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"Neustart Kultur": Waldstock-Verein erhält Fördersumme

Der Verein erhält eine Summe von 80 000 Euro - 02.03.2021 18:29 Uhr

In der Brauerei Böheim sollen die Sanitäranlagen für zirka 40 000 Euro saniert werden. Dorthin weicht der Waldstockverein traditionell im Herbst und Winter mit seinen Veranstaltungen aus.

02.03.2021 © Foto: Archiv/Klaus Trenz


Mit dem Förderprogramm "Neustart Kultur" möchte die Bundesregierung das kulturelle Leben in Deutschland in Zeiten von und nach Corona wieder beleben. Eine Fördersumme von rund 80 000 Euro, bei zehn Prozent Eigenanteil, erhält nun der Verein Waldstock.

"Damit möchten wir Maßnahmen umsetzten, die uns ermöglichen, zeitnah wieder Veranstaltungen abzuhalten", berichtet Lukas Schorner, zweiter Vorsitzender des Vereins. Jetzt, wo es auf den Frühling und Sommer zugeht, stünden vor allem die Open-Air-Festivals im Fokus. Denn: "Wir sehen nicht, dass wir in naher Zukunft eine Veranstaltung in einem Gebäude abhalten können. Deswegen werden wir viel im Freien machen."

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Ein Teil der Summe sei daher schon in die Ausrüstung für die Festivals investiert worden. Aber auch die Hygienemaßnahmen sollen damit verbessert werden: "Hier geht es darum, was zum jeweiligen Zeitpunkt erlaubt ist und was nicht", erklärt er. Neben der Frage, wo auf dem Gelände Maskenpflicht bestehen muss, spielen auch die Ein- und Ausgänge eine wichtige Rolle. Um dort eine bessere Steuerung der Gäste zu ermöglichen, sollen Zelte angeschafft werden. Stabile Schilder mit den entsprechenden Verhaltensregeln stünden ebenso auf der Liste. Ist die Festivalzeit vorbei, sollen die Veranstaltungen wieder in der Böheim Brauerei in Pegnitz stattfinden. Bereits seit 2014 nutzt der Waldstockverein diese Örtlichkeit für seine Veranstaltungen im Herbst und Winter. Das Problem dabei: "Es ist nicht möglich, dort Abstandsregeln einzuhalten", sagt Schorner. Um das Hygienekonzept bis dahin besser umsetzen zu können, werde auch hier investiert.

Sanierung der Sanitäranlagen

Der größte Teil der Fördersumme fließe aber in Sanierung der Sanitäranlagen. "Ungefähr die Hälfte wird das kosten", sagt Schorner. Da die Einrichtung schon etwas in die Jahre gekommen ist, sei es wichtig, dass Erlebnis für die Gäste zu verbessern. 

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Dass rund 40 000 Euro in ein gepachtetes Gebäude investiert werden, hält Schorner nicht für problematisch. "Außerdem passiert alles in enger Absprache mit Herrn Weiß." Das bestätigt auch Martin Weiß selbst: "Wir arbeiten seit Beginn an vertrauensvoll zusammen."

FLORIAN ZEILMANN

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