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Sonntag, 09.08.2020

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Neue Toilette für Besucher des Wildgeheges

Besucher erhalten neues Toilettenhäuschen - Aufgrund von Corona wird es später fertig - 11.07.2020 07:55 Uhr

Das Toilettenhäuschen wird momentan gebaut. Die Kosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro.


"Als die Waldschänke noch stand, konnten dort die Besucher des Wildgeheges die Toiletten benutzen. Nachdem aber das mit PCP und Lindan verseuchte Blockhaus abgerissen worden war, gab es keine Möglichkeit mehr. Für die Besucher war das natürlich keine gute Situation", sagt Thomas Kreil. Er ist bei den Bayerischen Staatsforsten Pegnitz Mitarbeiter im Leistungsdienst und betreut das "Toilettenneubauprojekt". Im Mai hat man nun mit dem Bau begonnen. Es wurden vorgefertigte Elemente angeliefert und zusammengebaut. Genauso wie die Außenwände ist das Dach komplett fertig, der Rohbau steht. An der Fassade finden momentan noch Verschönerungsmaßnahmen statt. Aber die seien, so Kreil, schnell erledigt.

Die meiste Zeit nimmt noch der Innenausbau in Anspruch. Es gibt neben den Toiletten auch einen überdachten Bereich. Dort sollen Automaten für Eis, Snacks und Getränke aufgestellt werden. Und außerdem biete er für Wanderer eine Unterstellmöglichkeit bei schlechtem Wetter. Der gesamte Bau wird behindertengerecht sein und eine Wickelmöglichkeit für Babys wird es auch geben. "Eigentlich wollten wir zu Beginn der Sommerferien fertig sein. Aber das wird wohl nicht mehr klappen. Ich rechne damit, dass die Arbeiten in etwa vier Wochen beendet sein werden", sagt Kreil.

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Man könnte schon weiter sein und der Plan, dass der Bau zu Anfang der Ferien fertig ist, wäre auch aufgegangen. "Das hätte schon gepasst. Und wir wären ja auch schon gerne fertig. Doch dann kam Corona dazwischen und es kam zum Stillstand. Die Handwerker konnten auch nicht mehr arbeiten und keiner wusste wie lange der Zustand dauern wird. Da kann niemand was dafür und man kann auch nichts dagegen machen", sagt der Teamleiter des Büros der Bayerischen Staatsforsten Oliver Danner - das Virus hat den Zeitpunkt der Fertigstellung um etwa drei bis vier Wochen verzögert.

Die Kosten für das Toilettenhaus belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Wobei auf die Staatsforsten nur 20 Prozent entfallen, da 80 Prozent der Freistaat trägt. Kreil: "Diese Finanzmittel werden im Zuge besonderer Gemeinwohlleistungen zur Verfügung gestellt. Das heißt, sobald wir etwas machen, das nichts mit Waldbewirtschaftung zu tun hat, sondern eben für die Allgemeinheit, dann wird das vom Staat unterstützt."

RALF MÜCH

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