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Neuhaus braucht mehr Grund für neue Häuser

Die Nachfrage nach Bauland ist groß, deswegen hat der Gemeinderat nun ein weiteres Gebiet vorangebracht - 18.05.2016 16:15 Uhr

Kein schöner Anblick, aber vor allem ein Risiko. Mit punktuellen Instandsetzungen soll der rund 700 Meter lange Fußweg entlang der Pegnitz neben der Staatsstraße nach Rothenbruck sicherer werden. © Foto: Klaus Möller


Von den ursprünglich 46 Grundstücken im aktuellen Baugebiet „Schönbühl“ ist derzeit nur noch ein Bauplatz verfügbar. Wegen des dringenden Bedarfs neuer Plätze schlägt die Gemeindeverwaltung deshalb vor, unter der Bezeichnung „Brunnenberg“ ein neues Baugebiet auszuweisen.

Das neue Gebiet schließt sich in südlicher Richtung zwischen Neuhaus und Krottensee an vorhandene Bebauungspläne – unter anderem „Schönbühl“ – an. So können schon gegebene Vorerschließungen genutzt werden. Nicht zuletzt deshalb gab der Marktrat einstimmig grünes Licht für die Erarbeitung von Planentwürfen für einen qualifizierten Bebauungsplan.

Den Grund abschätzen

Auch wenn noch keine Entscheidung über die Bauweise – Beton- oder Edelstahlbehälter – des neuen, zentralen Hochbehälters am Grottenberg gefallen ist, laufen die Planungen weiter. Diplom-Ingenieur Norbert Winter erläuterte den Markträten in der Sitzung nun die notwendige Bauplatzuntersuchung.

Etwa fünf Bohrungen sollen dazu durchgeführt werden, um Unregelmäßigkeiten im Baugrund abzuschätzen. Ohne diese Untersuchungen gebe es gerade hinsichtlich der Dimensionierung des neuen Behälters keine Planungssicherheiten.

Wegen der dafür geschätzten Kosten in Höhe von etwa fünf- bis sechstausend Euro erhielt Bürgermeister Josef Springer vom Marktrat ohne Gegenstimme den Auftrag, diese Baugrunduntersuchungen gleich an das günstigst anbietende Ingenieurbüro zu vergeben.

Um notwendige Bohrungen ging es auch beim etwa 700 Meter langen Fußweg entlang der Staatsstraße nach Rothenbruck. An fünf bis sechs Stellen hat sich der Untergrund des 30 Jahre alten Weges zur Pegnitz hin bedenklich abgesenkt und das Geländer in Schieflage versetzt. Allein wegen der Verkehrssicherungspflicht müsse hier unbedingt etwas getan werden, meinte der Bürgermeister.

Kostspielige Unterspülung

Die wechselnden Wasserspiegel der Pegnitz hätten den Untergrund der Fundamente weggespült, erklärte Winter. Eine billige Lösung gebe es hier nicht. An den Schadstellen müssten auch hier Aufschlussbohrungen durchgeführt werden, um die Felstiefe und die Beschaffenheit des Baugrunds zu ermitteln. Zur Sanierung der Schadstellen sind mindestens ein Meter tiefe Fundamente notwendig, die mit Schotter gegen ein Abrutschen in die Pegnitz gesichert werden müssten.

Ob es vor 30 Jahren keine Baugrunduntersuchungen gegeben habe, wollte Peter Pflug wissen. Die Gemeinde, erklärte der geschäftsleitende Beamte Heinz Stark, habe den Weg nicht bauen lassen und der Gemeinde habe das auch nichts gekostet. Man war froh, dass das Nürnberger Straßenbauamt diese Maßnahme durchführte. Heute gelten andere Rahmenbedingungen, so dass die Gemeinde für die Sanierung aufkommen muss.

Springer schlug vor, die Instandsetzung auf die Schadstellen zu beschränken. Die stabilen Stellen hätten doch 30 Jahre gehalten. Auch diese kleine Lösung werde nicht billig. Um die Kosten zu strecken, wäre eine abschnittsweise Sanierung denkbar. Auch werde er sich um mögliche Fördermittel kümmern. Seinem Vorschlag, zunächst einmal die Kostenfrage zu klären, stimmten alle Gemeinderäte zu. Allerdings können erste Maßnahmen nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde frühestens im Oktober durchgeführt werden.

Schließlich erteilten die Markträte ihr Einvernehmen zur Bauvoranfrage von Magdalena Fischer und Philipp Zumpe. Sie wollen ein Einfamilienhaus in Mosenberg errichten.

Mehr Urnen

Der Bau der neuen Stelen-Anlage auf dem Friedhof schreite voran, informierte Springer abschließend. Mitte Juni könnten die Stelen-Kammern auf die Fundamente gestellt werden. Mit den neuen Stelen komme die Gemeinde einer neuen Entwicklung entgegen: 90 Prozent der letzten Bestattungen auf dem Neuhauser Friedhof waren Urnenbeisetzungen.

Erfreulich sei die Minderung der Zuzahlungen zum Kletterfestival der Frankenpfalz 2012. Der Königsteiner Bürgermeister Hans Koch konnte nachträglich für das Festival eine höhere Bezuschussung erreichen und damit den Neuhauser Zuzahlungsbetrag in Höhe von 4600 Euro um rund 3000 Euro senken. 

KLAUS MÖLLER

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