Sonntag, 25.10.2020

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Neuer Coach: Schwimmfreunde wollen wieder durchstarten

Die Schwimmfreunde haben wieder ein Zwischenziel sowie einen Trainer - 17.10.2020 14:55 Uhr

„Ich mache das nicht alleine – wir sind ein Team“, sagt Trainer Bernhard Gnan über sich und die Schwimmfreunde Pegnitz. Der frühere Interims-Coach soll nun dauerhaft bleiben.

© Foto: Ralf Münch


Über seinen Vorgänger will Gnan wenig bis nicht reden. "Um die Schwimmer, die gegangen sind, ist es allerdings sehr schade, sowohl menschlich als auch sportlich." Es gebe kein Problem. "Die wollten sich eben verändern. Wir wollen ein faires Nebeneinander pflegen."

Das Vereinsleben der Schwimmfreunde ist spätestens seit dem Ende der Cabriosol-Revision vergangene Woche wieder hochgefahren. Von den Schwimmkursen für Anfänger bis zum Training der ersten Mannschaft, es gibt so gut wie keinen Abend, an dem nicht eine Gruppe im Cabriosol trainiert. Als das Ganzjahresbad geschlossen war, trainierten die Schwimmfreunde bei den Kameraden in Auerbach, zu denen Gnan nach 15 Jahren als Schwimmer dort beste Beziehungen pflegt. "Mein ehemaliger Trainer ist es dort noch heute. Die Auerbacher haben sich während ihrer Trainingszeiten für uns eingeschränkt und das Becken mit uns geteilt."

Die Schwimmfreunde beherbergten alle Altersgruppen. Ältester ist dabei Martin Bauer. Der 60-Jährige war 1973 eines der Gründungsmitglieder. Nach einer beruflichen Pause war es allerdings genau dieser Beruf als Zahnarzt, der Bauer zurück ins Becken brachte: "Ich hatte aufgrund meiner Haltung immer mehr Probleme mit dem Kreuz. Das Schwimmen tut mir richtig gut." Während der Corona-Zwangspause habe er schnell gemerkt, dass die Schmerzen zurückkamen. Aber auch die Gemeinschaft innerhalb der Masters – quasi der Altherrenmannschaft – sei für ihn ein Grund, den Schwimmfreunden die Treue zu halten.

Die Wettkampfzeiten werden im Winter gemeldet

Bernhard Gnan teilt sich die Verantwortung für die erste Mannschaft mit Sandra Bauer, die das Trockentraining einmal wöchentlich leitet. Die restlichen fünf Einheiten übernimmt der 47-Jährige. Seit dem Winter habe es keinen Wettkampf mehr gegeben. "Das ist nicht leicht für die Schwimmer, wenn sie auf kein Zwischenziel hin trainieren."

Doch das wird sich bald ändern: Bis zum 30. November finden die Bayerischen virtuellen Mehrkampfmeisterschaften statt, bei denen Teams aus ganz Bayern ihre Zeiten messen und an die Wettkampfrichter schicken. Auch hier sollen Gnans gute Beziehungen nach Auerbach helfen: Die Pegnitzer und Oberpfälzer wollen sich zusammentun und einander die Zeiten abnehmen. Der Termin steht noch nicht fest.

JULIAN SEIFERTH

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