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Freitag, 10.04.2020

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Närrisches um Wendehammer und Prügelei

Beim Willenreuther Straßenfasching wurden Geschehnisse und Fehlschläge auf die Schippe genommen - 25.02.2020 17:40 Uhr

Sabrina Schatz (li.) reimte für die aus verschiedenen Quellen zusammengetragenen Ideen der Willenreuther Büttenrede. Diese trug sie zum Ergötzen hunderter Schaulustiger vor. © Frank Heidler


Beim Wetter hatten die Willara-ther jedenfalls die Nase vorn. Während es beim vorherigen Plecher Umzug noch regnete, rangierte das Geniesel in Willenreuth allenfalls unter erhöhter Luftfeuchtigkeit.

Auf allzu-Mensch(Männ)liches ging Büttenrednerin Sabrina Schatz ein. "Es ist allgemein bekannt, dass die Wirtshäuser sterben vielerorts aus, drum komma a die Männer aus den Nachbardörfern zu uns raus. In Scharen trudeln sie bei uns ein, da ist die Wirtsstub’n vom Schorschi scho fast a weng klein." Auch die Schützen bekamen ihr Fett weg: Die haben für die anstehende Blasrohrmeisterschaften "ins Rohr geblasen heimlich, schließlich sollt‘s für unsere Schützen nicht werden peinlich".

Viel Mühe haben sich die Akteure vom Stammtisch „Die Durstigen“ beim Nachspielen der Wirtshausprügelei gegeben. © Frank Heidler


Und aufs Ende der Faustfestspiele wurde närrisch getextet: "Auf an andern Berg wollten‘s die Schauspieler schicken, aber da ham welche g‘sagt, des könnta knicken."

Vom Wahlsieger aus fünf Bürgermeisterkandidaten erwarten die Willarather vor allem eines: "Letztlich ist wichtig, dass einer den Radweg schafft an, damit man endlich von Willarath nach Bengatz strampeln kann."

Die Feuerwehr ging in ihrem mit Bobbycars ausstaffierten Wagen auf einen Wendehammer ein. Seitdem ebbt das Gezänk zwischen wild parkenden Anliegern und der Stadt Pegnitz nicht mehr ab.

Auch die Diskussion um die Erhöhung der Hundesteuer war den Willenreuther Wagenbauern närrische Seitenhiebe wert.

Das Rasierprogramm am vorherigen Faschingsdienstag für die männlichen Ortsteilbewohner löste damals wie jetzt etliche Lacher aus.

Zur Wirtshausschlägerei wurde gereimt: "Im letzten Jahr da war beim Klabauer was los, es trank aner mal wieder zu viele Moß."

Insgesamt wurde der Faschingsumzug von rund 130 Freiwilligen gestemmt. Diese bestückten vier Wagen, dazu kamen noch einige originelle Fußgruppen, auch aus dem "britischen Königshaus".

FRANK HEIDLER

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