Neues Leben in der alten Burg

13.9.2013, 11:19 Uhr
Bald ist der Dornröschenschlaf vorbei. Nach jahrelanger Suche ist  ein neuer Besitzer für die Burg Hiltpoltstein gefunden: Architekt Uwe Andersen, der vor allem in Nürnberg schon viele Häuser saniert hat.

Bald ist der Dornröschenschlaf vorbei. Nach jahrelanger Suche ist ein neuer Besitzer für die Burg Hiltpoltstein gefunden: Architekt Uwe Andersen, der vor allem in Nürnberg schon viele Häuser saniert hat. © Irene Lenk

Die Hiltpoltsteiner Burg hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Schon vor dem 14. Jahrhundert löste ein Besitzer den anderen ab, bis sich die Burg schließlich ab 1966 in Privatbesitz befand. 2006 gelangte sie dann unter treuhänderische Verwaltung.

Der Förderverein Burganlage Hiltpoltstein unter Wolf-Dieter Hildisch erreichte seither, dass dort verschiedene Veranstaltungen stattfinden konnten. Nach vier erfolglosen Versteigerungsterminen ersteigerte Uwe Andersen das Anwesen für 400000 Euro (wir berichteten).

Zehn bis 15 Wohnungen

Andersen möchte „selbstbestimmtes Wohnen im Alter“ in unmittelbarer Nähe zum Kern der Metropolregion in die Burganlage einziehen lassen. Interessenten sollen nach ihren Vorstellungen ausgebaute Wohnungen in den beiden am Schlosshof liegenden Gebäuden kaufen können. Je nach Größe könnten laut dem Architekten zwischen zehn und 15 Wohnräume entstehen.

Andersen schätzt, dass der Quadratmeterpreis unter 3000 Euro liegen wird, obwohl auch noch eine Tiefgarage und ein Fahrstuhl errichtet werden sollen. Der Schlosshof soll sich durch den Abriss des Hauses am Schlosshof 18 zur fränkischen Landschaft hin öffnen und einen unverbauten Blick freigeben.

Bühne im Rosengarten

Andersen kann in Nürnberg einige Objekte vorweisen, die bisher nach seinen Vorstellungen saniert und teilweise neuen Nutzungen zugeführt wurden. Dazu gehören die Mühle an der Rednitz, einige Stadthäuser „Am Hammer“, ein Mühlenanwesen in Röthenbach, das Barockschloss in Kreuth/Heideck, ein Renaissancehaus, die Almosmühle in der Mühlgasse und das Rokoko-Haus am Unschlittplatz.

Der neue Burgherr verspricht auch eine weitergehende Nutzung der Burg als Ort kultureller Veranstaltungen; mindestens einmal im Monat soll eine stattfinden.

Im Rosengarten wird eine kleine Theaterbühne entstehen. Die obere Burg, die Räume dort waren teilweise schon saniert, will der Burgherr privat nutzen, wenn die Wasserschäden behoben sind.
 

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