Netzwerkkabel in Auerbacher Realschule: 150 000 Euro investiert

9.6.2021, 17:15 Uhr
Für die Bauarbeiten in der Realschule hatte die Corona-Pandemie auch Vorteile. Mit den Schülern im Distanzunterricht konnten die neuen Netzwerkkabel zügig im gesamten Schulhaus eingezogen werden.

Für die Bauarbeiten in der Realschule hatte die Corona-Pandemie auch Vorteile. Mit den Schülern im Distanzunterricht konnten die neuen Netzwerkkabel zügig im gesamten Schulhaus eingezogen werden. © Foto: Realschule

Die Umlage des Kreises möchte Weber in den nächsten Jahren konstant halten, zumal die Rücklagen in Höhe von 660 000 Euro ein gutes Polster für die kommenden Jahre seien. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2,37 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 150 000 Euro. Das Gesamtvolumen erhöhte sich um 58 000 Euro oder 2,36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Haushaltssatzung für 2021 wurde von der Verbandsversammlung einstimmig genehmigt, ebenso wie die außerplanmäßigen Ausgaben im Vorjahr in Höhe von knapp 3400 Euro.

Im Juli vergangenen Jahres wurde der Landrat von den Verbandsräten ermächtigt, Förderanträge für eine Verbesserung der IT-Infrastruktur zu stellen und die notwendigen Maßnahmen in Auftrag zu geben. Seitdem wurde bereits einiges erledigt.

"Sehr guter Standard"

Der Glasfaseranschluss wurde bis zum Eingangsbereich verlegt. Von dort aus haben die Elektriker mehr als 16 Kilometer Netzwerkkabel Cat 7 verlegt. "Das ist ein sehr guter Standard für Kupferkabel", freut sich Direktorin Schwester Lioba Endres. Diese Kabel wurden in allen Räumen der Schule inklusive der Turnhalle verlegt. Platz für die Kabelstränge war über der abgehängten Decke.

Die Kosten dafür übernahm die Kongregation der Schulschwestern als "Hausherr". Rund 150 000 Euro waren dafür erforderlich, sagte Provinzoberin Schwester Lucilla Hauser auf Nachfrage. Im August werden voraussichtlich die drahtlosen Zugangspunkte für das schulinterne Wlan geliefert und montiert. Mit den Access Points kommen auch die mobilen Endgeräte und die Apple TV-Geräte, so die Schulleiterin. Beratend tätig war für die Realschule der IT-Experte des Landkreises für Schulen, Maximilian Großmann.

Alleine wäre es ihr wohl nicht möglich gewesen, den Durchblick über nötige Investitionen und die Förderprogramme zu behalten. Die praktische Umsetzung hat eine Elektrofirma aus Auerbach, unterstützt vom Hausmeister der Schule, übernommen. Die Investitionen in die Wlan-Infrastruktur dienen letztendlich der Einführung eines "Digitalen Klassenzimmers".

Für die Bauarbeiten in der Realschule hatte die Corona-Pandemie auch Vorteile. Mit den Schülern im Distanzunterricht konnten die neuen Netzwerkkabel zügig im gesamten Schulhaus eingezogen werden.

Für die Bauarbeiten in der Realschule hatte die Corona-Pandemie auch Vorteile. Mit den Schülern im Distanzunterricht konnten die neuen Netzwerkkabel zügig im gesamten Schulhaus eingezogen werden. © Foto: Realschule

Bis jetzt konnte man nur über den Lehrer-PC in jedem Klassenzimmer auf das Internet zugreifen und über einen Beamer projizieren, erklärt Schwester Lioba Endres. Ab dem nächsten Schuljahr können Schüler und Lehrer auch von mobilen Endgeräten wie Tablets, Notebooks oder Smartphones in das Internet.

Alles, was auf diesen Geräten zu sehen ist, könne bei Bedarf für alle sichtbar projiziert werden. Sie freue sich, dass die Schule am Programm "Digitales Unterrichten" der TU München teilnehmen könne. Dort gebe es nützliche Informationen für die Lehrkräfte.

Schüler aus vier Landkreisen

Aktuell werden in der Realschule 13 Klassen mit 327 Schülern unterrichtet. 116 davon sind Gastschüler aus den Landkreisen Neustadt/Waldnaab (62), Nürnberger Land (40) und Bayreuth (14). Für den Landkreis bedeuten die Gastschüler Einnahmen in Höhe von 1600 Euro pro Schüler, freute sich Landrat Richard Reisinger. Drei 10. Klassen werden Ende Juli entlassen.

Die Zahl der Klassen bleibt auch im Schuljahr 2021/2022 gleich. Im September kommen 50 neue Schüler hinzu. Viele davon wären auch für das Gymnasium geeignet gewesen, so die Direktorin. Viele Eltern seien nach der langen Phase des Distanzunterrichts allerdings zurückhaltend und hätten sich für die Realschule entschieden.

"Guter Distanzunterricht"

Die Pandemie habe im aktuellen Schuljahr den Takt vorgegeben. Bis zum 16. Dezember habe man noch ungestört unterrichten können, nur eine Klasse sei vorübergehend in Isolation gewesen. Das Kollegium habe mit Hilfe von MS Teams und Mebis einen guten Distanzunterricht gestaltet. Dabei wurde nach Stundenplan unterrichtet und zwischen Video- und Arbeitsphasen abgewechselt, erklärte die Schulleiterin den interessierten Zweckverbandsmitgliedern.

Neben dem Homeschooling gab es eine Notgruppe mit Kindern der 5. und 6. Klassen, wobei besonders Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache und mit fehlenden technischen Voraussetzungen zuhause in dieser Gruppe betreut wurden.

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