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Mittwoch, 26.06.2019

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Mit magerem Vorsprung in das Rückspiel

Handballer der SG Auerbach/Pegnitz gewinnen das Hinspiel ihrer Relegation gegen die HSG Dietmannsried/Altusried mit 20:18. - 19.05.2019 21:33 Uhr

Der Spielertrainer der SG Auerbach/Pegnitz, Matthias Schnödt, sucht mit dem Ball in der linken Hand eine Lücke in der Abwehr der Gäste. Am Kreis wartet der von Abwehrspielern bedrängte Ralph Weiss auf ein Anspiel.


Matthias Schnödt zeigte sich vorsichtig zufrieden mit der Leistung und dem Sieg und erwartet für kommenden Samstag ein ähnlich intensives Rückspiel in Dietmannsried. Für die Fahrt ins Allgäu stehen im Fanbus nur noch wenige Plätze zur Verfügung.

Am Ende der ersten Relegationspartie zwischen den Zehntplatzierten der Nord- und Südstaffel um den Klassenerhalt in der Landesliga gab es auf beiden Seiten zwiegespaltene Minen zu beobachten. Die Gastgeber um Matthias Schnödt hatten das Spiel zwar gewonnen, jedoch hatten sie sich etwas mehr erhofft. Der Vorsprung beim Rückspiel ist nicht so hoch wie gewünscht.

Der Cotrainer der Gäste, Christian Huthner, sieht für sein Team durchaus gute Chancen, den Klassenerhalt in eigener Halle feiern zu können. "Wir haben heute ein schlechtes Landesligaspiel gesehen, mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, wobei sich die Fehler bei Auerbach/Pegnitz jeweils gegen Ende der Halbzeiten etwas gehäuft haben", vermutet der Ex-Bundesligaschiedsrichter eine gewisse Konditionsschwäche bei den Blau-Weißen."Natürlich weiß man nie, wie ein Spiel verläuft, aber wir sind eigentlich ein heimstarkes Team und erwarten vor allem eine gut gefüllte Halle mit mindestens 500 Zuschauern.

Schnödt sah den nicht übermäßig beruhigenden Sieg nicht ganz so negativ. "Unsere Abwehr stand eigentlich recht stabil und Manton (Max-Anton Seiffert) hat gut gehalten. 18 Gegentore ist nicht allzu schlecht. Wir hatten Spiel und Gegner ja auch bis zur 45. Minute ganz gut im Griff und waren mit sechst Toren Vorsprung durchaus im Soll. Leider mussten wir in dieser Phase eine Zeitstrafe hinnehmen, die uns völlig missglückt ist. Wir haben die Unterzahl sehr ungeschickt gespielt und plötzlich war der Vorsprung so gut wie weg."

Damit sprach Schnödt eine Phase zwischen der 44. und 48. Minute an, in der sein Team nach einer Gästeauszeit fünf unbeantwortete Treffer hinnehmen musste. Bis dahin hatte sich Spiel, das zunächst sehr zäh und torarm gestartet war, nur langsam entwickelt. Nach zehn Minuten leuchtete ein klägliches 2:1 von der Anzeigentafel. Nachdem zuvor Maxim Pankraz einen Strafwurf vergeben hatte, scheiterte nun auch Tobias Aniser für die Gäste.

Als Maximilian Schneider in der 17. Minute für die HSG ebenfalls vom Siebenmeterpunkt scheiterte, nutzte Alexander Tannenberger die Chance und versenkte seinen Strafwurf zur ersten Drei-Tore-Führung (5:2). Bis zur Pause schafften die Gäste wieder den Anschluss (8:7).

Die zweite Hälfte begann zwar mit einem von Tannenberger verworfenen Strafwurf, dennoch neigte sich die Partie in dieser Phase immer mehr zugunsten der Blau-Weißen. Dabei profitierten sie auch von zwei knappen Entscheidungen nach Strafwürfen, die die solide leitenden Unparteiischen beide zu ihren Gunsten fällten. Auch wenn man immer wieder Chancen vergab und manchen Angriff zu wenig vorbereitet abschloss, erarbeitete man sich nun ein leichtes Übergewicht, nutzte die hohe Fehlerquote der Gäste zu einigen schnellen Toren und lag in der 44. Minute mit 15:9 in Front.

Gästetrainer Thomas Kinkel legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Mit einer Umstellung in der Abwehr fand er das richtige Mittel gegen Blau-Weiß. Ein nun vorgezogener Abwehrspieler störte die Kreise der Auerbacher Angreifer und als kurz darauf Jonathan Kraus eine Zeitstrafe antreten musste, nutzten die Allgäuer geschickt ihre Überzahl und schlossen die Lücke bis auf einen Treffer (15:14).

Das Spiel war wieder offen und erst eine Auszeit der SG stoppte den Lauf der Gäste. In der Folgezeit kämpfte sich die Schnödt-Sieben wieder ins Spiel, übernahm noch einmal die Initiative und konnte den Vorsprung trotz eines erneut vergebenen Strafwurfs wieder etwas ausbauen. SG Auerbach/Pegnitz: Kroher/Seiffert, Tannenberger (3/1), Weiss (1), Brendel-Suchanek, Ma. Hofmann (1), Schnödt (3), Pankraz (2/2), Kraus, Schalanda (2), Weisser, Edtbauer, Neuß (1), Wilke (7).

HSG Dietmannsried/Altusried: Làzlo, Schmidt, Bernhard (3), Feigele (1), Schneider (3), Jüschke, Häufele, Kreuzer (2), Meggle (1), Aniser (3/1), Rucht (1), Medinger, Fleschutz (3), Stölzle (1). 

HARALD WEIDMANN

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