Mittwoch, 18.09.2019

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Musikalische Anfänge bei der Dorfkerwa

Die Band "Bumbara live" begeistert seit 25 Jahren mit Volksmusik, Oldies und aktuellen Partyhits. - 21.08.2019 23:09 Uhr

Die Band „Bumbara live“ mit (von links) Peter Brendel, Ehrenbumbara Richard Brendel, Werner Kaluza, Lothar Lindner, Markus Nowak und Bernhard Kaluza. Seit 25 Jahren spielen die Musiker Volksmusik, Alpenrock, Oldies, aber auch aktuelle Partyhits. © Foto: Dieter Jenß


Die fünf Männer im Alter von 44 bis 60 Jahren treten bei Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen, Kirchweihfesten oder Weinfesten auf. Ihnen ist die Freude an der Musik anzumerken. Das 25-jährige Jubiläum wurde zum Anlass genommen, an die Gründung zu erinnern. Vor allem Lothar Lindner sprudeln die Geschichten nur so heraus. Noch heute ist seine Begeisterung aus den Anfangsjahren zu spüren, als es bei der Kerwa im eigenen Dorf begann.

"Dort haben wir das erste Mal aufgespielt und sind durch das Dorf zum Gasthaus gezogen. Das war unser erster Live-Auftritt." Nachdem das richtig gut von der Bevölkerung angenommen wurde, sei das Ansporn gewesen. "Von Mal zu Mal wurden wir in der Folge bekannter", so Chef Werner Kaluza. Es folgten Auftritte bei Kirchweihen, Hochzeiten und Geburtstagen. Eigentlich war der Start nur als Gaudi von den Männern, die auch Nachbarn sind, gedacht. Mit von der ersten Stunde dabei war der heute 70-jährige Richard Brendel mit seiner Tuba. Er war der Profi unter den Musikern und ist "in ganz Deutschland bekannt", so seine Kollegen.

2007 hörte er wegen Rückenproblemen auf, ist jedoch manchmal noch dabei. Brendel ist seitdem der "Ehrenbumbara". Für ihn kam Peter Brendel ins Team, der Erfahrungen in einer Band vorweisen konnte. Der in Pfaffenberg beheimatete Musiker ist vielseitig mit Schlagzeug, Bariton und Gitarre einsetzbar. Seit der ersten Stunde dabei ist Werner Kaluza.

Der 47-Jährige ist mit seiner Quetschen der Frontmann der Gruppe und Ansprechpartner, ebenso Lothar Lindner. Diesen bezeichnen seine Kollegen als musikalisches Naturtalent. "Ich spiele nicht nach Noten", so der 57-Jährige.

Er hat sich alles selbst beigebracht. Neben seiner Quetschen spielt er auch Keyboard. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch Bernhard Kaluza (60), der zum Quartett der vier Nachbarn in Weiher aus dem Gründerjahr zählt. Für ihn musste unbedingt eine Teufelsgeige her, die von den Männern selbst gebaut wurde.

Denn es war eine Besonderheit, bei einer Hochzeit mit so einem Instrument aufzutreten. Seither sorgt er mit Rassel, Gesang und seiner Teufelsgeige für Stimmung.

Der Jüngste in der Runde ist Markus Nowak (44) aus Nasnitz. Er spielt E-Gitarre und Akustikgitarre. Es war im Jahr 2010, als die "Bumbara live" bei einer Hochzeit aufspielten und bei der Markus Nowak Gast war.

Im Laufe des Abends wollte er dem Brautpaar mit seiner Gitarre ein Ständchen spielen. Die Jungs waren vom Können des Gitarristen, der früher in einer Band mitwirkte, angetan. Einige Monate später kam die Anfrage, ob er mal zum Proben kommen könnte.

Daraus wurde eine bleibende Verbindung. Besonders erwähnenswert ist, dass die Musiker ihren neuen Kollegen überzeugen konnten, von Heavy-Metal und Rock auf Kastelruther Spatzen umzusteigen.

Um in großen Zelten auftreten zu können, wurde im Jahr 2000 sogar eine Musikanlage erworben. Dazu brauchten die Band einen Anhänger, den sie "Sauwägelchen" nannten. Mit diesem erlebten sie auf der Fahrt zu einer Hochzeit eine Reifenpanne.

Die beruflichen Anforderungen brachten es mit sich, dass die Auftritte etwas zurückgeschraubt wurden. Im Jahreskalender stehen aber nach wie vor Veranstaltungen wie Fasching, Kerwa oder die Organisation des Musikantentreffens im Gasthaus Thiem in Langenloh. Selbst ein Auftritt im Bayerischen Fernsehen stand im Gründerjahr an.

Und Urlauber aus Hessen waren so begeistert von der Musik der Bumbara, dass sie diese prompt nach Hessen verpflichteten. "Wir kommen aber nur, wenn wir Bier aus Maßkrügen oder Seidlakrügen, statt aus 0,2-Gläsern trinken können."

Apropos "Bumbara": Der Name der Kapelle wurde, so Werner Kaluza, den in Heckenhof bekannten "Bumbara", die im Gasthof der Kathi-Bräu früher aufspielten, entliehen. Angeblich ist der Name auf das "Bumbern" der Stammgäste an die Tür oder Wand zur Küche zurückzuführen, um auf ein leeres Bierglas aufmerksam zu machen. 

DIETER JENSS

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