfältiger umgehen", mahnte er.

Ziele der Kandidaten

Die Zersiedelung und viele Leerstände sind auch für Albin Engelhardt-Friebe ein Grund, sich auf der Liste aufstellen zu lassen. Raus aus den negativen Schlagzeilen und mitgestalten, nennt Sonja Wohlfahrt, Vorsitzende des Bündnisses Zukunft Ahorntal, als Beweggrund zu kandidieren. Der gleichen Ansicht ist ihr Stellvertreter Marcel Adelhardt. Dabei sein, nicht daneben stehen, sagt Listenführerin Monika Friebe. Und für eine freundlichere Atmosphäre im Gemeinderat will sich Heike Noack stark machen.

Das Ahorntal müsse ökologisch gestärkt werden, sagt Erwin Neuner, während Eva Thiele sich für mehr Transparenz einsetzen will. Eine bessere Kinderbetreuung liegt Eva Oppelt am Herzen und Inge Täuber will Bürgermeister Florian Questel unterstützen.

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Ahorntal