Montag, 18.11.2019

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Mitreißende Märsche

KSB-Werksorchester gab sein 40. Herbstkonzert - 20.11.2017 08:55 Uhr

Das KSB-Werksorchester unter der Leitung von Andreas Hein (rechts) bei seinem 40. Herbstkonzert. © Bernhard Niemczyk


Ein echter Dauerbrenner und jährliches Highlight für Musiker wie Publikum gleichermaßen sind die Herbstkonzerte des Werksorchesters. Und auch der Veranstaltungsort hat für die 45 Musiker und Musikerinnen der Pegnitzer Blechbläser bereits Tradition – schon zum 37. Mal bot die nüchterne Mehrzweckhalle den Hintergrund für schwungvolle Orchestermusik rund um den Globus.

Aufwändige Licht- und Tontechnik

Mit aufwändiger Licht- und Tontechnik wussten die Musizierenden aller Altersstufen ihr Publikum vom Einzug zu Trommelwirbel über musikalische Ausflüge nach Amerika bis zu böhmischen Märschen zu begeistern. Andreas Hein, der seit vergangenem Jahr die Leitung innehat, hatte ein vielfältiges Programm zusammengestellt: Von „Highlights from Hook“, über das feurige "Granada" und Benny Goodman-Klassiker bis hin zu beliebten Märschen war für jeden Geschmack etwas dabei. Launig waren vor allem eine Kuckucksuhr-Interpretation des Radetzky-Marschs mit Pappfiguren und eine Orchesterversion des Computerspiels "Super Mario Bros.", dessen Daddelmelodie noch dem einen oder anderen in Erinnerung sein dürfte. Selbst die Musiker kamen nicht umhin, mitzuschunkeln.

Auch Soli und Gesangseinlagen gab es wieder. Der junge Simon Förster gab seinen Tuba-Einstand mit "Rockin‘ with Frosty", die beiden Sänger Kerstin Vogel und Peter Dahl schmachteten einander bei amerikanischen Songklassikern an. Richtige Begeisterung kam beim Publikum bei den böhmischen Märschen auf. Bei der Zugabe der "Berliner Luft" hielt es die Zuhörer dann nicht mehr auf den Sitzen, und die sonst eher zurückhaltenden Pegnitzer klatschten stehend Beifall.

Diesen gab es auch für einige Musiker. Für ihre "Verdienste um die deutsche Blasmusik" wurden Hans-Josef Deinlein und Roland Franz vom Nordbayerischen Musikbund mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Seit 1967 sind die beiden Musiker bereits Mitglieder des KSB-Werksorchesters. Zusätzlich ehrte die KSB die beiden zusammen mit Roland Lang dafür, dass sie als Männer der ersten Stunde so gut wie kein Herbstkonzert in den 40 Jahren verpasst haben.

Zuhörerin auf die Bühne geholt

Für Kurzweil sorgte eine Spontanaktion, bei der ein Gast im Publikum einmalig die Gelegenheit erhielt, ein Stück mitten im Orchester sitzend zu erleben. Mit gelbem Schaumstoffball nach dem Zufallsprinzip ermittelt durfte Margarete Kiefhaber beim USA-Medley "Songs from the States" neben dem Saxofonisten und launigen Moderator Wolfgang Schötz Platz nehmen und den Connie Francis-Schmelzhit "Schöner fremder Mann", den "Tennessee Waltz" und "Jambalaya" mitten im Blech lauschen.

Vorher, zwischendrin und nachher gab es Gelegenheit, sich mit Getränken und belegten Brötchen zu stärken und eine kleine Ausstellung zur Geschichte des KSB-Werksorchesters anzuschauen. Bei diesen, von Angehörigen bestens organisierten Rahmenbedingungen traf man sich in der Pause auf ein Schwätzchen mit Kollegen, alten Bekannten und anderen Musikfans. Es war offensichtlich, dass sich der Wunsch von KSB-Standortsprecher Harald Hofmann nach einem kurzweiligen und inspirierenden Konzert erfüllt hatte.

Die KSB-Blechbläser suchen derzeit für alle Instrumente Mitspieler. Wer Teil des Orchesters werden will, soll sich melden.

GISELA LEINBERGER

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