Samstag, 14.12.2019

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Missionar Pater Edwin feierte vor 50 Jahren Primiz

Büchenbacher war viele Jahre lang in Tansania tätig - In Münsterschwarzach beerdigt - 28.07.2019 01:00 Uhr

Im feierlichen Zug wurde der Primiziant vor 50 Jahren von der Feuerwehr in die Büchenbacher Pfarrkirche geleitet. © Georg Brendel


Pater Edwin wurde 1943 in Büchenbach geboren. Später war er Schüler der Gymnasien und Seminare der Benediktiner in Münsterschwarzach und Würzburg. 1963 trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein. Durch die feierliche Profess am 17. Dezember 1967 schloss er sich auf Lebenszeit dem Kloster an. Weihbischof Alfons Kempf von Würzburg weihte ihn im Juli 1969 zum Priester.

In seiner Heimatgemeinde erteilte der neu geweihte Priester Edwin Lindner den Gläubigen seinen Primizsegen. © Georg Brendel


Bei der Primiz in seinem Heimatort wurde dem Neupriester ein feierlicher Empfang bereitet. In der Dorfmitte beim Dorfkreuz hatten sich viele Gläubige eingefunden, dazu die Feuerwehr mit ihrer Fahne, die Schuljugend und die Büchenbacher Musikkapelle. Den Mittelpunkt der in gespannter Erwartung harrenden Menge bildeten Pfarrer Josef Bauer und die beiden Benediktinerpatres P. Otto, der die religiöse Vorbereitung geleitet hatte, und Pater Burkhard, der Primizprediger.

Pater Edwin Lindner starb am 29. Juli 2016 im Alter von 73 Jahren in Münsterschwarzach. © nn


Als der Primiziant dem Auto entstiegen war, spielte die Musikkapelle zur Begrüßung auf. Es folgten die Schulkinder unter Leitung von Schulleiter Hubert Richter mit einem Lied. Mit herzlichen Worten begrüßte Bürgermeister Johann Endres im Namen der Gemeinde den Sohn der Marktgemeinde, der als Priester zur Primizfeier heimkehrte.

Nach dem feierlichen Einzug in die Pfarrkirche überreichten weiß gekleidete Mädchen nach einem Prolog dem Primizianten Blumen. Pfarrer Josef Bauer erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an die Eintragung In die Chronik der Pfarrei vom 17. September 1963, als der Primiziant ins Noviziat aufgenommen wurde. Der Neupriester dankte für den schönen Empfang und betonte, daß er diese seine Primiz als das Fest der ganzen Pfarrei verstanden wissen wolle.

In Münsterschwarzach war Pater Edwin mit viel Begeisterung in der Erziehung der Jugend eingesetzt, als Präfekt und Regens im Internat St. Maurus. Von 1991 bis 2007 war er mit Eifer und Freude als Missionar in der Abtei Peramiho in Tansania tätig.

Unterstützung durch NN-Leser

Bei dieser Arbeit wurde der Missionar immer wieder von seinen Landsleuten und den Lesern der Nordbayerischen Nachrichten unterstützt. So schrieb er im Jahr 2003: „Ich danke den Lesern der Nordbayerischen Nachrichten, die gespendet haben. Ich danke aber auch meinen Büchenbacher Landsleuten, die mich während meines Heimaturlaubs wieder hervorragend unterstützt haben. Unsere Mission hat wieder viel Geld bekommen. Damit können wir Menschen in Tansania helfen.“

Pater Edwin Lindner aus Büchenbach war damals begeistert, als ihm Hans Jörg Nagel als Vorsitzender des Vereins „Hilfe für die Dritte Welt“ den stolzen Betrag von 2000 Euro überreichen konnte. Die Summe setzte sich aus Spenden der Bevölkerung zusammen, hinzu kam noch der Zuschuss des Vereins in Höhe von gut 1000 Euro.

Fest stand damals, dass das Geld ohne einen Cent Abzug zweckgebunden für den Bau von Wasserzisternen eingesetzt wird. Über das Kloster Münsterschwarzach ging das Geld ohne Abzug nach Tansania, wo der Versuch gestartet wurde, durch Speicherung von Wasser das Nomadenvolk der Massai sesshaft zu machen.

Während ihrer langen Tätigkeit haben der Pater und die Missionarin Schwester Karin dort einiges erreicht. Von manchem Kirchendach aus Wellblech fließt inzwischen das Wasser in Zisternen. So kann die lange Trockenperiode besser überbrückt werden.

Bei der Überreichung des Geldbetrages machte der Geistliche anlässlich seines 60. Geburtstages deutlich, dass seine und die Arbeit seiner Mitstreiter nur dann Erfolg haben, wenn man den Menschen in Tansania zeigen könne, dass die Bürger in Deutschland interessiert Anteil am Leben der Afrikaner nehmen und diesen in der Not auch mit finanzieller Hilfe beistehen.

Seine letzte Ruhestätte hat der Büchenbacher nach schwerer Krankheit im Klosterfriedhof von Münsterschwarzach gefunden.

rr/vz

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