Mit zwei stattlichen PS auf dem Feld zur Ernte unterwegs

27.8.2009, 00:00 Uhr
Passanten reiben sich nicht selten die Augen: Landwirt Michael Konobasek fährt noch mit Pferden auf den Acker und lädt die Strohballen mit der Hand auf.

Passanten reiben sich nicht selten die Augen: Landwirt Michael Konobasek fährt noch mit Pferden auf den Acker und lädt die Strohballen mit der Hand auf. © Spätling

Der Landwirt aus Leidenschaft, Michael Konobasek aus Gottsfeld, besitzt zwei kräftige Kaltblüter, den 13-jährigen Wallach Moritz und die zwölfjährige Stute Fanny. Mit ihnen führt er wie einst üblich die verschiedensten Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb aus. Sie werden derzeit zum Einbringen von Strohballen angespannt, aber auch zum Grasschneiden, zur Heuernte und vor allem aber als Rückepferde bei der Waldarbeit. Dazu sind die beiden kräftigen Pferde in besonderer Weise geeignet.

Michael Konobasek hat die Landwirtschaft von seinem einst aus der Tschechoslowakei eingewanderten Vater übernommen, ist aber selbst in Gottsfeld schon geboren und spricht gerne in markigem Fränkisch über die Arbeit mit seinen Tieren. Außer den Pferden, seiner besonderen Leidenschaft, befinden sich auf dem Hof auch noch zwei Kühe, Gänse, Enten Hühner und andere Tiere.

Leben kann er von der gemischten kleinen Landwirtschaft natürlich nicht, dazu ist schon ein Brotberuf nötig. So betreibt er die Landwirtschaft mehr als Hobby, nach Feierabend, was allerdings manchmal in schwere Arbeit ausartet und nicht jedermanns Sache wäre. So ist das Aufladen der 20 bis 30 Kilo schweren Strohballen auf den Wagen mehr als nur Fitnesstraining und Konobasek muss dabei auch die Pferde kontrollieren, gegen deren Kraft er sich manchmal mit aller Macht stemmen muss. Mit den Rufen «Hot», «Wüsta» und «Brrrr» allein ist es nämlich nicht getan, um die Kraft von zwei Pferdestärken in Zaum zu halten.

Etliche Spaziergänger und Radfahrer zur Rotmainquelle bleiben am Wegesrand stehen und schauen der Arbeit des Landwirtes zu und bestaunen die Pferde, deren Feldarbeit natürlich auch umweltfreundlich und sehr bodenschonend ist. Heute ist es aber nur ein Relikt aus vergangener Zeit. Man wünschte, es gäbe noch mehr davon!