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Freitag, 27.11.2020

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Mehr Sicherheit für Kinder und Eltern: Neue Ampelanlage in Kirchahorn

Nach gut einem Jahr nach dem Beschluss wird die Ampelanlage an der Schule gebaut. - 06.11.2020 16:17 Uhr

Die Bauarbeiten zur Errichtung der Ampelanlage an der Grundschule in Kirchahorn sind in vollem Gange. In zwei Wochen sollen sie abgeschlossen sein.

06.11.2020 © Foto: Ralf Münch


Die Arbeiten am bestehenden Gehweg beauftragt die Gemeinde, die Ampel selber und der Übergang das staatliche Bauamt. An der Gemeinde bleiben Kosten in Höhe von rund 9000 Euro hängen, schätzt der Bürgermeister.

"Wir haben den Gehweg auf der Schulseite um rund einen Meter verbreitert", erklärt Florian Müller, Polier der ausführenden Firma Markgraf. Außerdem wurde ein neuer Zugang zur Schule selber gelegt und die bestehende Bushaltestelle um zwei Meter verkürzt. "So ist alles kompakt an einer Stelle, Bushaltestelle und der Ampelübergang."

Auf der gegenüberliegenden Seite werde der Graben auf vier Meter aufgefüllt und asphaltiert sowie am Rand gepflastert, so der Polier. "Der Übergang selber wird barrierefrei angelegt und sogenannte Blindenplatten werden verlegt", sagt Müller.

Auf der Schulseite mussten zwei neue Abläufe verlegt werden, der bestehende war verstopft. Bisher war das Wasser von dort über Drainagen abgelaufen. Künftig wird es in den Kanal auf der gegenüberliegenden Seite geführt. "Dort wird auch noch ein Schaltschrank gesetzt, der die beiden Ampeln miteinander verbindet", so Müller. In rund zwei Wochen werde die Maßnahme abgeschlossen sein, schätzt er und die Ampel funktionstüchtig sein. Aufstellen werde die Firma Markgraf die Ampeln, die restlichen Arbeiten führt ein Elektriker aus. Er sei noch für eine neue Zufahrt zum Kindergarten selber zuständig. Dazu kommt noch am Ende des Gehwegs in Richtung Rathaus, dass die Einfassung neu gemacht wird.

Sind bei den Erdarbeiten Schwierigkeiten aufgetreten? "Wir haben viele alte Kabel gefunden", sagt Florian Müller und deutet auf den Graben, "Strom und Telekom sowie zur Schul- und Straßenbeleuchtung." Außerdem seien sogenannte Papierkabel – Kabel aus den 1950er-, 1960er Jahren, die mit Papier ummantelt sind – gefunden worden. "Es ist aber unbekannt, für was die sind."

Erleichtert ist auch Madeleine Dollhopf, die im vergangenen Jahr mit anderen Eltern die Initiative übernommen hat, für die Errichtung einer Ampel an der Grundschule zu kämpfen. Rund 25 Buben und Mädchen müssen morgens auf Höhe des Dorfladens über die stark befahrene Staatsstraße und mittags wieder zurück. Es gab bislang keinen gesicherten Übergang, auch keinen Zebrastreifen.

Tempolimit auf 30 Stundenkilometer

Ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer besteht mittlerweile und es werden auch Radarkontrollen regelmäßig durchgeführt. "Und die Messstelle rechnet sich", sagt der Bürgermeister. "Die Maßnahme wird nun früher als wir dachten umgesetzt", sagt Dollhopf, die angesichts der Corona-Pandemie mit einer Verzögerung gerechnet hatte. Ausdrücklich danke sie Questel, dass er sich so hinter die Sache geklemmt habe und auch die Eltern mit zu den Ortsterminen mit dem Staatlichen Bauamt genommen hat.

Nun müsse man mit den Kindern den Übergang an der Ampel – eine Druckampel – üben, damit sie diese richtig nutzen und nicht einfach über die Straße stürmen. Hier hofft Dollhopf auch auf die Zusammenarbeit mit der Schule.

FRAUKE ENGELBRECHT

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