Donnerstag, 29.10.2020

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Naturpark-Geschäftsführer Wolfgang Geißner im Ruhestand

Arbeit mit viel Herzblut erledigt - Christoph Hurnik Nachfolger - 07.09.2020 23:45 Uhr

Landrat Hermann Ulm (CSU, rechts)) verabschiedete in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenjura während der Mitgliederversammlung in Oberaufseß Geschäftsführer Wolfgang Geißner in den Ruhestand.

© Foto: Thomas Weichert


Geißner Nachfolger, sein Stellvertreter Christoph Hurnik aus Weilersbach, war krankheitsbedingt verhindert. Nachfolger als stellvertretender Geschäftsführer von Hurnik wird Leonhard Anwanderer aus Hetzles.

Geißner, der 1996 unter Geschäftsführer Gernot Huß seine Arbeit beim Naturpark als zuständiger Mann für die Felsfreilegungen in der Fränkischen Schweiz begann, ist seit 2001 Geschäftsführer und war lange Zeit Einzelkämpfer für die Entwicklung des Naturparks, der bis vor Kurzem noch Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst hieß.

Wie Ulm betonte, habe Geißner seine Arbeit immer mit viel Herzblut erledigt und den Naturparkverein hervorragend geprägt. Geißner war der dritte Geschäftsführer nach Gernot Huß und Kurz Wenninger in der Geschichte des Naturparks, der heute einer der größten in Deutschland ist. "Ich habe die Arbeit gerne gemacht, auch wenn es manchmal viele Nerven gekostet hat", sagte Geißner dem als aktuelles Lieblingsprojekt besonders die Naturparkhöfe am Herzen liegen, um die sich Corinna Brauer in hervorragender Weise kümmere.

20 Jahre lang hätten ihn die Kletterkonzepte in der Fränkischen Schweiz geradezu verfolgt. Eine beispielhafte Erfolgsgeschichte, die auch andere Regionen übernommen haben. Vorreiter war auch hier Wolfgang Geißner, der immer bemüht war, mit allen Organisationen, Verbänden und Regierungsstellen kooperativ und konstruktiv zusammen zu arbeiten. So auch beim Kanukonzept auf der Wiesent. "Es musste immer ein Kompromiss gefunden werden, dass die Menschen Klettern, Kanu fahren und Wandern können, aber gleichzeitig die herrliche Natur geschützt und erhalten wird", betont Geißner.

Bis heute sei es allerdings nicht gelungen, dass das Höhlenkonzept, an dem Dieter Preu maßgeblich beteiligt war, genehmigt wird. Einzelne Höhlen sollten als Freizeithöhlen ausgewiesen werden, um wildes Feiern und Feuerschüren in Höhlen zu unterbinden. Besonders am Herzen lagen Geißner die Wanderwege in der Fränkischen Schweiz. "Es ist ganz wichtig die Wanderwege auch zukünftig in Schuss zu halten, Aufsteige, Brücken und Geländer zu erneuern und Aussichtspunkte zu erhalten", so Geißner.

Als größten Erfolg in jüngster Zeit sieht der scheidende Geschäftsführer die vier Naturparkranger an, die im Bahnhof von Muggendorf stationiert sind. Ihr Arbeitsverträge sollen nach Beschluss der Mitgliederversammlung nun unbefristet verlängert werden. Geißner hält das Naturparkzentrum im Muggendorfer Bahnhof als Schnittstelle für die Gäste der Fränkischen Schweiz für äußerst wichtig.

Projektmanager Dieter Preu berichtete kurz vom aktuellen Sachstand. Vor zwei Jahren habe man eine abgewohnte Immobilie vorgefunden. Dank der Gemeinde Wiesenttal und deren Bauhofmitarbeitern konnte das Gebäude hervorragend saniert werden.

Geschaffen wurde eine schöne Arbeitsstätte mit den Büros für die Naturparkranger. Preu dankte vor allem dem anwesenden Wiesenttaler Bürgermeister Marco Trautner (FW). Ein kleiner Nachteil für den Naturparkverein sei nun aber eine etwas höhere Miete.

Was noch fehlt, ist das Mobiliar und der Telefonanschluss. Beides soll in Kürze installiert werden. Ergänzt wird das Ganze durch die bereits 2012 geschaffene Ausstellung im Bahnhofsgebäude. Diese wird nun komplett der Naturpark übernehmen. Insgesamt wurden in das Naturparkzentrum in Muggendorf laut Preu rund 200 000 Euro investiert.

Neben Geißner wurde auch der bisherige Stellvertreter von Ulm, der frühere Bayreuther Landrat Hermann Hübner (CSU), verabschiedet. Weiterhin schieden aus der Vorstandschaft aus: die früheren Bürgermeister Helmut Taut, Helmut Krämer und Hans Koch sowie der ehemalige Kreisrat Reinhold Thiem.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (FW) in Abwesenheit einstimmig bestätigt. Den Landkreis Amberg-Sulzbach vertritt künftig die Auerbacher Kreisrätin Birgit Barth in der neu gewählten Vorstandschaft. Der Landkreis Bamberg entsendet Landrat Johann Kalb für Helmut Krämer, den Landkreis Bayreuth vertritt der Pegnitzer Kreisrat Werner Lappat für Reinhold Thiem und den Landkreis Forchheim Wiesenttals Bürgermeister Marco Trautnerfür Helmut Taut.

Wiedergewählt wurden die Landräte Klaus Peter Söllner (Kulmbach), Christian Meißner (Lichtenfels), Armin Kroder (Nürnberger Land) und Forstoberrat Martin Gottsche für den Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Ich habe die Arbeit gerne gemacht, auch wenn es manchmal viele Nerven gekostet hat

 

THOMAS WEICHERT

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