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Neudorfer Lärmschutzwand: Bis Weihnachten soll die Baustelle weg sein

Für rund 2,5 Millionen Euro wird die Lärmschutzwand an der Autobahn bei Neudorf neu errichtet - 15.11.2020 07:55 Uhr

Bei der Sanierung der Lärmschutzwand in Neudorf werden die letzten Betonpfähle betoniert, erklärt Robert Zimmermann.

13.11.2020 © Foto: Ralf Münch


"Die Terminschiene ist schon eine Herausforderung", sagt Zimmermann. Vom Haushalt habe es erst nicht so reingepasst, nun konnten die Bauarbeiten aber doch noch Anfang Oktober starten. Rund 2,5 Millionen Euro soll das Ganze kosten. Man ist im Zeitplan und auch gegen die Witterung – einen eventuellen Wintereinbruch – hat man sich vorbereitet. "Die Verkehrsführung auf der Autobahn wurde winterdiensttauglich gemacht", so Zimmermann. Das heißt, die gelben Markierungen wurden aufgespritzt und sind somit frosttauglich. Bei Sommerbaustellen werden diese als Folie aufgeklebt. Außerdem wurden die Spuren so ausgerichtet, dass Räumfahrzeuge fahren könnten.

Die bisherige Lärmschutzwand wird vom Bestand her erneuert, erklärt der Diplomingenieur, denn die alten Teile waren Betonwände, die den Lärm nur reflektiert haben – das heißt, der Lärm ist einfach auf die Wand geprallt. Die neue hingegen absorbiert durch ihre offenporigen Vorsatzschallen in Wellenform den Lärm und die Geräuschbelastung für die Anwohner ist somit wesentlich geringer. "Ganz kann der Schall nicht geschluckt werden, aber es sollte sich eine deutlich Verbesserung bemerkbar machen."

"Die neuen Wandteile haben eine schönere Optik", sagt Zimmermann, "sie haben gestufte Farbtöne, von anthrazit im unteren Bereich nach Hellgrau im oberen." Die Neudorfer Bürger seien bei dieser Entscheidungsfindung mit ihren Ideen mit einbezogen worden. Eine gezielte Bepflanzung werde es nicht gegeben. Nur die Pflanzen, die jetzt im Zuge der Maßnahme entfernt werden mussten, werden wieder ersetzt. Außerdem werden auf der Dammkrone noch Betriebswege für die Bauwerksprüfer gebaut sowie Rankhilfen – Gitter aus Dachlatten – an die Hinterseiten der Wände angebracht. "Das wird aber wohl erst Anfang nächsten Jahres gemacht."

150 Stützen gesetzt

Momentan werden auf der rund 600 Meter langen Baustelle die letzten Bohrpfähle betoniert, in die am oberen Ende Köcherfundamente eingeschalt sind. Darin werden die Stahlstützen eingestellt, an welche in etwa zwei Wochen die Wandteile installiert werden. Insgesamt werden über 150 Stützen gesetzt. Parallel dazu werden die transparenten Elemente an der Unterführung der B 2 abmontiert und ebenfalls erneuert.

Wie lange hält die neue Lärmschutzwand? Robert Zimmermann lacht: "Also, ich geh in 17 Jahren in den Ruhestand, bis dahin will ich eigentlich keine neue mehr bauen." Aber man könne natürlich nicht wissen, wie die gesetzlichen Vorgaben in Sachen Lärmschutz in Zukunft laufen. Wenn es hier wesentliche Änderungen gibt, müssen die gegebenenfalls umgesetzt werden.

FRAUKE ENGELBRECHT

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