Donnerstag, 28.01.2021

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Neuer KJR-Vorsitzender: "Ich sehe mich als Teamplayer"

Maximilian Röder über seine Vorstellungen und Ziele bei der Führung des Kreisjugendrings - 12.01.2021 12:17 Uhr

Die Teilnehmer der Vollversammlung des Kreisjugendrings Bayreuth sahen sich in diesem Jahr wegen der Kontaktbeschränkungen nur auf den Bildschirmen daheim.

11.01.2021 © Foto: privat


Herr Röder, Sie kommen aus der Siedlerjugend Hummeltal. Was reizt Sie an der Aufgabe des Vorsitzenden beim KJR?

Man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben. Das Amt ist für mich eine große Ehre und Herausforderung zugleich. Jetzt habe ich mit der Vorstandschaft die Möglichkeit, etwas für die Kinder und Jugendlichen zu bewegen.

 

Was bringen Sie mit, um den Job gut zu machen?

Ich sehe mich als Teamplayer. Mein Ziel ist es, alle im Vorstand und der Geschäftsstelle mitzunehmen. Jeder soll die Möglichkeit haben, seine Ideen einzubringen. Es gibt in der Geschäftsstelle und im Vorstand einige neue Gesichter. Bisher war es immer sehr familiär, das will ich auch wieder in der neuen Konstellation so hinbekommen. Des Weiteren würde ich von mir behaupten, dass ich ein positiv lockerer und umgänglicher Kerl bin. Ich habe zu gewissen Themen meine Meinung, die ich dann auch verteidige. Bei anderen Themen höre ich mir sehr gerne verschiedene Ansichten an und bilde mir daraus meinen Standpunkt.

 

Max Röder ist 28 Jahre jung, wie er sagt. Er ist ledig und in Hummeltal aufgewachsen. Inzwischen wohnt er in Bayreuth. Röder ist Elektroniker für Betriebstechnik und hat sich zum Techniker weitergebildet. Er bringt reichlich Erfahrung aus der Jugendarbeit mit. Seit seiner Kindheit nimmt er am Zeltlager der Bayerischen Siedlerjugend teil. Später als Betreuer, mittlerweile auch in der Organisation. Er ist in mehreren Vereinen in unterschiedlichen Positionen tätig. In Oberfranken ist Röder der Jugendreferent der Siedlerjugend, die er auch als Delegierter im Bezirksjugendring vertritt. 2014 wählte ihn die Vollversammlung in den Vorstand des Kreisjugendrings.

11.01.2021 © Foto: privat


In den vergangenen Jahren hat der Kreisjugendring organisatorische Strukturen geschaffen und die Kreisjugendstätte gebaut. Was bleibt Ihnen jetzt noch zu tun?

In den vergangenen sechs Jahren war ich bereits im Vorstand des Kreisjugendrings und habe die Weichen für diese Projekte mit gestellt. Corona-bedingt war die Jugendstätte in Haidenaab noch nie richtig in Betrieb. Eins unserer großen Ziele ist es, so bald wie möglich eine hohe Auslastung zu erreichen. Außerdem sind die Außenanlagen noch nicht fertig. Unsere zweite Liegenschaft, der Zeltplatz in Hollfeld, hat ebenfalls noch Optimierungsbedarf. Das Jahresprogramm muss überarbeitet werden. Unsere beiden großen Ferienfreizeiten können wir leider nicht mehr wie gewohnt stattfinden lassen. Auch haben wir letztes Jahr neue Impulse mit den digitalen Medien bekommen. Das ist ein interessantes Gebiet, was in Zukunft stärker im Fokus stehen soll, wie zum Beispiel auch unser Online-Malkurs.

 

Was haben Sie sich als Vorsitzender vorgenommen?

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine tolle Basis geschaffen. Auf dieser will ich aufbauen. Die ersten größeren Ziele habe ich ja schon erwähnt, wie die Außengestaltung der Jugendstätte oder der Ausbau vom Zeltplatz. Ich würde es auch gerne schaffen, dass der Kreisjugendring in der Öffentlichkeit bekannter wird. Ich kenne viele Personen, nicht nur Jugendliche, die mit dem Begriff Jugendring nichts anfangen können. Das finde ich schade.

 

Worauf kommt es Ihnen ganz besonders an?

Mir ist wichtig, dass wir ein Team werden, in dem sich jeder gehört und eingebunden fühlt. Ich will in meiner Zeit als Vorsitzender etwas schaffen, was sinnvoll und zukunftsträchtig ist.

 

Junge Leute gehen heutzutage auf Straße für Konsumverzicht und eine andere Klimapolitik. Das sind Themen, die uns alle angehen. Ist das auch für den Kreisjugendring eine Herausforderung?

Zunächst ist es super, dass sich junge Leute eine eigene Meinung bilden und auch für diese einstehen. Die Jugend von heute soll ruhig auch Gehör finden. Wir haben uns dem Thema schon angenommen. In unseren Zukunftswerkstätten bieten wir genau dafür ein Sprachrohr für Kinder und Jugendliche. Was ich da für Vorschläge oder Ideen gehört habe – das ist richtig spitze. Ich finde, dass sich nicht nur der Kreisjugendring mit diesen Themen auseinandersetzen sollte, sondern auch die Politik.

 

Wie politisch kann der Kreisjugendring sein?

Grundsätzlich ist der Kreisjugendring politisch neutral. In erster Linie sind wir für Kinder und Jugendliche zuständig. Dafür lässt sich vieles ohne die Unterstützung der Politik nur schwer oder gar nicht verwirklichen. Wir haben unsere Büros im Landratsamt, die Gelder für Projekte und Angestellte werden uns vom Kreistag bewilligt. Ohne ein gutes Miteinander geht es nicht. Wer außerdem ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist, ist oft auch politisch unterwegs. Es gibt also viele Berührungspunkte. Wenn es aber um den Kreisjugendring geht, sollte die parteipolitische Brille abgelegt werden. Aber natürlich haben wir zu gewissen Themen unsere eigene Meinung. So zum Beispiel bei "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage".

 

Ihre Vorgänger haben das Amt des Vorsitzenden jeweils für mehrere Jahre ausgeübt. Bringen auch Sie so einen langen Atem mit?

Das fragen Sie mich bitte in fünf Jahren wieder. Grundsätzlich hätte ich das Alter und die nötige Ausdauer, um dieses Amt ein paar Jahre wahrzunehmen. Aber da spielen mehrere Faktoren mit. Jetzt freue ich mich auf die ersten zwei Jahre und hoffe, dass ich das mir entgegengebrachte Vertrauen nicht enttäusche.

Interview: UDO BARTSCH

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